Duggingen lässt sich über mehrere konkrete Themen kennenlernen: mittelalterliche Wehrbauten, die Pfarrkirche, die geschützte Felslandschaft Falkenflue und ein digitales Rätselerlebnis durch die Birslandschaft. Die historischen Orte erzählen von Bauphasen und früheren Herrschaftsverhältnissen; Falkenflue und Birs-Trail rücken Natur und Umweltwissen in den Mittelpunkt. So können Sie die Schwerpunkte nach Ihrem Interesse setzen.
Kirche und Ortsgeschichte
Die heutige Pfarrkirche von Duggingen hat Johannes den Täufer zum Patron. Sie wurde 1835 anstelle der 1735 erbauten St.-Jost-Kapelle errichtet. Auch die Ortsgeschichte reicht weiter zurück: Duggingen wurde 1330 unter dem Namen «Tuggingen» erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde weisen auf eine römische Besiedlung der Gegend hin. Historisch gehörte die Gemeinde zur Herrschaft Pfeffingen und damit zum Bistum Basel. Ab 1330 wurden außerdem die Herren von Bärenfels, von Angenstein und von Thierstein als Lehnsherren des Bischofs eingesetzt.
Schloss Angenstein und Ruine Bärenfels
Schloss Angenstein beherrscht die Felsenge an der Birs, die den Übergang vom Laufental ins Birseck markiert. Um den imposanten mittelalterlichen Wohnturm gruppieren sich jüngere Bauten. Der rechteckige Turm wurde kurz nach 1286 erbaut. Nach dem verheerenden Brand von 1517 blieb Angenstein mehrere Jahrzehnte eine Ruine. 1562 errichtete Wendelin Zipper im Auftrag des Basler Bischofs neue Wohnbauten und eine Kapelle um den Wohnturm. Heute besteht der Turm nur aus seinen Außenmauern und hat keinen Innenausbau.
Auch die Ruine Bärenfels liegt auf Dugginger Gemeindegebiet. Dort sind noch Überreste der Burg, des Wehrturms und der Anlage zu erkennen. Die aus drei Teilen bestehende Wehranlage wurde vermutlich um 1200 durch die Herren von Aesch erbaut. Zu Fuß ist die Ruine sowohl vom Hof Oberaesch als auch vom benachbarten Schloss Angenstein erreichbar. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegverhältnisse.
Falkenflue und Birs-Trail
Am südwestlichen Rand des Gempenplateaus bildet die Falkenflue eine scharfe Geländekante. Das Felsband ist rund einen Kilometer lang und 50 Meter hoch. Die Falkenflue ist als geschütztes Naturobjekt ausgewiesen und ein Klettergebiet. Im Schutzgebiet kommen viele seltene Pflanzen- und Tierarten vor; Feuersalamander nutzen Klüfte am Fuß der Felswand als Überwinterungsstandort. Das Klettern unterliegt dem Schutzmanagement, Einschränkungen können saisonal geregelt sein. Prüfen Sie entsprechende Vorgaben vorab.
Der Birs-Trail ist ein interaktives Rätselerlebnis durch die Birslandschaft. Dabei erfahren Besuchende Wissenswertes über die dort lebenden Tiere und Pflanzen. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Smartphone: Eine virtuelle Karte führt zu verschiedenen Stationen, an deren Koordinaten digitale Inhalte auf dem Display erscheinen. Eine Station in Duggingen befasst sich damit, wie eine Abwasserreinigungsanlage funktioniert und was mit dem Schmutzwasser geschieht.
Anreise und Orientierung
Duggingen ist über die Jurabahn-Regionallinie S3 angebunden; von Basel dauert die Zugfahrt ungefähr 15 Minuten. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. Der Bahnhof Duggingen verfügt über zwölf überdachte Veloabstellplätze. Am P+Rail Duggingen gibt es laut SBB 13 kostenlose Parkplätze auf Gemeindeboden. Prüfen Sie die aktuelle Bahnhofsausstattung vor Ihrer Anreise. Die Autobahn A18 endet beim Schloss Angenstein und ist von Duggingen aus in etwa zwei Autominuten erreichbar. Vor der Fahrt empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Route.
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