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Kilchberg liegt auf 571 Metern über Meer auf der Hochebene des oberen Eitals im Baselbieter Tafeljura. Die offene Landschaft mit Hochstammobstgärten und die weithin sichtbare Martinskirche prägen unterschiedliche Seiten des Ortes. Unterhalb von Kilchberg setzt der Wasserfall Im Giessen einen markanten Naturakzent. So umfasst ein Aufenthalt unterschiedliche Interessen: Architektur- und Dorfgeschichte ebenso wie Naturerlebnisse und Routen im Tafeljura.

St. Martin: neugotische Architektur und Glocken

Die Martinskirche wurde 1867 im neugotischen Stil neu erbaut und am 5. Juli 1868 eingeweiht. Ihre Gestaltung verbindet Motive der Kathedralgotik mit prägenden Elementen der englischen Gotik im Innenraum. Das Chorfenster zeigt das Abendmahl. Die Kirche besitzt zudem die älteste im Original erhaltene spielbare Orgel des Kantons Basel-Landschaft. Sie gilt als einzige grössere neugotische Landkirche des Kantons und als originellste Schöpfung ihrer Zeit.

Der Turm ist 34,5 Meter hoch und trägt vier Glocken, die auf Es, G, B und C gestimmt sind. Sie erklingen weiterhin an Sonntagen, Feiertagen, bei Hochzeiten und Beerdigungen. Bei der Restaurierung im Jahr 1975 wurden eine Glockengussgrube entdeckt und eine vierte Glocke aufgezogen. Seit 1974 ist die Kirche kantonal geschützt und steht zusätzlich unter Bundesschutz.

Historische Häuser im Dorf

Auch abseits der Kirche begegnet Ihnen Kilchbergs ländliche Baugeschichte. Das geschützte Bauernhaus an der Hauptstrasse 8 stammt aus dem Jahr 1720 und ist ein historisches Zeugnis bescheidener ländlicher Lebenskultur. Das Gebäude am Schlattweg 3 stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert. Es zählt zu den charakteristischsten Häusern Kilchbergs und zu den ältesten Gebäuden des Dorfes.

Landschaft und Wasserfall Im Giessen

Das Eibachtal ist von Abgeschiedenheit und Naturnähe geprägt. Das obere Eital liegt im Baselbieter und Fricktaler Tafeljura, einem im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung verzeichneten Juragebiet. Im Giessen unterhalb von Kilchberg liegt ein charakteristischer Wasserfall des Tafeljuras: Der Eibach stürzt dort neun Meter tief in ein ausladendes Becken mit smaragdgrünem Wasser.

Der Wasserfall ist von Kilchberg oder von der Station Sagi in Zeglingen aus erreichbar. Die Haltestelle Zeglingen, Sagi der Buslinie 104 ist dem Kilchberger Giessen zugeordnet. Die Fläche Im Giessen wird als Hochstaudenflur bewirtschaftet; der Bach soll möglichst naturnah fliessen. Die Bewirtschaftung und das Ziel für den Bach können sich im Rahmen des ökologischen Managements ändern.

Wanderungen und Veloroute

Die Kinderwagenwanderung «Auf dem Walderläbnispfad» beginnt an der Postauto-Haltestelle Kilchberg Gemeindehaus und endet am Bahnhof Gelterkinden. Ihr erster Abschnitt führt durch eine offene, weite Tafeljuralandschaft. Die Wanderung bietet Aufenthaltsmöglichkeiten an zwei Spielplätzen. An verschiedenen Orten gibt es drei Grillplätze beziehungsweise Grillmöglichkeiten.

Die Buslinie 104 verbindet den Bahnhof Gelterkinden, Rünenberg, Kilchberg Gemeindehaus und Zeglingen. Prüfen Sie für konkrete Fahrten den aktuellen Fahrplan. Als weitere Routenoption führt die Baselbieter Hof-Route nach Kilchberg; sie kann mit E-Bike, Fahrrad oder Gravelbike befahren werden. Da sich der Routenverlauf ändern kann, prüfen Sie vorab die aktuelle Streckenführung.

Einkehr nach Anmeldung

Der Hof Grossacker empfängt Wandergruppen nach Anmeldung und bietet hausgemachte saisonale Spezialitäten an. Das aktuelle Angebot kann sich ändern; prüfen Sie es daher vor Ihrer Anreise.

Weitere Reiseziele entdecken: Buckten, Hemmiken, Wintersingen, Maisprach, Zunzgen, Ormalingen, Läufelfingen, Thürnen

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sissach.

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