Maisprach lässt sich über drei Themen erschließen: die Baugeschichte rund um Dorfplatz und Pfarrkirche, den Weinbau und Wege zum Sonnenbergturm. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte geben Ihnen Anhaltspunkte für die Planung Ihres Aufenthalts: Sie können Ortsgeschichte, Wein und Wege jeweils für sich in den Mittelpunkt stellen.
Dorfplatz, Kirche und Ortsgeschichte
Nahezu in der Mitte des Dorfplatzes steht der Dorfplatzbrunnen. Er stammt aus dem Jahr 1841 und gehört zu den markanten Platzbrunnen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Baselbiet. Der Brunnen bietet damit einen konkreten Bezugspunkt für die Geschichte des Ortskerns.
Auch die Pfarrkirche St. Maria erzählt von mehreren Bauphasen: Sie wurde 1291 erbaut, während Turm und Chor 1711 neu erbaut wurden. Die Jahreszahlen beziehen sich also auf unterschiedliche Teile der Kirche. Maisprachs archäologisches und mittelalterliches Erbe ist zudem mit den Überresten eines Gutshofes, einem vermutlich angelegten Königshof und den mittelalterlichen Rittern von Maisprach verbunden. Die Reste des Hauptgebäudes liegen heute unterhalb der Kirche innerhalb der Friedhofsmauer.
Weinbau am Sonnenberg
Maisprach liegt in einer Talsohle am Südhang des Sonnenbergs und gilt als nördlichstes Dorf des Oberbaselbiets. Im Weinbaugebiet gedeihen die Trauben auf 15 Hektaren sonnenverwöhnter Reblagen; die Rebfläche kann sich im Laufe der Zeit verändern. Die Bedeutung des Weinbaus zeigt sich auch im offiziellen Wappen der Gemeinde, auf dem Weintrauben erscheinen.
Die aus den Trauben des Weinbaugebiets Maisprach gekelterten Weine können Sie direkt bei den jeweiligen Produzenten beziehen. Weinbau Talhof bietet ein buchbares Erlebnis mit einer Degustation lokaler Weine an. Anschließend gehört ein Apéro mit regionalen Produkten dazu. Prüfen Sie vorab die Verfügbarkeit des Erlebnisses.
Wege und Aussichtsturm
Der Syydebändel & Rebenweg beginnt in Maisprach und führt über die südlichen Weinberghänge nach Buus. Dort steigt er zur Bundesstraße hinunter und verläuft anschließend um den Staufen-Hügel nach Wintersingen. Sechs Tafeln informieren auf dem Weg über den Weinanbau der Syydebändel-Winzer. Die Route führt damit durch mehrere Orte; der Sonnenbergturm ist hingegen das Ziel einer anderen Unternehmung.
Die Sunnebärg Challenge startet auf dem Dorfplatz und endet beim Sunnebärg-Turm. Am Start befindet sich ein QR-Code, mit dem Sie die Zeitmessung per Handy beginnen. Der 22 Meter hohe Sonnenbergturm gehört den Gemeinden Magden, Maisprach, Möhlin, Rheinfelden und Zeiningen. Seine Aussichtsplattform ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Der Aufstieg über 99 hölzerne Treppenstufen führt zu einer schönen Rundsicht.
Für die Anreise fährt der Bus 100 von Gelterkinden in 17 Minuten zur Haltestelle Maisprach Dorf; prüfen Sie die aktuellen Verbindungen vor der Fahrt. Von dieser Haltestelle erreichen Sie den Sonnenbergturm zu Fuß in etwa einer Stunde oder mit dem Velo in 20 Minuten. So können Sie für den Weg zum Turm zwischen den beiden angegebenen Fortbewegungsarten wählen.
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