Lampenberg liegt auf einer Hochebene zwischen Vorderem und Hinterem Frenkental; das Dorf selbst liegt geschützt in einer Mulde. Wer einen Aufenthalt mit Wanderungen verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Tourenverläufe: Die Rundwanderung Wildenstein beginnt und endet in Lampenberg, während die Frenke-Tour nach Liestal führt. Hinzu kommen Naturschutzgebiete und Spuren des steinzeitlichen Silexabbaus.
Hochebene und geschützte Landschaften
Das Naturschutzgebiet Tannenboden-Allmet liegt an der Westgrenze der Gemeinde auf der Tafeljura-Hochfläche, etwa 510 bis 600 Meter über Meer. Es besteht aus den räumlich getrennten Teilgebieten Tannenboden-Weid, Allmet und Morenplatz. Im Gebiet sollen insbesondere Eichen sowie typische Altholz-Fauna und -Flora, darunter Käfer und Flechten, erhalten und gefördert werden.
Das Schutzgebiet Zwischenflüe-Brunnenstig liegt in Niederdorf und Lampenberg. Zu seinen Lebensräumen gehören lichte Wälder, Fels- und Nassstandorte, Waldränder und Magerwiesen. Das Naturschutzgebiet Zwischenflüe bestand seit 2012; mit einer angrenzenden Waldfläche im Gebiet Brunnenstig wurde es zum Gebiet Zwischenflüe-Brunnenstig erweitert. So stehen in der Umgebung unterschiedliche Schutzlandschaften nebeneinander: die Teilgebiete von Tannenboden-Allmet und die vielfältigen Standorte von Zwischenflüe-Brunnenstig.
Zwei Wandertouren, zwei Verläufe
Die Rundwanderung Wildenstein startet und endet in Lampenberg. Sie bietet Weitsichten und führt als Höhepunkt zum Schloss Wildenstein. Ein fünfminütiger Abstecher ergänzt die Runde um den Sormatt-Wasserfall. Für den Aufstieg und Abstieg sind jeweils 113 Meter angegeben – eine konkrete Orientierung zu den Höhenmetern dieser Tour.
Anders verläuft die barrierefreie Frenke-Tour: Sie führt von Lampenberg nach Liestal und ist 6,08 Kilometer lang, mit einer angegebenen Dauer von 85 Minuten. Die Strecke verläuft über asphaltierte Wege, sanfte Abfahrten und drei Gegenanstiege. Ihr Startpunkt ist die barrierefrei erreichbare Haltestelle Lampenberg-Ramlinsburg der Waldenburgertal-Bahn. Damit unterscheiden sich die Touren vor allem durch ihren Verlauf: Die eine kehrt nach Lampenberg zurück, die andere hat Liestal zum Ziel.
Archäologie und Dorfgeschichte
Von Lampenberg führt ein Weg zum Stälzler, wo in der Steinzeit Silex abgebaut wurde. Im Waldgebiet wurden 1989 Spuren eines jungsteinzeitlichen Silex-Bergwerks entdeckt. Der Stälzler und seine außenliegenden Werkplätze waren wichtige Wirtschaftsstandorte für Siedlungen jungsteinzeitlicher Ackerbauern und Viehzüchter. Aus dem dort abgebauten Silex wurden unter anderem Beile, Klingen, Pfeilspitzen, Schaber, Stichel und Bohrer hergestellt. Der Fundort lässt sich so mit der Verarbeitung des Rohstoffs zu Werkzeugen verbinden.
Ein kleineres Zeugnis der Ortsgeschichte ist der Schürabrunnen im Oberdorf. Er steht auf einem kleinen Platz vor einer großen Scheune und ist seit 1995 kantonal geschützt. Der Brunnen besteht aus einem langen Trog und einem Brunnenstock; vermutlich entstand er wie die übrigen Dorfbrunnen um die Mitte des 19. Jahrhunderts.
Übernachten und Ankommen
Das B&B Abendsmatt bietet Übernachtungen in einem Wandergebiet. Prüfen Sie die Verfügbarkeit für Ihre Reisedaten vor der Buchung. Der Wohnmobilstellplatz Abendsmatt befindet sich ebenfalls in Lampenberg; klären Sie die Nutzungsmöglichkeiten vor der Anreise. Das Restaurant Abendsmatt in Lampenberg bietet Speisen aus eigener Produktion.
Die BLT-Buslinie 93 verbindet Lampenberg mit der Station Lampenberg/Ramlinsburg und der Waldenburgerbahn. Wenn Sie den Bus für Ihre Anreise oder Tourenplanung nutzen möchten, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Waldenburg, Diegten, Niederdorf, Langenbruck, Eptingen, Hölstein, Reigoldswil.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Waldenburg.