Aarberg liegt auf einem Sandsteinriegel, der die Ebene überragt. Eine frühere Umleitung eines Teils des Aarewassers machte den Felshügel zur Insel. Aarberg wurde um 1220 vom Schlossherrn gegründet; 1271 verlieh Graf Ulrich V. der Stadt das Stadtrecht.
Holzbrücke und Stadtgeschichte
Die heutige Holzbrücke ist ein Wahrzeichen Aarbergs und steht unter Denkmalschutz. Sie wurde 1568 auf vier Sandsteinpfeilern errichtet. Über die berühmte Brücke erreichen Sie den Kern des Städtchens. Der historische Stadtkern gruppiert sich um einen gepflegten Stadtplatz, dessen malerische Fassaden den Ort prägen. Rund um den Platz befinden sich Restaurants und Spezialgeschäfte.
Auch das Schloss erzählt von Aarbergs früherer Rolle: Von 1358 bis 1830 war es die Residenz von rund hundert Landvögten. Der heutige Turm der reformierten Kirche stammt aus dem Jahr 1526. In der Kirche sind ein historisches Chorgestühl und ein Taufstein mit der Grabinschrift von Gabriel Gross erhalten.
Zum Aarberg zugehörigen Weiler Spins gehören stattliche Bauernhäuser und gepflegte Obstgärten; er steht unter Landschaftsschutz. Einen anderen Zugang zur Stadtgeschichte bietet AARinfo am Stadtplatz 28. Die multimediale Touristinformation funktioniert als Selbstbedienungsangebot und gibt wechselnde thematische Einblicke in die Geschichte Aarbergs. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
Die Alte Aare und ihre Wege
Die heutige Alte Aare entstand infolge der ersten Juragewässerkorrektion von 1868 bis 1891. Damals wurde die Aare zwischen Aarberg und Meienried auf einen kleinen Wasserlauf reduziert. Bei der Revitalisierung der Auen entstanden neue Tümpel, Weiher und Überschwemmungsgebiete. Dort haben sich zahlreiche Tiere und Pflanzen angesiedelt, darunter auch teils stark gefährdete Arten. Die Alte Aare bei Aarberg ist ein Naturschutzgebiet; der Abschnitt zwischen Studen und Aarberg gilt als Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung.
An der Alten Aare können Sie spazieren, joggen und wandern. Eine flache Uferwanderung beginnt beim Bahnhof Aarberg, führt durch das historische Städtchen und weiter durch das Naturschutzgebiet bis nach Büren an der Aare. Der Aare-Abschnitt zwischen Aarberg und Büren gehört außerdem zum Kulturwanderweg „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“. Beim Erkunden gilt: Ufervegetation und Wasserflächen der Giessen und Tümpel dürfen nicht betreten werden.
Märkte und besondere Einblicke
Der Supermärit Aarberg findet jedes Jahr im Mai auf dem historischen Stedtliplatz statt. Mehr als 40 Marktstände bieten regionale Spezialitäten und frische Lebensmittel zum Probieren und Kaufen. Das Angebot kann sich zwischen den Ausgaben ändern; auch die Veranstaltungstermine können sich ändern, prüfen Sie daher vorab die aktuellen Informationen des Veranstalters. Beim Zibelemärit gibt es traditionelle Zwiebel- und Knoblauchprodukte sowie Verpflegungsstände der Aarberger Vereine. Auch dieses Angebot kann von Ausgabe zu Ausgabe wechseln. Aarberg bietet zudem Monatsmärkte, den Grünen Markt und den Chlausermarkt; die einzelnen Marktdaten können sich ändern.
Im Werk Aarberg der Schweizer Zucker AG können Sie bei einer Führung die Verarbeitung von der Rübenabladung bis zur Abfüllung des Zuckers in Verpackungen beobachten. Die Besichtigungen sind saisonal: Während der Rübenverarbeitungsphase von Mitte Oktober bis Anfang Dezember sind sie möglich und erfordern eine Anmeldung im Voraus. Eine Führung dauert einschließlich Film rund 120 Minuten. Prüfen Sie vorab die aktuellen Besucherinformationen des Werks.
Die Pferdesporttage Aarberg finden traditionsgemäß am Auffahrtswochenende auf der Aarolina statt. Zur Anlage gehören ein 4.200 m² großer Allwetterplatz, ein Dressur-Abreiteplatz und ein Rasenplatz für den Concours. Prüfen Sie die aktuellen Veranstalterinformationen zu Terminen und Anlage, da sich Veranstaltungsangaben ändern können.
Das Badi Aarbärg verfügt über eine rollstuhlgängige Beckenzufahrt mit Pool-Lift. Prüfen Sie die Bedingungen vor Ihrem Besuch.
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