Für die Wahl eines Kurzaufenthalts bietet Büren an der Aare eine klare Mischung aus Stadtgeschichte, Spaziergängen mit unterschiedlichen Zeitangaben und Naturthemen. Das im 13. Jahrhundert gegründete Städtchen verfügte über eine imposante Befestigung; seine beiden Haupttore waren über zwei Zugbrücken zugänglich.
Historische Bauwerke und Besichtigungen
Im Ortskern ist das Schloss der ehemaligen Berner Landvögte eine Sehenswürdigkeit. Das Rathaus fällt mit seiner gotischen Fensterfront auf. Gegenüber der Kirche steht der Spittel aus dem 16. Jahrhundert: Er war Teil der heute noch erkennbaren Stadtmauer und dient heute als Ortsmuseum. Das Spittel Museum beherbergt zahlreiche lokalhistorische Sammlungen, ist aber nicht öffentlich zugänglich. Auf Wunsch werden Führungen angeboten. Büren an der Aare ist als nationales Objekt im Schweizer Bundesinventar der Kulturgüter verzeichnet.
Auch die Stadtkirche zu St. Katharinen erzählt von verschiedenen Bauzeiten: Ihre Ursprünge reichen ins 12. Jahrhundert zurück, der Turm wurde um das Jahr 1500 errichtet. Die Alte Mühle stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Ihr restauriertes und voll funktionstüchtiges Mahlwerk kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Das Gelände ist ganzjährig zugänglich; für Besichtigungen der Gebäude gilt der Zeitraum von Mai bis Oktober, ebenfalls nach Voranmeldung. Klären Sie vor dem Besuch die Besichtigungsbedingungen und vereinbaren Sie einen Termin.
Geschichte zu Fuß erleben
Der «History Trail Büren an der Aare» ist ein Rundweg durch das Städtchen, auf dem geschichtsträchtige Ereignisse aus früheren Zeiten vermittelt werden. Er beginnt am Vennerbrunnen. Nach dem Scannen des QR-Codes nutzen Sie den Trail über die Actionbound-App. Wer lieber eine geführte Entdeckungstour wählt, findet fachkundig geführte Rundgänge durch das historische Büren an der Aare.
Für einen Spaziergang mit klarer Zeitangabe stehen zwei unterschiedliche Optionen im Mittelpunkt: Der leichte, kulturell interessante «3-Brügge-Chehr» dauert etwa 30 Minuten und führt über drei Brücken zu den schönsten Ecken des Aarestädtchens. Der «7-Brunnen-Weg» ist ein Waldspaziergang von etwa 1,5 Stunden. Die ungefähre halbe Stunde des ersten Weges lässt sich so mit der längeren Dauer der Waldrunde vergleichen; die Wahl hängt davon ab, wie viel Zeit Sie für den Spaziergang einplanen möchten.
Ein anderer Blick: das Häftli
Das Naturschutzgebiet Häftli umfasst einen rund 7 Kilometer langen Altwasserarm der Aare zwischen Biel und Büren sowie eine Flussaue von nationaler Bedeutung. Offene Wasserflächen und Schlickbänke bieten Wasser- und Watvögeln einen geeigneten Lebensraum. Damit stehen Gewässerlandschaft und Vogelhabitat als Naturthema neben den historischen Bauwerken und Spaziergängen im Ort.
Handwerk, Veranstaltungen und Ortsgeschichte
Beim Erlebnis «Handwerkskunst» können Besucher zwischen einem Atelier für Modedesign und Schneiderei, Steinbildhauerei oder Sasha-Puppen wählen und Einblicke hinter die Kulissen eines Ateliers erhalten. Die beteiligten Ateliers können wechseln. Eine weitere Möglichkeit, sich mit der Ortsgeschichte zu befassen, ist die Präsentation zur Juragewässerkorrektion. Sie erklärt, wie mit dem Bau des Nidau-Büren-Kanals das zu geringe Gefälle der Aare zwischen Aarberg und Solothurn aufgehoben wurde.
Eine Präsentation widmet sich außerdem dem ehemaligen Polenlager in Büren an der Aare. Um das Jahr 1940 wurden dort polnische Soldaten interniert, die auf der Flucht vor dem Krieg waren. Das Büre Nöijohr zählt zu den kulturellen Höhepunkten des Städtchens. Märkte finden im Frühling, im Herbst und vor Weihnachten statt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf eine Veranstaltung oder einen Markt abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine für den geplanten Zeitraum.
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