Zum Inhalt

Die Aare fliesst durch Interlaken und verbindet den Thunersee mit dem Brienzersee. Der Ort liegt zwischen den beiden Seen auf einer Schwemmebene; die Ferienregion erstreckt sich rund um ihre Ufer. So treffen in Interlaken Fluss und Seenlandschaft auf eine Ortsgeschichte, die sich an ganz unterschiedlichen Stationen entdecken lässt.

Wege in die Höhe und durch die Landschaft

Vom Bahnhof Interlaken Ost ist die Talstation der Harderbahn über die Aarebrücke erreichbar. Die Bahnfahrt hinauf zur Bergstation Harder Kulm dauert zehn Minuten. Wer zu Fuss unterwegs ist, erlebt auf der Route zunächst dichten Wald; anschließend öffnen sich Ausblicke auf Interlaken, die Seen und die Berge. Von dort reicht der Blick auf den Thunersee und den Brienzersee sowie auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Bahn und Wanderroute bieten damit unterschiedliche Orientierungspunkte: eine angegebene Fahrtdauer auf der einen, den Wechsel von Wald zu Aussicht auf der anderen Seite.

Auch die Berner Oberland-Bahn fährt ab Interlaken Ost und bringt Reisende näher an Eiger, Mönch und Jungfrau. Je nach Route geht es weiter nach Grindelwald oder Lauterbrunnen. Wer Interlaken als Ausgangspunkt betrachtet, kann so neben den Entdeckungen im Ort auch die Bahnverbindungen in Richtung dieser beiden Orte einbeziehen.

Geschichte zwischen Interlaken und Unterseen

Ein markanter historischer Ort liegt in der Altstadt von Unterseen: Das Tourismuseum befindet sich in einem ehemaligen Pfarrhaus von 1630. In mehreren Stationen vermittelt es 500 Jahre alpine Tourismusgeschichte in der Schweiz. Es ist das einzige Schweizer Museum, das sich der Geschichte und Gegenwart des Tourismus widmet. Damit führt der Besuch nicht nur in die Vergangenheit eines einzelnen Gebäudes, sondern in die Entwicklung des Reisens im Alpenraum.

Im Zentrum Interlakens wurde das ehemalige Augustinerkloster erstmals 1133 urkundlich erwähnt. Zum früheren Klosterkomplex gehört ein Kirchturm aus dem frühen 14. Jahrhundert. Eine andere Geschichte erzählt der Kursaal: Er wurde 1857 als Treffpunkt und Unterhaltungsort für wohlhabende Kurgäste gegründet, die Interlaken besuchten. Zusammen geben Kloster und Kursaal Einblick in zwei verschiedene Kapitel des Orts: die frühe Klostergeschichte und die spätere Entwicklung als besuchter Kurort.

Kulturweg, Garten und Ausstellungen

Der Kulturweg am Rugen verbindet mehrere historische Stationen. Er führt unter anderem an der Unspunnen-Ruine, der einstigen Richtstätte von Interlaken und einer historischen Kurhaus-Trinkhalle vorbei. Informationstafeln am Weg vermitteln außerdem Wissenswertes über Leben und Werk der Künstlerin Clara von Rappard. Der Spaziergang verbindet so Bau- und Ortsgeschichte mit einem Blick auf eine einzelne Kunstschaffende.

Eine andere kulturelle Entdeckung ist der Japanese Garden Interlaken. Er wurde 1995 als Geschenk von Interlakens japanischer Partnerstadt Ōtsu angelegt und verfügt über einen Teich und einen Pavillon. An der Höhematte kommt Landschaft zum Stadtbild hinzu: Das Gebiet ist seit 1864 als historisch geschützt ausgewiesen. Der Fotopunkt der Grand Tour of Switzerland dort bietet einen Blick auf das Jungfrau-Massiv. Im Kunsthaus Interlaken können Sie Ausstellungen auf eigene Faust oder im Rahmen einer Führung erkunden; wenn Sie eine Führung planen, prüfen Sie das Angebot vorab. Dort finden außerdem das ganze Jahr über Konzerte und Theateraufführungen mit renommierten Künstlern statt. Die Termine können Sie vor der Reise nachsehen.

Erlebnisse, Degustationen und besondere Termine

Bei der Talstation der Harderbahn liegt der Alpenwildpark, wo Besucher Steinböcke und Murmeltiere beobachten können. Der Ropes Park Interlaken setzt einen anderen Schwerpunkt: Seine 14 Parcours verlaufen in den Baumkronen; Hindernisse und Seilrutschen reichen bis zu 23 Meter Höhe. Für Rätsel gibt es MysteryRooms Interlaken, ein Live-Escape-Game, bei dem Teams innerhalb einer Stunde Hinweise, Rätsel und Codes lösen. Angeboten werden Spiele auf Deutsch, Englisch und Französisch für Gruppen von zwei bis sechs Personen. Außerdem umfasst das Angebot eine dreistündige digitale Schatzsuche durch Interlaken und entlang der Aare. Spielangebote und Teilnahmebedingungen können sich ändern; prüfen Sie vorab, welches Format für Ihre Reisedaten verfügbar ist.

Die Tüürli-Degustationswanderung beginnt beim Youth Hostel nahe dem Bahnhof Interlaken Ost und verläuft entlang der türkisfarbenen Aare bis zum Brienzersee. Fünf Stationen mit regionalen Bieren oder Weinen gehören dazu; zum Mittagessen führt die Wanderung ins Restaurant Oberländerhof in Bönigen. Ein saisonaler Gegenpol liegt auf dem Wasser: Von Dezember bis März liegt das Restaurantschiff Ufem Fluss an der Anlegestelle Interlaken Ost und serviert Schweizer Spezialitäten auf der Aare. Prüfen Sie für Ihre Reisedaten die Termine und Verfügbarkeit.

Auch der Veranstaltungskalender bietet unterschiedliche zeitliche Anknüpfungspunkte. Das Ereignis „Longest New Year’s Eve“ findet jedes Jahr in Interlaken statt und beginnt am 31. Dezember mit einer Silvesterparty. Die Harder-Potschete folgt am 2. Januar und wird seit fast 50 Jahren in dieser Form gefeiert. In der Ferienregion Interlaken wurde das Unspunnenfest erstmals 1805 veranstaltet und findet alle zwölf Jahre statt. Die verschiedenen Rhythmen machen deutlich, dass ein Besuch je nach Reisezeit auf ganz unterschiedliche Traditionen treffen kann.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Axalp, Beatenberg, Därligen, Grindelwald, Habkern, Lauterbrunnen, Leissigen, Mürren, Ringgenberg, Wengen, Wilderswil, Brienz, Saxeten, Hofstetten bei Brienz, Lütschental, Iseltwald, Gsteigwiler, Gundlischwand, Interlaken, Brienzwiler, Oberried am Brienzersee, Matten bei Interlaken, Schwanden bei Brienz, Unterseen, Bönigen, Niederried bei Interlaken, Isenfluh

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bern.