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Habkern verbindet eine eindrückliche Moorlandschaft mit Dorfgeschichte und Handwerk. Für die Wahl des Reiseziels geben diese unterschiedlichen Themen Orientierung: Sie können Schutzgebiete erkunden, einen Blick auf die Geschichte des Ortes werfen oder sich mit dem Bau des Schweizer Alphorns beschäftigen.

Moorlandschaft und markante Natur

Oberhalb von Interlaken und Habkern liegt die Lombachalp mit einer 86 km² großen Moorlandschaft, die zu den größten und eindrücklichsten der Schweiz zählt. Weitläufige Flachmoore und seltene, geschützte Hochmoore gehören zu ihrem Charakter. Gerade bei den Hochmooren ist die Schutzgrenze wichtig: Wegen ihrer Trittempfindlichkeit und Seltenheit dürfen sie ganzjährig nicht betreten werden. Von Juni bis Oktober können Sie den Forscherkoffer Lombachalp kostenlos im Restaurant Jägerstübli ausleihen. Er ermöglicht es, die Moorlandschaft Habkern-Sörenberg und das Schutzgebiet rund um die Lombachalp zu erkunden.

Ein anderes Naturziel ist der Luegibodenstein. Der Fels hat ein Volumen von 5.000 Kubikmetern, gilt als Europas größter Granit-Exot und steht seit mehr als 100 Jahren unter Naturschutz. Der dreistündige Rundweg Luegibodenstein führt zu ihm. Auch seine Geschichte reicht über die Region hinaus: 1852 wurde ein Stück des Felsens als Geschenk der Schweiz für das Washington-Denkmal nach Amerika geschickt.

Die Landschaft zwischen Augstmatthorn und Hohgant ist ein international bedeutendes Important Bird Area. An den Hängen beider Berge können Sie Gämsen beobachten; am Augstmatthorn sind Steinbockbeobachtungen möglich. Dort kann sich im Sommer und Herbst ein einzelnes Steinbockrudel mit bis zu 30 Tieren versammeln. Der höchste Gipfel von Habkern ist der Hinder Hohgant, auch Furggegütsch genannt, mit 2.197 Metern Höhe.

Dorfgeschichte und Alphornbau

Die Kirche Habkern wurde 1666 von Abraham I Dünz am Hang der Streusiedlung erbaut und seither mehrfach renoviert. Aus ihrer Bauzeit stammen das Wappenrelief in der Vorhalle, die Kanzel und der Taufstein sowie sechs Wappenscheiben, die größtenteils Matthias Zwirn zugeschrieben sind. Wer sich für das historische Ortsbild interessiert, findet hier ein konkretes Beispiel für die Baugeschichte des Dorfes.

Das Ortsmuseum Habkern befindet sich in einer ehemaligen Schulstube und vermittelt Dorfgeschichte anhand traditioneller Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge, Musikinstrumente sowie Bild- und Filmaufnahmen. Zu den Themen gehören auch Traditionen, Bräuche, Handwerke und die besondere Geologie des Habkerntals. Das Museum von Bernatone Alphornbau ist meistens geöffnet und kostenlos zugänglich; prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob es geöffnet ist.

Bei Bernatone Alphornbau können Sie eine Werkstattführung buchen, um mehr über die Herstellung des traditionellen Schweizer Alphorns zu erfahren. In der Werkstatt stehen laufend spielfertige Instrumente aus der Bernatone-Produktion zum Ausprobieren bereit. Das Ausprobieren erfolgt nach Absprache mit der Werkstatt.

Saisonale Aktivitäten und praktische Orientierung

Das kleine, familienfreundliche Schwimmbad Habkern ist solarbeheizt und bietet einen Kiosk, ein Kinderplanschbecken, einen Spielplatz sowie eine Liegewiese mit Picknickplatz. Im Sommer und Herbst wird es zum Baden genutzt; die saisonale Verfügbarkeit kann variieren. Von der Bushaltestelle Zäundli sind es wenige Gehminuten zum Bad, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar ist.

Für den Winter gibt es auf der Lombachalp beim Lägerstutz einen präparierten Schlittelhang. Das Skigebiet Habkern verfügt über ein Kinder-Winterparadies mit Schneekarussell, Zauberteppich und Figurenparcours. Der Skilift Habkern umfasst einen großen Skilift mit sieben Pistenkilometern. Diese Angebote setzen andere saisonale Schwerpunkte als die Moorerkundung oder der Schwimmbadbesuch.

Auch die Radwege unterscheiden sich nach ihren angegebenen Start- und Zielorten: Hohgant Bike ist 41 Kilometer lang und beginnt und endet in Habkern. Die Panorama-Bike-Route 2, Etappe 9, führt dagegen von Sörenberg nach Habkern. Die Bus-alpin-Linie 31.107 verbindet Habkern Zäundli mit der Lombachalp-Roteschwand und wird teilweise als Rufbus betrieben. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, damit Sie die Verbindung passend einplanen können.

Alpkäse und regionale Küche

Im Sommer und Herbst wird in Habkern ein Besuch einer Alpkäserei angeboten; die saisonale Verfügbarkeit kann variieren. Auf der Alp Heubühlen können Sie bei der Herstellung von Alpkäse zuschauen und frischen Käse vor Ort kaufen. Dort wird außerdem ein traditionelles Sennenfrühstück mit Rösti, Spiegelei und Käse angeboten. Damit ergänzen sich Einblicke in die Käseherstellung und eine konkrete Möglichkeit, regionale Produkte zu probieren, ohne dass daraus ein festes Tagesprogramm abgeleitet werden muss.

Weitere Reiseziele entdecken: Brienz, Brienzwiler, Beatenberg, Wilderswil, Wengen, Axalp, Lütschental, Leissigen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Interlaken.

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