Wimmis liegt am Fuß des Niesen. Zugleich erzählen Burg, Stadtmauer und Museum von der langen Rolle des Orts am Zugang zum Simmental. So stehen bei einem Aufenthalt Berglandschaft und Geschichte nebeneinander – von Wanderungen an der Burgfluh bis zu den Spuren früherer Besiedlung.
Schloss, Museum und historische Spuren
Die Burg von Wimmis wurde im frühen Mittelalter erbaut. Im 12. Jahrhundert wandelten die Freiherren von Strättligen sie in ein Schloss um. Zunächst die Burg, später das Schloss, diente über viele Jahrhunderte als Kontrollpunkt am wichtigen und teils heftig umkämpften Zugang zum Simmental. Reste der alten Stadtmauer zeugen von der mächtigen Bastion, die die Freiherren von Weissenburg am Eingang zum Simmental errichten ließen.
Das Museum im Gebäude der Gemeindeverwaltung zeigt die Geschichte und Entstehung von Wimmis. Es gibt außerdem Einblick in die Burgfluh-Festung und in die Tätigkeit der damaligen Pulverfabrik. Östlich des Dorfes zeugt der Pintelhügel von mehreren historischen Epochen: von keltischer Besiedlung, Weinbau durch römische Garnisonen, einer alamannischen Fluchtburg und einem mittelalterlichen Richtplatz.
Auch die alten Bauernhäuser prägen das Ortsbild. In Wimmis gibt es zahlreiche Gebäude mit einzigartiger Oberländer-Holzarchitektur. Das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1512 und könnte einst als Sust gedient haben.
Berglandschaft und Wege
Der Niesen ist Wimmis’ Hausberg und erreicht 2362 Meter über Meer. Von Wimmis aus ist er über verschiedene Routen in rund fünf Stunden zu Fuß erreichbar. Eine andere Zeitplanung bietet die Burgfluh: Die Halbtagswanderung führt über einen steilen Bergweg auf einen bewaldeten Felsrücken rund 300 Meter über dem Dorf. Die Bedingungen auf dem Bergweg können sich saisonal ändern; prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.
Die Bänkli-Tour in Wimmis dauert mit dem Fahrrad rund 2 Stunden und 45 Minuten, zu Fuß entsprechend länger. Wimmis liegt außerdem an verschiedenen Velorouten. Für die Tour empfiehlt es sich, Wegbedingungen und Beschilderung vor Ort zu prüfen; auch die Bedingungen auf den Routen können sich saisonal ändern. Die unterschiedlichen Zeitangaben helfen, die Unternehmungen einzuordnen: Die Niesen-Routen sind mit rund fünf Stunden zu Fuß veranschlagt, die Burgfluh als Halbtagswanderung und die Bänkli-Tour mit knapp drei Stunden auf dem Fahrrad.
Die Simmenfluh liegt auf 1397 Metern über Meer und ist bei Berggängern und Kletterern bekannt. Bei Dählen prägen lichte Nadelwälder die wilden, sehr steilen Felsgebilde. Ein weiterer markanter Landschaftspunkt ist die Port, der Engpass zwischen Simmenfluh und Burgfluh. Durch die eindrückliche Schlucht zwängen sich die Simme, Straßen und die Eisenbahn. Die Brücke bei der Port wurde um 1766 von Erasmus Ritter erbaut.
Führungen und Treffpunkte
Von April bis Oktober finden monatlich 1½-stündige Führungen durch Schloss und Kirche Wimmis statt. Prüfen Sie die Termine für Ihre Reise. Auch das jährlich stattfindende öffentliche Chirschmuesen bietet einen Einblick in die gemeinschaftliche kulinarische Tradition des Orts; organisiert wird es von Wimmis-Tourismus. Für die nächste Ausgabe empfiehlt es sich, den Termin lokal zu prüfen.
Der Wandervorschlag „Vom Simmental zum Thunersee“ führt bei Wimmis zur Feuerstelle Herrenmätteli. Dort lädt ein großer Outdoor-Spielplatz für Kinder und Erwachsene zum Verweilen und Picknicken ein. Wer die Tour einplant, sollte beachten, dass sie saisonal ist und sich die Bedingungen ändern können.
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