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In Oberwil Im Simmental reichen die Spuren menschlicher Geschichte von Höhlen der Urzeit bis zur Mauritiuskirche mit ihrer langen Baugeschichte. Dazu kommen konkrete Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem E-Bike zu erleben. Für Ihre Planung helfen die unterschiedlichen Angaben zu Routen: Ein Startpunkt, eine ungefähre Dauer oder die Beschaffenheit des Weges machen einzelne Vorhaben besser einschätzbar.

Höhlen und frühe Besiedlung

Die Höhlen in der Gsässfluh gelten als Zeugnisse der ältesten Besiedlung des Gemeindegebiets. Schnurenloch und Mamilchloch gehören zu den genannten Höhlen; sie wurden etwa 10.000 bis 20.000 Jahre vor Christus als menschliche Sommerwohnungen genutzt. Die große Zeitspanne vermittelt eine ungefähre Einordnung dieser frühen Nutzung.

Der Höhlenpfad führt vom Bahnhof Oberwil oder vom Parkplatz des Höhlenpfads in das Felsengebiet Gsässgrind. Dort befinden sich Zwärgliloch, Schnurenloch und Mamilchloch. Die Rundwanderung ab dem Höhlenparkplatz dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten. Oberwil Simmental Tourismus bietet außerdem Führungen mit Geschichten zu den Höhlen an. Wenn Sie eine Führung einplanen möchten, prüfen Sie vorab die aktuelle Verfügbarkeit.

Mauritiuskirche und historische Herberge

Die dem heiligen Mauritius geweihte Kirche wurde vermutlich von den Freiherren von Weissenburg gestiftet. 1228 erscheint sie erstmals unter dem Namen Berswil im Kirchenverzeichnis des Bistums Lausanne. Im 13. Jahrhundert entstand sie als kleine spätromanische Saalkirche mit Chor. Turm, Schiff und Sakristei stammen aus dem 14. und frühen 15. Jahrhundert. Im Inneren sind Fragmente flächendeckender Wandmalereien aus der Zeit vor der Reformation erhalten. Die verschiedenen Bauphasen und die Malereien geben der Kirche mehrere historische Bezugspunkte.

Auch der Gasthof Hirschen gehört zur Ortsgeschichte: Er wurde 1793 erstmals urkundlich erwähnt und galt als Säumerherberge zwischen Weissenburg und Boltigen. Heute wird der Gasthof nicht mehr betrieben.

Terrasse, Tal und Wege

Oberwil liegt auf einer sonnigen Terrasse etwa 100 Meter über dem schattigen Talgrund, durch den die Simme fließt. Die südexponierten Hänge oberhalb des Ortes bleiben bis weit hinauf schneefrei. So stehen die erhöhte Lage über dem Tal und die Ausrichtung der Hänge als zwei konkrete Landschaftsmerkmale im Mittelpunkt.

Die Hängebrücke Leiternweide ist 111 Meter lang; der Morgetenbach fließt 111 Meter unter ihr durch die Schlucht. An der Brücke vorbei führt die E-Bike-Tour Oberwil–Alp Morgete–Oberwil, die am Bahnhof Oberwil beginnt. Vor der Rückfahrt ist eine Pause im Alprestaurant Morgete vorgesehen. Prüfen Sie vorab, ob die Einkehr an Ihrem Termin möglich ist.

Für eine Tour zu Fuß kommt der Simmentaler Hausweg infrage. Er führt über teilweise asphaltierte Sträßchen mit wenig Verkehr sowie über Naturpfade und ist mit braunen Wegweisern ausgeschildert. Damit lassen sich unterschiedliche Wegoberflächen und die ausgeschilderte Orientierung in die eigene Planung einbeziehen.

Langlauf im Winter

Die Rossberg-Loipe ist mit dem Zug bis Oberwil erreichbar; einen Skibus gibt es nicht. Ein Teil der Loipe ist beleuchtet, sodass dort auch am Abend Langlauf möglich ist. Wenn Sie die Anreise mit der Bahn planen, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Reisetag. Bei der Tourenwahl unterscheiden sich damit die beschriebenen Möglichkeiten deutlich: Höhlenpfad und Hausweg führen zu Fuß, die Route zur Alp Morgete ist als E-Bike-Tour angelegt, und die Loipe bietet auf einem Teilstück abendliches Langlaufen.

Weitere Reiseziele entdecken: Weissenburg, Erlenbach Im Simmental, Därstetten, Spiez, Faulensee, Niederstocken, Horboden, Oey.

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