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Weissenburg bietet zwei unterschiedliche Zugänge zum Ort: die lange Geschichte seiner Thermalbäder und eine Wanderung mit Hängebrücke. Wer die Badegeschichte erkunden möchte, findet Spuren verschiedener Jahrhunderte; wer länger zu Fuss unterwegs sein will, kann die Route über den Leiternweide-Hängebrückenweg in seine Planung einbeziehen.

Thermalbäder und historische Spuren

Beim Hinteren Bad sind an erhaltenen Grundmauern Bauphasen vom 17. bis zum 20. Jahrhundert erkennbar. Die Ruinen der früheren Kur- und Hotelgebäude wurden 2014/15 saniert und sind öffentlich zugänglich. In der Neuzeit gehörte das Hintere Bad zu den bekanntesten Kur- und Heilbädern der Schweiz. Die sichtbaren Mauerreste machen die lange Nutzung des Ortes als Bad nachvollziehbar, ohne dass die einzelnen Bauphasen zu einer einzigen Entstehungszeit zusammenfallen.

Das Vordere Bad Weissenburg wurde 1849 in Betrieb genommen. Auf seinem Gelände befinden sich ein restaurierter Musikpavillon, eine Brätlistelle und ein Infopavillon zur Geschichte. Der Verein Bad und Thermalquelle Weissenburg bietet Führungen zur 400-jährigen Geschichte der Thermalquelle und der beiden Bäder an. Damit stehen für den Besuch sowohl bauliche Überreste als auch eine Führung zur Geschichte der Bäder zur Auswahl.

Eine weitere historische Station ist die Ruine Weissenburg, ein Relikt aus dem 13. Jahrhundert und einst Sitz der Freiherren von Weissenburg. Der Burghügel erhebt sich unmittelbar westlich der Ortschaft; ein steiles Strässchen führt hinauf. Auch die gedeckte Holzbrücke in Weissenburg erzählt von einer anderen Bauzeit: Sie wurde 1936 anstelle früherer Brücken errichtet. Diese Brücke und die Hängebrücke am Wanderweg sind zwei verschiedene Bauwerke.

Zu Fuss zum Bad oder über die Hängebrücke

Für den Weg vom Bahnhof Weissenburg zum Vorderen Weissenburgbad führt der Pfad an sorgfältig restaurierten Trockenmauern entlang. Das Weissenburg Bad ist vom Bahnhof aus über einen gut ausgebauten Weg in etwa 45 Minuten zu Fuss erreichbar. Der Weg gilt technisch und konditionell als sehr einfach. So lässt sich ein Besuch der Badeanlagen auch mit einem überschaubaren Gehabschnitt verbinden.

Mehr Zeit beansprucht der Leiternweide-Hängebrückenweg: Er ist eine Einwegroute von Weissenburg nach Oberwil, 6 km lang und dauert etwa 2 Stunden; der Aufstieg beträgt 380 m. Die Hängebrücke wurde 2013 eröffnet. Sie ist 111 m lang und führt 111 m über dem Morgetenbach durch die Schlucht. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen, da der Zugang von saisonalen Verhältnissen abhängen kann.

Die beiden Gehoptionen unterscheiden sich deutlich im Zeitansatz: Der Weg zum Bad dauert etwa 45 Minuten, während für den Hängebrückenweg rund zwei Stunden angegeben sind und 380 m Aufstieg hinzukommen. Wenn Sie vor allem die Bädergeschichte interessiert, können Sie den Besuch auf die Anlagen und eine angebotene Führung ausrichten. Für eine längere Wanderung sind die Streckenangaben des Hängebrückenwegs hilfreiche Eckpunkte der Tagesplanung.

Bei der Bahnhaltestelle Weissenburg können Sie am Brünneli das Weissenburger Wasser in mitgebrachte Flaschen abfüllen; ihm wird heilkräftige Wirkung zugeschrieben. Dieser kurze Halt ergänzt die Ortsgeschichte um einen Bezug zur Thermalquelle, ohne dass dafür eine Wanderung nötig ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niedersimmental.

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