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Signau verbindet Pilgerwege und Aussichtspunkte mit einer Ortsgeschichte, die sich an Brücke, Kirche und Erinnerungsorten zeigt. Die Gemeinde liegt im Kanton Bern in der Schweiz; die Umgebung im Emmental ist von Hügeln, grünen Weiden und Wäldern geprägt. Für Ihre Reise können Sie zwischen Wanderungen, Fahrradausflügen und historischen Themen wählen.

Wandern und Pilgerwege

Von Signau aus sind die Aussichtspunkte des Oberemmentals über ein dichtes Netz gut markierter Wanderwege zu Fuß erreichbar. Eine längere Möglichkeit ist die 16,6 Kilometer lange Pilgerwanderung von Signau über Chuderhüsi und Würzbrunnen nach Röthenbach i. E. Sie ist als mittelschwer eingestuft. Der Abschnitt von Signau nach Würzbrunnen folgt einem Panoramaweg, der bereits im frühen Mittelalter begangen wurde. So treffen auf der Route eine historische Wegtradition und eine klar beschriebene heutige Wanderung zusammen.

Die Pilgerwanderung ist mit der Bahn bis Signau erreichbar. Für die Rückreise verkehren Busse der Linie 271 ab Röthenbach i. E., Dorf, oder Röthenbach i. E., Chuderhüsi. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan und die saisonale Zugänglichkeit der Route. Auch Signau selbst lässt sich bei einer geführten Tour erkunden, die etwa eine bis eineinhalb Stunden dauert. Wenn Sie die Führung fest einplanen, prüfen Sie die aktuellen Tourdetails vorab.

Ortsgeschichte und Bauwerke

Ein markantes Bauwerk ist die Schüpbachbrücke: Die pfeilerlose Holzbogenkonstruktion stammt aus dem Jahr 1839 und dient noch heute dem Verkehr nach Langnau. Auch die Kirche verbindet verschiedene Zeiten. Am heutigen Standort stand bereits in romanischer Zeit, im 13. oder 14. Jahrhundert, eine Kirche; die heutige Gestalt geht größtenteils auf den Umbau von 1850 zurück. Die beiden Zeitangaben verweisen auf eine lange religiöse und bauliche Geschichte des Ortes.

Das schützenswerte Ortsbild von Signau wurde 1976 in das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung aufgenommen. Auch das Gemeindewappen hat eine lange Geschichte: Es ist seit 1674 bezeugt und geht auf das Wappen der Herren von Signau zurück. Später wurde es auch zum Wappen der ehemaligen Landvogtei und des Amtes. Diese Daten geben dem Ortsbild und seinem Wappen jeweils einen eigenen historischen Bezug.

Die sichtbaren Reste einer Burg, die im 14. Jahrhundert verfiel, werden im Sprachgebrauch „Altschloss“ genannt. Ein anderer Erinnerungsort ist der Gedenkstein für vier Soldaten, die nach ihrer Internierung in der Kirche von Signau starben. Zusammen mit der Kirche und der Brücke eröffnen diese Orte unterschiedliche Zugänge zur Geschichte Signaus: über Bauwerke, überlieferte Namen und ein konkretes Gedenken.

Landschaft und weitere Strecken

Rund um Signau laden ruhige, verkehrsarme Strässchen und Fahrwege zu Fahrradausflügen ein. Damit steht neben dem Wanderwegnetz eine weitere Möglichkeit offen, die Umgebung zu erkunden. Zu den besuchenswerten Zielen in der Umgebung zählen ein historischer Ortskern, alte Burgruinen und die Schlucht Änzeloch. Die Landschaft mit ihren Hügeln, Weiden und Wäldern bildet dazu den weiteren Rahmen.

Im weiteren regionalen Umfeld sind auf einer Strecke von rund 23 Kilometern 18 Holzbrücken zu sehen. Der gut beschilderte Weg lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Im Vergleich zur 16,6 Kilometer langen Pilgerwanderung ist dies die längere der beiden Streckenangaben. Die unterschiedlichen Längen und Fortbewegungsmöglichkeiten helfen Ihnen, eine Wanderung oder einen Fahrradausflug passend zu Ihrem geplanten Umfang auszuwählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gohl, Oberfrittenbach, Schangnau, Zollbrück, Lauperswil, Trubschachen, Langnau Im Emmental, Eggiwil.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Signau.

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