Zum Inhalt

Die Dorfkirche von Steffisburg wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt; archäologische Grabungen weisen jedoch darauf hin, dass am selben Ort bereits im 7. oder 8. Jahrhundert ein früheres christliches Gotteshaus errichtet wurde. Diese lange Vorgeschichte eröffnet einen Blick auf sehr unterschiedliche Themen: sakrale Baugeschichte, Kunst und Handwerk sowie Natur und Freizeit an der Zulg.

Kirche und Höchhus: zwei Baugeschichten

Die heutige Dorfkirche entstand 1681 durch Abraham Dünz I. als längsgerichteter protestantischer Predigtsaal. Dank ihrer hervorragenden Akustik finden in der Kirche viele Konzerte statt. So kommen Baugeschichte und musikalische Nutzung in demselben Gotteshaus zusammen.

Das Grosse Höchhus ergänzt diese Perspektive mit einem ländlichen Herrensitz. Seine heutige Form wird auf 1526 datiert; im Kanton Bern gehört es zu den wenigen erhaltenen Herrensitzen dieser Zeit. Im Bauinventar des Kantons Bern ist es als gesamtschweizerisch wichtiger spätmittelalterlicher Herrschaftsbau verzeichnet. Im Restaurant des Hauses sind unter einem Glasboden restaurierte Reste eines Töpferofens aus dem 19. Jahrhundert sichtbar.

Kunst und Töpferhandwerk

Das Museum «zur alten Töpferei» wurde im Sommer 2023 auf dem Gemeindegebiet von Steffisburg eröffnet. Majolika-Arbeiten stehen dort im Mittelpunkt. Die Sammlung Hans & Marlis Suter umfasst Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts, mit einem Schwerpunkt auf der Region Thun und dem Kanton Bern. Im Dachgeschoss des Höchhus finden sporadisch Wechselausstellungen aus der Sammlung statt; sie umfassen Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Plastiken. Wenn Sie gerade eine solche Präsentation einplanen möchten, prüfen Sie vor der Reise die Termine.

Auch der Verein Kunsthaus Steffisburg organisiert kulturelle Anlässe und Aktionen im öffentlichen Raum von Steffisburg. Damit reicht das Kulturangebot von der Geschichte eines einzelnen Bauwerks bis zu Kunst und Veranstaltungen im öffentlichen Raum.

Zulg und Natur in Steffisburg

Die Zulg ist ein Gebirgsfluss, der mitten durch Steffisburg fliesst und bei Heimberg in die Aare mündet. Sie ist zugleich ein wertvoller Erholungsraum. Wilde Orchideen wachsen in Steffisburg in Wäldern, an Wegrändern und auch im Siedlungsgebiet. Eine Erhebung im gesamten Gemeindegebiet stellte sieben Arten an mehr als 60 Standorten fest; die Zahl der Standorte kann sich im Lauf der Zeit ändern. Die in Steffisburg vorkommenden wilden Orchideen sind gesamtschweizerisch geschützt.

Badi, Brätlistelle und Wege

Die Badi Steffisburg liegt am Ausgang des engen Zulgtals und wird saisonal betrieben. Zu ihr gehören grosszügige Aufenthaltsbereiche für alle Altersgruppen und eine 52 Meter lange Wasserrutschbahn, die 1986 eingeweiht wurde. Prüfen Sie vorab, ob die Badi während Ihres Reisezeitraums in Betrieb ist. In unmittelbarer Nähe gibt es ausreichend Velo- und Autoparkplätze; die Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sind etwa fünf Gehminuten entfernt.

Die Brätlistelle Zulgboden liegt an der Zulg und ist ein offizieller Grill- und Picknickplatz mit Tischen, Sitzgelegenheiten und WC-Anlage. Die Zufahrt mit Motorfahrzeugen ist nicht gestattet; beidseits des Gummstegs stehen Parkplätze zur Verfügung. Diese Bedingungen unterscheiden den Besuch am Grillplatz klar vom Badibesuch.

Die Route «Abenteuer Zulggraben» beginnt nahe der Bushaltestelle Steffisburg/Post. Sie führt bachaufwärts einem gewundenen Abschnitt der Zulg entlang durch einen schönen Mischwald und verläuft vollständig auf signalisierten Wanderwegen.

Eine andere Aktivität ist die geführte Aare-Bootsfahrt: Sie beginnt in Steffisburg Schwäbis und führt von Thun nach Bern. Teilnehmende können zwischendurch ins erfrischende Wasser springen; Wasserbedingungen und Sicherheitsbeschränkungen können variieren. Prüfen Sie vor der Reise die Verfügbarkeit der Fahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Uetendorf, Oberhofen Am Thunersee, Uebeschi, Tschingel Ob Gunten, Blumenstein, Forst bei Längenbühl, Sigriswil, Buchholterberg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Thun.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.