Zum Inhalt

Cavardiras verbindet ein Ortsbild von nationaler Bedeutung mit der Geschichte der Filialkirche St. Antonius von Padua und mehreren benannten Wanderzielen. Für die Planung ist es hilfreich, die Wege nach ihren jeweiligen Ausgangs- und Endpunkten zu unterscheiden: Die Wanderung zur Alp Soliva beginnt im Dorf, der Zustieg zur Camona da Cavardiras CAS dagegen an der Bergbahnstation Caischavedra.

Ein bäuerliches Ortsbild über dem Vorderrhein

Cavardiras liegt auf einer langen, schmalen Rodungsterrasse hoch über dem Oberlauf des Vorderrheins. Zum Ortsbild von nationaler Bedeutung tragen die praktisch unverbaute Landschaft, die Fernwirkung und die baulichen Qualitäten innerhalb der Siedlung bei. Kennzeichnend ist eine geschlossene Gruppe dicht gesetzter, gut erhaltener bäuerlicher Wohnhäuser und Stallscheunen. Ihre Giebel sind dem Tal zugewandt. Die Bebauung und ihre Lage in der Landschaft gehören so gemeinsam zum Charakter des Ortes.

Die Geschichte und Architektur der Antoniuskirche

Die Vorgeschichte der Filialkirche St. Antonius von Padua reicht ins Jahr 1662 zurück. Kapuziner errichteten damals eine kleine Kapelle mit nur einem Altar; am 6. Dezember 1662 wurde sie dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Wenig später ersetzte eine barocke Kirche die Kapelle. Damit lässt sich die Entwicklung vom kleinen Kapellenbau zum späteren Kirchenbau zeitlich einordnen.

Die Filialkirche ist ein schlanker barocker Saalbau mit Lisenengliederung. Sie steht exponiert auf einer kleinen Erhebung an der talseitigen Terrassenkante und ist weithin sichtbar. Der Bau ist nach Osten ausgerichtet: Auf das rechteckige Schiff folgt ein eingezogener, dreiseitig geschlossener Chor. Diese Merkmale geben dem Kirchenbau eine klare, längsgerichtete Form.

Wanderungen ab Cavardiras und auf dem Weg zum Lag da Laus

Die Wanderung „Disentis – Alp Soliva“ beginnt im ganzjährig bewohnten Cavardiras. Von dort führt sie aufwärts durch schattige Wälder und an Maiensässhütten vorbei. Weiter geht es durch Bestände von Alpenrosen zur gerundeten Kuppe der Alp Soliva. Bei entsprechender Sicht bietet die Route Ausblicke auf die Gletscher des Oberalpstocks und des Tödi. Ein im Voraus arrangiertes Taxi verkürzt die Wanderroute um etwa eine Stunde; organisieren Sie den Transport rechtzeitig, wenn Sie diese Möglichkeit einplanen.

Der Lag-da-Laus-Trail führt von Disentis in Richtung Brulf und Cavardiras auf einem signalisierten Wanderweg. Er zweigt zu den Maiensässen Caischavedra ab und führt anschließend weiter zum Lag da Laus. Auf der Val-Russein-Route erreicht man Cavardiras nach einem kurzen Abstieg zum Rhein und einem ersten sanften Anstieg. Die Routenbeschreibungen setzen damit unterschiedliche Akzente: Beim Lag-da-Laus-Trail sind die Wegfolge und der See als Ziel benannt, bei Val Russein die Annäherung über den Rhein.

Anreise und längere Hüttentour

Für die Anreise nach Cavardiras fahren Sie mit dem Zug von Chur oder Andermatt bis Disentis; von dort geht es anschließend zu Fuß in etwa einer Stunde weiter. Zum Lag-da-Laus-Trail führt die Bahnanreise von Chur über Ilanz oder von Andermatt über Sedrun bis Disentis. Die Angabe von etwa einer Stunde betrifft den Fußweg nach Cavardiras; für die Bahnanreise zum Trail ist Disentis der genannte Zielpunkt.

Die Camona da Cavardiras CAS ist von Disentis, Cumpadials und dem Maderanertal aus erreichbar. Ein Zustieg von der Bergbahnstation Caischavedra führt über Lag Serein und umfasst etwa 950 Höhenmeter; dafür sind ungefähr 3,5 bis 4 Stunden angegeben. Diese Zeit und der Höhenunterschied beziehen sich auf den Zustieg zur Hütte. Sie sind daher von der etwa einstündigen Weiterreise zu Fuß von Disentis nach Cavardiras zu unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Segnas

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Disentis/Mustér.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.