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Innerthal liegt am nordöstlichen Ufer des Wägitalersees; die gesamte Seefläche gehört zur Gemeinde. Rundweg am See, Bergtouren und lokale Bau- und Traditionsgeschichte setzen unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt.

Stausee und Bergkulisse

Der Wägitalersee ist ein Stausee im oberen Wägital. Seine Staumauer wurde 1924 fertiggestellt; das im See gespeicherte Wasser wird grösstenteils im Winter zur Stromerzeugung genutzt. Beim Füllen des Sees wurde 1924 das ursprüngliche Dorf Innerthal überflutet. Die Ortsgeschichte ist damit eng mit der Entstehung des Stausees verknüpft.

Innerthal liegt als Berggemeinde in einem Talkessel, der von Gross Aubrig, Fluebrig, Mutteristock und Brünnelistock umgeben ist. Zusammen mit dem See prägen diese Berge die geografische Lage des Orts im Wägital.

Am See und auf den Wegen

Der Rundweg um den Wägitalersee ist als mittelschwer eingestuft und für Familien geeignet. Er verläuft auf einer asphaltierten, wenig befahrenen Strasse mit reduziertem Tempo und ist für Kinderwagen sowie Rollstühle geeignet. An der Route liegt die Hundlochquelle, die einer Grotte ähnelt.

Eine Wanderung beginnt am Wägitalersee in Innerthal. Zunächst führt sie auf einer Strasse in Richtung Gwürzwald, danach über einen abwechslungsreichen Naturweg zur Schwarzenegg. Dort werden die imposanten Kalkmauern der Bockmattlitürme sichtbar.

Bergtouren mit unterschiedlichen Profilen

Die SAC-Normalroute zur Bockmattlihütte startet bei der Post in Innerthal auf 906 m Höhe. Sie führt über die Schwarzenegg und anschliessend auf dem Kamm südwärts. Die Route ist mit T1 bewertet; für sie sind 1:30–2 Stunden und 620 Höhenmeter Aufstieg angegeben.

Eine andere SAC-Option ist die Skitour von Innerthal zum Bockmattlistock. Sie ist mit S− bewertet und dauert 2:30–3 Stunden; für Aufstieg und Abstieg sind jeweils 1.030 Höhenmeter angegeben. Die Zeiten, Höhenmeter und Aktivitätsarten unterscheiden die beiden Touren klar voneinander.

Kirche, Brücke und Tradition

Die neue Kirche St. Katharina wurde 1924 an ihrem heutigen Standort errichtet. Die kleine Kirche lädt zur stillen Andacht ein. Ein weiteres Bauwerk mit Bezug zur Infrastruktur am See ist die Schrähbachbrücke: Südlich der Staumauer Schräh führt sie in einem leichten Bogen über den Schrähbach und setzt die Strassenführung um den Wägitalersee fort. Die 59 Meter lange Stahlbetonbrücke wurde vom Schweizer Ingenieur und Pionier Robert Maillart konstruiert.

Auch die Sennenbruderschaft gehört zur Ortsgeschichte. Sie wurde 1598 gegründet und besteht bis heute. Ihren festlichen Höhepunkt bildet die urtümliche Sennengemeinde in Innerthal, die jeweils am zweiten Septembersonntag stattfindet; der Termin kann von Jahr zu Jahr variieren.

Anreise und praktische Planung

Von Siebnen führt eine 13 km lange, kurvenreiche Bergstrasse durch das Wägital nach Innerthal. Von der Sihlsee-Seite ist der Ort über die Sattelegg erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Sie mit der SBB bis Siebnen-Wangen und anschliessend mit dem Postauto der Linie NFB 523. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Am Wägitalersee gibt es an der Seestrasse 2 in Innerthal ein Angebot für Fischerei und Bootsvermietung. Klären Sie vor dem Besuch die Verfügbarkeit.

Weitere Reiseziele entdecken: Tuggen, Reichenburg, Wangen, Lachen, Vorderthal.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: March.

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