Am Hirschlensee zeigt sich Reichenburg von einer besonderen Seite: Der See entstand in den 1960er- und 1970er-Jahren im Zusammenhang mit der Kiesgewinnung für den Autobahnbau der N3. Am See wird gebadet und geangelt. Zusammen mit dem Gnossami-Rundweg, der Feuerstelle Gwerderwald und den Touren zur Kistleralp und am Buechberg bietet die Gemeinde konkrete Anknüpfungspunkte für Natur, Bewegung und Ortsgeschichte.
Zwischen Linthebene und Voralpenrand
Reichenburg ist eine politische Gemeinde im Bezirk March des Kantons Schwyz in der Schweiz. Sie liegt am Voralpenrand; das Gemeindegebiet erstreckt sich über die südliche Linthebene und die südlichen Berghänge. Die Lauihöhe ist mit 1.455 Metern der höchste Punkt der Gemeinde. Nach dem Stand von 2006 wurden 56,5 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt und 34,3 Prozent waren bewaldet. Wer im Hirschlensee baden möchte, sollte vor dem Schwimmen die Sicherheitsbedingungen prüfen.
Wanderweg und Rundweg
Die Feuerstelle Gwerderwald liegt oberhalb des Dorfs auf etwa 570 m ü. M. direkt an der offiziellen Wanderwegroute. Vom Mehrzweckgebäude aus erreichen Sie sie zu Fuß in ungefähr 25 Minuten. Prüfen Sie vor dem Besuch den aktuellen Zustand der Einrichtung. Der Gnossami-Rundweg wurde anlässlich des 550-Jahr-Jubiläums der Genossame Reichenburg erstellt. Er bietet Ausblicke auf das Dorf und umfasst unter anderem einen Barfussweg.
Zwei unterschiedliche Radtouren
Die Bike-Tour zur Kistleralp dauert für sportliche Radfahrer etwa eine Stunde und umfasst rund 9 Kilometer sowie 750 Höhenmeter. Von der Tour aus bieten sich Ausblicke auf Reichenburg, die Linthebene und den Zürichsee. Trainierte Radfahrer können sie in Richtung Sonnenberg und weiter in Richtung Niederen verlängern; prüfen Sie vorab die Wegbedingungen, wenn Sie diese Option einplanen. Anders profiliert ist die Buechberg-Tour: Sie beginnt und endet in Reichenburg, umfasst 20 Kilometer und 200 Höhenmeter und dauert etwa 1,5 Stunden. Im Vergleich ist sie länger, weist aber deutlich weniger Höhenmeter auf; die Kistleralp-Tour ist kürzer und höhenmeterreicher.
Ortsgeschichte und Kantonschilbi
Die katholische Kirche ist ein Wahrzeichen der Gemeinde und liegt auf dem Burghügel mitten im Dorf. Ihr Innenraum gehört zu den wenigen Beispielen im Kanton Schwyz für einen Kirchenraum im Stil der schlichten Moderne. Das ehemalige Beinhaus in Reichenburg stammt aus den Jahren 1660/61 und gehört zu den Bauten am Übergang von der retardierenden Gotik zum Frühbarock. Die Friedenskapelle wurde 2009 vollständig saniert.
Die Kantonschilbi Reichenburg findet traditionsgemäß jedes Jahr am Wochenende des zweiten Sonntags im Oktober statt. Auf dem Rummelplatz gibt es Schausteller und Bahnen; außerdem gibt es Angebote von Vereinen, der Schule und Privatpersonen. Da das jährliche Programm variiert, prüfen Sie vor der Reise das konkrete Datum und die Angebote.
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