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Im Hölloch beginnt die Entdeckung Muotathals unter der Erde: Die Kurzführung wird ganzjährig angeboten, und die Temperatur in der Höhle beträgt das ganze Jahr 6 °C. Sie umfasst die ersten 700 Meter über Wege und Treppen, die vor mehr als 100 Jahren angelegt wurden. Die gleichbleibende Kühle ist bei der Planung zu bedenken; warme Kleidung ist für den Aufenthalt naheliegend.

Höhle, Karst und Bödmerenwald

Zu Muotathals Landschaften gehören die großen Karstgebiete Bödmeren-Silbern-Charetalp und die höhlenreiche Gegend zwischen Pragel und Bisistal, insbesondere das Hölloch. Einen anderen Blick auf die Natur eröffnet die geführte Bödmeren-Urwaldexkursion: Sie führt von nacktem Hochgebirgskarst über Pionierpflanzen bis zum dichten subalpinen Fichtenwald. Der Bödmerenwald ist ein primärer subalpiner Fichtenwald; sein Kernbereich erfüllt die Kriterien eines Urwaldes. Bei der Höhlenführung stehen angelegte Wege und Treppen im Mittelpunkt, während die Exkursion die Abfolge verschiedener Vegetationsphasen zeigt.

Im hinteren Muotathal gilt die Glattalp als Naturgebiet mit alpiner Pflanzenwelt, weidenden Tieren und dem Glattalpsee. Wanderwege führen zum Aussichtspunkt Pfaff und in Richtung Klausenpass. So reichen die beschriebenen Landschaften von der Karst- und Höhlenwelt bis zu alpiner Pflanzenwelt und Bergwegen.

Winterwandern und Wege mit Geschichte

Für das Winterwandern gibt es unterschiedliche Landschaftsbilder: Die Rundroute zum Guggelipass verläuft auf der sonnigen Talseite und führt an Wald, Wildbächen, Weideland und Aussichtspunkten vorbei. Ein ruhiger Winterwanderweg folgt dagegen der Muota über den Damm am landwirtschaftlich genutzten Talboden; der Zugang ist über die Bushaltestelle Vordere Brücke oder den Parkplatz Rambach möglich. Entlang dieses Weges liegen der Wildbach, das flache Kulturland und die umgebende Berglandschaft.

Auch die Guggeli-Route verbindet eine Route mit historischen Bezügen. Sie beginnt in Wil, dem ältesten Teil des Dorfs Muotathal, und führt am Kloster St. Josef vorbei. Dort leben und arbeiten noch heute Franziskanerinnen. Mit dem Kloster verbunden ist außerdem der Feldzug des russischen Generals Suworow im Jahr 1799. Wer sich für Sakralbauten und Ortsgeschichte interessiert, findet im Altchloster, in der Pfarrkirche und in der Klosteranlage weitere konkrete Anknüpfungspunkte.

Bauwerke, Siedlungsspuren und lokale Traditionen

Im Gemeindegebiet sind Hunderte aufgegebene Siedlungsplätze erhalten. Mauerreste und weitere Spuren in der Landschaft zeugen von der nomadisierenden Hirtenkultur des Mittelalters. Das Altchloster, die alte Klosterkirche, gilt als ältestes erhaltenes Bauwerk der Gemeinde. Seine Weiheurkunde stammt aus dem Jahr 1347 und bezeugt einen Bau mit spätromanischer Grundstruktur.

Die Frauengemeinschaft des Frauenklosters Muotathal schloss sich 1288 dem Franziskanerorden an. Die heutige Klosteranlage wurde zwischen 1684 und 1693 erbaut. Die den Heiligen Sigismund und Walburga geweihte Pfarrkirche entstand zwischen 1786 und 1793. Zur örtlichen Baukultur gehören außerdem traditionelle Bauernhäuser in Blockbauweise mit Klebdächern und Lauben. Diese Bauwerke und Siedlungsspuren erzählen unterschiedliche Kapitel der Geschichte: von mittelalterlichen Lebensformen über Klostertradition bis zur späteren Dorfarchitektur.

Eine weitere lokale Besonderheit sind die Muotathaler Wetterpropheten. Sie stützen ihre Vorhersagen auf Beobachtungen von Natur und Tieren sowie auf örtliche Wind- und Wetterlagen. Ihre Versammlungen finden zweimal jährlich statt, im April und Oktober. Im unterirdischen Kommandoposten Selgis stehen wiederum geschützte Wandbilder im Mittelpunkt; besichtigt werden kann er im Rahmen von Führungen.

Als weitere Aktivität umfasst das Erlebnis Husky-Traum einen kurzen Spaziergang in Begleitung von Huskys. Je nach Tagesablauf kann auch die Mithilfe beim Pflegen und Füttern des Rudels dazugehören. Die unterschiedlichen Angebote setzen eigene Schwerpunkte: Höhlenwege, Wald- und Winterwanderungen, Baugeschichte oder Begegnungen mit Tieren.

Anreise und Orientierung

Muotathal ist über die A4 in Richtung Schwyz erreichbar. Die Straße über den Pragelpass ist einspurig und von Montag bis Freitag befahrbar. Prüfen Sie vor der Fahrt die saisonalen und verkehrlichen Einschränkungen dieser Straße.

Weitere Reiseziele entdecken: Schwyz, Goldau, Brunnen, Rickenbach Bei Schwyz, Arth, Rothenthurm, Illgau, Steinen.

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