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Im Bundesbriefmuseum in Schwyz steht der berühmte Bundesbrief von 1291 im Mittelpunkt. Die Ausstellung zeigt außerdem die wichtigsten Bündnisse der Alten Eidgenossenschaft und eine einzigartige Fahnensammlung. Sie erklärt auch, welche Rolle Mythen für die nationale Identität der Schweiz spielen. So führt der Besuch von einem konkreten historischen Dokument zu der Frage, wie gemeinsame Erzählungen ein Land prägen.

Eine weitere Perspektive eröffnet das Forum Schweizer Geschichte Schwyz. In seinem Erlebnisparcours begegnen Kinder und Erwachsene den mittelalterlichen Entstehungsbedingungen der Alten Eidgenossenschaft. Das Museum befindet sich in einem barocken Korn- und Zeughaus aus dem Jahr 1711; im Inneren prägt eine zeitgemäße, großzügige Architektur die Räume. Ein Audioguide ist auf Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch verfügbar.

Historische Häuser in Schwyz und Muotathal

Bei der Ital Reding-Hofstatt liegen innerhalb der Einfassungsmauer das Herrenhaus, das Haus Bethlehem und ein Ökonomiegebäude, in dem sich heute die Kantonsbibliothek befindet. Ital Reding ließ das Herrenhaus ab 1609 erbauen; ein Barockgarten und zwei Schattenhäuschen flankieren es. Das Haus Bethlehem stammt von 1287. In seinem gemauerten Sockel befindet sich ein im 16. Jahrhundert eingerichteter Saal mit Wandmalereien – ein eigener Blick auf die Bau- und Wohnkultur verschiedener Zeiten.

In Muotathal gilt das Altchloster wahrscheinlich als ältestes noch erhaltenes Bauwerk der Gemeinde. Seine Weiheurkunde von 1347 bezeugt einen Bau mit spätromanischer Grundstruktur. Einen anderen Zeitbezug bietet das Frauenkloster: Es ist älter als die Eidgenossenschaft, während die heutige Klosteranlage zwischen 1684 und 1693 erbaut wurde. Die unterschiedlichen Daten helfen, die lange Baugeschichte der Gemeinde einzuordnen, ohne die beiden Orte miteinander zu verwechseln.

Bödmerenwald und Hölloch

Der Bödmerenwald umfasst einen primären subalpinen Fichtenwald. Sein Kernbereich erfüllt die Kriterien eines Urwaldes und beherbergt eine große Vielfalt an Tier- und Pflanzengemeinschaften. Der Wald liegt in einem eidgenössischen Jagdbanngebiet und kann auf offiziellen Wanderwegen begangen werden. Naturerlebnis und Schutzgebietsstatus gehören hier zusammen: Bleiben Sie für einen Besuch auf den ausgewiesenen Wegen.

Unter dem Karstgebiet Bödmeren-Silbern-Twärenen-Charetalp erstreckt sich das Hölloch. Bisher sind rund 190 Kilometer der Höhle vermessen. Die Kurzführung führt durch die ersten 700 Meter und umfasst echte Dunkelheit und absolute Stille; zum Abschluss gehört ein kleines Höhlenkonzert dazu. Im Rahmen der Führung können auch ein Höhlen-Apéro oder ein Höhlen-Raclette bei Kerzenlicht und Höhlenmusik angeboten werden.

Wege und Erlebnisse mit unterschiedlichem Charakter

Am Stoos verbindet der Panoramaweg Fronalpstock eine relativ flache Wegführung mit Aussicht auf zehn Seen und zahlreiche Gipfel der Zentralschweiz. Der Mythenweg ist deutlich anspruchsvoller: Von der Holzegg führt er über 47 Kehren zum Gipfel. Der als T3 eingestufte, mit Ketten gesicherte Bergweg ist steil und anspruchsvoll; er setzt sehr gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Prüfen Sie vor der Tour die Wetterbedingungen. Von Schwyz aus erreichen Sie Stoos mit der Standseilbahn in etwa sieben Minuten, von Morschach aus mit der Luftseilbahn in rund 17 Minuten.

Auch die Erlebnisse bei Sattel-Hochstuckli setzen unterschiedliche Akzente. Der Skywalk ist 374 Meter lang und führt bis zu 58 Meter hoch über das wildromantische Lauitobel. Die Sommerrodelbahn Stuckli Run misst 600 Meter; Tunnel und Steilwandkurven prägen ihre Strecke. Die Zahlen beschreiben zwei ganz verschiedene Arten, eine Landschaft zu erleben: auf einer Hängebrücke hoch über dem Tobel oder auf einer kurvenreichen Rodelbahn.

Für Familien ist der etwa 30-minütige Husky-Lehrpfad ein interaktiver Lernweg: Informationstafeln und Mitraten vermitteln Wissenswertes über Huskys. Beim Husky-Trekking in Muotathal lernen Teilnehmende Schlittenhunde kennen und gehen mit einem speziellen Anseilgurt auf Naturwegen und Bergpfaden. Je nach Gruppenanspruch dauert das Trekking rund 1,5 bis 2 Stunden. Eine Besichtigung des Husky-Geheges setzt einen anderen Schwerpunkt: Dort erfahren Besucherinnen und Besucher mehr über die 30 Siberian Huskies der Erlebniswelt Muotathal sowie über ihre Arbeit, Haltung und ihren Charakter.

Die Schwyzer Tour bietet eine weitere Möglichkeit, Orte und Geschichte unterwegs kennenzulernen. Die 26 Kilometer lange Rundroute beginnt und endet in Brunnen und umfasst 840 Höhenmeter Aufstieg. An elf Schautafeln geht es um bedeutende Plätze, Straßen und Gassen, öffentliche Gebäude, Patrizierhäuser, Klöster, Kirchen und Kapellen. So ergänzt die Tour die Museumsbesuche um Informationen zu den Gebäuden und öffentlichen Orten, die den Schwyzer Alltag und seine Geschichte sichtbar machen.

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