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In Alpthal geben Wanderwege durch die Berglandschaft und saisonale Winterangebote unterschiedliche Schwerpunkte für den Aufenthalt vor. Der Innerschweizer Jakobsweg führt von Einsiedeln über Alpthal und Brunni zur Haggenegg und weiter nach Schwyz. Im Winter kommt die Panorama-Schlittelroute am Skilift Brunni hinzu. Wer seine Zeit plant, kann so zwischen einer Streckenverbindung, einer Gipfeltour, einer Rundwanderung und kürzeren Winteraktivitäten unterscheiden.

Wandern: Streckenweg, Gipfel und Rundtour

Der Mythenweg beginnt in Brunni auf 1.100 Metern und führt über die Holzegg auf 1.405 Metern. Danach verläuft er als schmaler Serpentinenweg zum 1.899 Meter hohen Gipfel des Grossen Mythen. Vom freistehenden Gipfel reicht der Blick über die Glarner und Urner Alpen, den Vierwaldstättersee und das Unterland. Der Weg verbindet damit einen klaren Höhenverlauf mit dem Ziel am Gipfel; eine Gehzeit ist für diese Route nicht angegeben.

Eine andere Tourenform bietet der Rundwanderweg Brunni–Rotenfluh–Brunni: Er führt über Holzegg und Rotenfluh sowie durch das Zwäckentobel zurück nach Brunni und dauert etwa drei Stunden. Diese ungefähre Dauer hilft bei der zeitlichen Einordnung der Rundtour. Der Jakobsweg wiederum setzt den Schwerpunkt auf eine längere Verbindung zwischen Einsiedeln und Schwyz, die durch Alpthal und Brunni führt.

Auch der Klettergarten Holzegg liegt an einer beschriebenen Route ab Brunni: Der Zugang führt mit der Luftseilbahn zur Holzegg und anschliessend über einen kurzen Abschnitt des Wanderwegs in Richtung Grosser Mythen. Die Luftseilbahn verkehrt saisonal. Prüfen Sie für Ihre Planung daher den Fahrplan, wenn Sie diesen Zugang nutzen möchten.

Winterrouten und saisonale Bedingungen

Die Panorama-Schlittelroute liegt direkt beim Skilift Brunni. Je nach Schneeverhältnissen ist sie 300 bis 600 Meter lang, präpariert und vom Skigebiet beziehungsweise der Skipiste abgetrennt. Ihre Länge hängt also von der Schneelage ab. Im Brunni-Alpthal gibt es ausserdem einen gesicherten Schneetöff-Park mit abgestecktem Parcours: Kinder können dort fahren, der Park ist für Kinder von fünf bis elf Jahren ausgelegt.

Für Schneeschuhtouren ist die saisonale Einschränkung im Naturschutzgebiet Ibergeregg wichtig. Zu den Routen gehören Wildruhegebiete, die vom 1. Dezember bis zum 31. März nicht betreten werden dürfen. Eine weitere Naturroute führt durch das Jagdbanngebiet Mythen, in dem Wildtiere vor Jägern geschützt sind. Diese Angebote unterscheiden sich damit nicht nur nach Aktivität, sondern auch nach den jeweils geltenden Bedingungen.

Landschaft und Alpkäse

Die Gemeinde Alpthal liegt im hinteren Teil des Alptals; die Alp durchfliesst die Gemeinde. Das Erholungsgebiet wird als Berglandschaft für Wandernde und Radfahrende beschrieben. Eine besondere Verbindung von Weg und lokaler Produktion bietet der Alpchäs-Wäg: Er führt über Bergweiden mit Trockensteinmauern und ermöglicht, Alpkäse dort zu kosten, wo er produziert wird. Die Verfügbarkeit auf den Höfen kann variieren.

Kapellen und Geschichte des Alptals

Die Filialkirche Alpthal wurde 1797 zu Ehren der heiligen Apollonia eingeweiht und erhielt das Tauf- und Begräbnisrecht. In der Umgebung wurde 1870 die Haggeneggkapelle errichtet. An ihrem Standort war während des französischen Vormarschs von 1798 das Gnadenbild der «schwarzen Muttergottes» aufbewahrt worden; der Ort wurde danach wiederholt verehrt.

Östlich des Grossen Mythen liegt auf der Holzegg, auf etwa 1.400 Metern Höhe, die Bruder Klausenkapelle Holzegg. Sie wurde am 17. Juli 1949 eingesegnet. Zusammen mit der Filialkirche und der Haggeneggkapelle ergibt sich ein Blick auf unterschiedliche Kapitel der lokalen Sakralgeschichte, von der Einweihung der Kirche im 18. Jahrhundert bis zur Kapelle auf der Holzegg im 20. Jahrhundert.

Die ältere Talgeschichte betrifft ausdrücklich das Albetal: Kaiser Heinrich II. schenkte es 1018 dem Kloster Einsiedeln. Der territoriale Anspruch der Schwyzer auf das Tal wurde durch den Frieden von 1350 bestätigt.

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