Bodio TI steht für Wanderwege im Valle Leventina sowie für Kirchen- und Industriegeschichte. Die Pfarrkirche Santo Stefano vereint neoromanische mit neobarocken Elementen.
Wandern im Valle Leventina
Die Route „Di chiesa in chiesa sopra la Valle Leventina“ beginnt in Bodio TI. Von Bodio führen außerdem Wanderwege zur Strada alta della Leventina bei Sobrio. Wenn Sie diese Wege einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegverhältnisse. Im Valle Leventina verläuft auch eine kulturhistorische Route auf einem historischen Weg mit gepflasterten Abschnitten, Treppen, Brücken und ländlichen Bauten. Weggestaltung und Bauten entlang der Strecke gehören dabei zum Wanderthema. In der Umgebung von Monda führt ein kurzer Abstecher vom Weg zu einem Wasserfall. Eine Route in der Umgebung führt über eine alte Römerbrücke über den Ticino und erreicht anschließend das Dorfzentrum von Giornico.
Kirchen und Ortsgeschichte
Die erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche Santo Stefano in Bodio stammt aus dem Jahr 1227. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche durch einen Erdrutsch zerstört. Der Glockenturm wurde 1776 errichtet; zwischen 1856 und 1857 wurde der Hauptbau umfassend verändert und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild. Die Jahreszahlen markieren verschiedene Phasen: Die frühe Erwähnung datiert nicht das heutige Erscheinungsbild der Kirche.
Auch die Chiesetta di San Felice befindet sich in Gesora in Bodio. Bodio ist außerdem der Geburtsort von Stefano Franscini. Zusammen mit Santo Stefano geben diese Bezüge einen Eindruck von der Kirchen- und Ortsgeschichte der Gemeinde.
Industrie, Ticino und Natur
Das Stahlwerk Monteforno war von 1946 bis 1994 in Bodio im Valle Leventina in Betrieb. Es ist mit der Wirtschafts-, Industrie- und Sozialgeschichte Bodios verbunden und gilt als eines der wichtigsten Industrieunternehmen des Tessins. Monteforno wurde nach dem Pizzo Forno benannt, einem 2.907 Meter hohen Berg, der von Bodio aus in nördlicher Richtung sichtbar ist. Zum industriellen Erbe gehört auch das alte Kraftwerk Biaschina in Bodio, dem architektonischer Wert zukommt.
Eine weitere Geschichte handelt vom historischen Holzflößen auf dem Ticino. Der sogenannte „fosso“ war ein halb künstliches Becken, in dem Stämme gesammelt und vorbereitet wurden. Anschließend verband man sie zu kleinen Flößen und ließ sie auf dem Fluss weiterflößen. Das Becken war damit Teil der Vorbereitung des Holzes für den Transport auf dem Ticino.
Das Biotopo AlpTransit Gaïsc liegt oberhalb des Südportals des Eisenbahn-Basistunnels bei Bodio. Es umfasst Gebüsche, Trockenwiesen und einen Teich. Im Biotop sind Gruppen-Einsätze im Ökoehrenamt für Unternehmen oder Schulen möglich. Wenn Sie eine Teilnahme planen, stimmen Sie die aktuellen Rahmenbedingungen vorher ab.
Anreise und Unterkunftssuche
Von Airolo oder Bellinzona aus erreichen Sie Bodio TI mit Zug und Bus. Prüfen Sie für Ihren Reisetag den Fahrplan.
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