Contra ist eine Ortschaft in der Gemeinde Tenero-Contra im Kanton Tessin. Das hügelige Gebiet bietet Blick auf den Lago Maggiore. Für die Reiseplanung stehen in Contra unterschiedliche Interessen nebeneinander: Wanderwege durch das Waldgebiet, eine leichte Panoramaroute und historische Kirchen. So können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Aufenthalt vor allem nach Natur, Bewegung oder Ortsgeschichte ausrichten möchten.
Wanderwege und Anreise nach Contra
La Collina Alta und der Contra-Alpe Cardada Trail bieten unterschiedliche Wegformen: Der erste führt als leichter Panoramaweg von Locarno Monti nach Contra und eröffnet Ausblicke auf den Lago Maggiore; der zweite ist eine vollständig markierte Rundstrecke für Trailrunning und beginnt in Contra gegenüber dem Gemeindehaus und der Kirche San Bernardo. Die Wegführung von La Collina Alta endet in Contra, Paese. Damit unterscheiden sich die Route von Locarno Monti und die in Contra beginnende Trailrunning-Runde in Verlauf und Charakter.
Die Haltestelle Contra, Paese ist mit dem Bus vom Bahnhof Tenero auf der Linie B 323 oder vom Bahnhof Locarno auf der Linie B 312 erreichbar. Da sich Buslinien und Haltestellenregelungen ändern können, prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt.
Waldgebiet und Tierbeobachtungen
Das Waldgebiet in Tenero-Contra ist zu einem Ort für Erholung und Naturverbundenheit geworden. Im Berggebiet ist der Wald besonders im Bereich von der Ortschaft Falò bis zu den Gemeindegrenzen von Brione s. M. und Mergoscia prägend. Auf den Wegen durch das Waldgebiet können Wandernde Rehen, Hirschen, Wildschweinen und Füchsen begegnen. Die Tiere sind eine mögliche Beobachtung unterwegs, keine feste Erwartung.
Auch die frühere Nutzung des Berggebiets gehört zu seiner Geschichte: Holz aus dem Berggebiet von Tenero-Contra wurde über ein System von Seilvorrichtungen von den oberen Bergen bis in das Dorf Contra transportiert. Die heutige Erholungsfunktion und dieser frühere Holztransport zeigen zwei verschiedene Bezüge des Waldgebiets zum Ort.
Kirchen und Baugeschichte
Die Kirche San Bernardo Abate in Contra ist als lokal geschütztes Kulturgut eingestuft. Im Inventar der Kulturgüter des Kantons Tessin trägt sie die Nummer A1087; zudem gilt sie nach Art. 35 Abs. 2 der Ausführungsbestimmungen zum Nutzungsplan der Gemeinde Tenero-Contra als geschütztes Kulturdenkmal. Das heutige Gebäude steht auf mittelalterlichem Mauerwerk. Die Wandmalereien stammen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Zu den bedeutenden Arbeiten an der Kirche im 17. Jahrhundert gehörten die Rosenkranzkapelle von 1605, die Sakristei vor 1669 und der Glockenturm von 1682. So lässt sich die Baugeschichte an mehreren unterschiedlichen Zeitschichten einordnen.
Ein weiterer Bezugspunkt der religiösen Ortsgeschichte ist das Oratorio della Beata Vergine della Fraccia in Contra. Es geht auf ein um 1636 errichtetes Votivtabernakel für die Jungfrau Maria zurück. Die Männer von Contra errichteten das Oratorium etwa zwischen 1640 und 1645. Ursprung und Bauzeit bezeichnen dabei zwei verschiedene Schritte: das frühere Votivtabernakel und den späteren Bau des Oratoriums.
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