Auf einer Anhöhe unterhalb von Cademario steht die Kirche Sant’Ambrogio; von dort reicht der Blick auf die Golfe von Lugano und Agno. Auch viele der beschriebenen Wege verbinden die Hügellandschaft mit Ausblicken auf See, Gipfel und Täler. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse gestalten: mit einer Wanderung, einem Abstecher zu einem historischen Bau oder einer Runde mit dem Gravelbike.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Sentiero dei filosofi beginnt in der Nähe der Bushaltestelle „Cademario, Lisone“. Er gilt als leicht begehbar und gut ausgeschildert und führt durch die vom Monte Gradiccioli gebildete natürliche Arena. Unterwegs passiert er Piano del Caroggio, eine kleine Lichtung im Magliasina-Tal, die von Kastanienwäldern umgeben ist. Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, prüfen Sie die Verbindungen vor der Fahrt.
Die Wanderung Cademario–Magliaso führt zwischen Hügeln und See entlang und bietet Ausblicke auf die Alpen. Für diese Tour ist die Anreise mit dem Zug nach Lugano und anschließend mit dem Postauto 422 nach Cademario vorgesehen. Parkplätze für die Wanderung stehen am Kurhaus Cademario zur Verfügung. Von Cademario aus reicht der Blick auf den Luganersee und die Gipfel vom Monte Lema bis zum Gradiccioli.
Eine 2014 veröffentlichte Tourenbeschreibung führt die Route Cademario–Agra–Cademario nördlich um den Monte Cervello zum Laghetto di Agra. Der Rückweg zum Ausgangspunkt verläuft auf einem alten Weg bergab. Prüfen Sie den Zustand der Wege vor Ort. Auf der Alpe Agra liegen außerdem zwei Teiche, die zum Schutz von Amphibien angelegt wurden.
Für die Route Cademario–Aranno beschreibt dieselbe Broschüre einen Weg über den Montaccio und eine Forstpiste nach Aranno. Eine Rückkehr in Richtung Cademario über den Weg via Forcora ist möglich. Als Abstecher auf dieser Strecke bietet sich die Chiesetta di San Bernardo an; von dort eröffnen sich Ausblicke über weite Teile des Medio Malcantone und das Vedeggio-Tal. Prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor Ort.
Sant’Ambrogio und die Ortsgeschichte
Die alte romanische Kirche Sant’Ambrogio war ursprünglich die Pfarrkirche von Cademario und wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erbaut. Sie gilt als eine der ältesten Kirchen des Kantons Tessin und wird bereits in einem Testament aus dem Jahr 1387 erwähnt. Der restaurierte Bau bewahrt romanische und spätgotische Fresken mit Darstellungen der Offenbarung des Wortes, der Hölle und des Jüngsten Gerichts. In der romanischen Apsis sind außerdem Reste einer dekorativen Ausgestaltung erhalten.
Die heutige Pfarrkirche war ursprünglich Santa Maria del Popolo geweiht und ist seit 1833 dem heiligen Ambrosius gewidmet. An ihrer Fassade befindet sich ein Fresko aus dem 18. Jahrhundert, das die Himmelfahrt Mariens darstellt. Zusammen mit der älteren Sant’Ambrogio eröffnet die Kirche verschiedene Zugänge zur religiösen und künstlerischen Geschichte des Ortes.
Auch das Kloster S.S. Francesco e Chiara gehört zu den örtlichen Kulturstätten. Es wurde 1992 vom Kloster S. Maria di Monteluce in S. Erminio bei Perugia gegründet. Die Kapelle des Klosters kann tagsüber jederzeit besichtigt werden.
Spa und Touren auf zwei Rädern
Die DOT SPA im Kurhaus Cademario umfasst 2.200 m². Neben Hotelgästen sind auch externe Besucher willkommen. Da sich die Besuchsregelung ändern kann, prüfen Sie sie am besten vor Ihrem Besuch.
Die Gravelbike-Tour „Malcantone hills gravel bike tour – Short“ führt von Bioggio bergauf nach Cademario und durch die Weinberge von Ronchi. In Cademario steht eine von acht Informationstafeln entlang der Route. Die Tafeln vermitteln historische, kulturelle und naturbezogene Angaben zu den Orten an der Strecke. Eine weitere beschriebene Tour, „Monte Tamaro – Up and down to the lake“, führt beim Abstieg durch Arosio und Cademario und erreicht anschließend das Seeufer zwischen Magliaso und Agno.
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