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Lugano liegt am Luganersee, an der Mündung des Flusses Cassarate, und ist von den Aussichtbergen Monte Brè, Monte San Salvatore und Sighignola umgeben. Die Stadt verbindet mediterranes Flair und die Vorzüge einer Weltstadt mit dem Charakter einer Kleinstadt. See, Berge und Stadtleben gehören hier zu unterschiedlichen Seiten eines Besuchs: Auf den Aussichtspunkten öffnet sich der Blick über Wasser und Gipfel, während Parks, Kirchen und Kunstorte Luganos städtische Geschichte erzählen.

Aussichten und Wege am Luganersee

Der Monte Brè gilt als natürliche Sonnenterrasse über dem Ceresio; von dort reicht der Blick über den gesamten Golf von Lugano. Die Standseilbahn bringt Fahrgäste von Ruvigliana in etwas mehr als zehn Minuten direkt zum Gipfel. Oben gibt es einen Spielplatz sowie Picknick- und Grillbereiche. Auch der Monte San Salvatore bietet eine weite Aussicht: Von seiner Gipfelterrasse reicht der Blick bis zum Monte Rosa. Von Lugano aus ist der Berg mit der Standseilbahn in etwa 15 Minuten erreichbar. Die Angaben beziehen sich auf verschiedene Ausgangspunkte; Fahrpläne können variieren, daher lohnt sich ein Blick auf die Verbindung für Ihren Besuch.

Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet unterschiedliche Wanderoptionen. Ein Wanderweg zum Gipfel des Monte San Salvatore führt durch den Wald und bietet an sieben Aussichtspunkten freie Sicht auf See und Berge. Eine aussichtsreiche, 6,4 Kilometer lange Wanderung führt von der Chiesa di San Salvatore über Paradiso nach Lugano und ist mit dem Schweizer Abschnitt des europäischen Fernwanderwegs E1 verbunden. Im weiteren Umfeld des Bezirks Lugano gibt es außerdem leichte Wege mit Blick auf den See, durch Wälder und über sanfte grüne Hügel in mediterran geprägter Landschaft.

Grüne Orte mitten in der Stadt

Am Ufer des Luganersees liegt der Parco Ciani. Mit 63.000 Quadratmetern bildet er die grüne Lunge der Stadt. Die Wege führen an Blumenbeeten, Statuen und Brunnen entlang; eine gepflegte englische Rasenfläche rahmt den Park. Im bewaldeten Bereich befindet sich ein Kinderspielplatz mit zahlreichen Spielen für Kinder jeden Alters. Der Giardino Belvedere setzt einen anderen Maßstab: Der 11.000 Quadratmeter große Garten liegt im Herzen Luganos und gilt als Oase der Schönheit und Ruhe.

Kirchen, Kunst und Luganos Geschichte

In der Kirche Santa Maria degli Angioli gilt Bernardino Luinis Passion und Kreuzigung als Grund für ihre besondere Bedeutung: Sie gilt als bedeutendstes Renaissance-Denkmal der Schweiz. Die Kathedrale San Lorenzo erzählt eine längere Baugeschichte. Die mittelalterliche Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert erweitert; zu ihren Merkmalen gehören eine Renaissance-Marmorfassade, Fresken aus dem 16. Jahrhundert und eine barocke Orgel.

Das Museo d’arte della Svizzera italiana, kurz MASI Lugano, hat Standorte im Kulturzentrum LAC Lugano Arte e Cultura und im Palazzo Reali. Seine Sammlung reicht von der Antike bis zur Gegenwart, mit besonderem Schwerpunkt auf schweizerischer und italienischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Im LAC erstreckt sich der Ausstellungsbereich über drei Ebenen: Eine beherbergt die Dauersammlung, zwei weitere sind Wechselausstellungen gewidmet. An der Piazza Indipendenza erinnert ein Obelisk mit Reliefs an das Erscheinungsbild Luganos am Ende des 18. Jahrhunderts; auf der Piazza wird auch der Schlacht von 1798 gegen Napoleons cisalpinische Truppen gedacht.

Eine weitere Form des Erlebens bietet Santa Maria degli Angeli in 3D, ein Augmented-Reality-Erlebnis von etwas mehr als 30 Minuten. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuelle Verfügbarkeit. So lässt sich ein Kunst- oder Kulturthema auch in einem kompakten Zeitfenster aufgreifen.

Natur und Geschichte rund um Gandria

Der Ortskern von Gandria ist nur zu Fuß begehbar. Die eng aneinanderstehenden Häuser sind über Treppen und schmale Gassen erreichbar. Auf den Wegen zwischen Gandria und Brè vermittelt ein Lehrpfad Wissen über Natur und Geschichte des Gebiets. Auch der Sentiero di Gandria erschließt eine Landschaft mit besonderem Schutzstatus: Sein Gebiet ist in das Schweizerische Bundesinventar der Landschaften, Stätten und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen. Flächen entlang des Weges gehören zudem zum Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung.

Bei einer botanischen Erhebung im Sommer 2014 wurden entlang des Sentiero di Gandria 343 Pflanzenarten erfasst, darunter 54 Arten, die auf der Schweizer Roten Liste als gefährdet eingestuft waren. Wenn Sie sich für Natur und Geschichte zugleich interessieren, führt der Lehrpfad diese beiden Themen auf den Wegen zwischen Gandria und Brè zusammen.

Tessiner Grotti und internationale Küche

Auch die Küche spiegelt unterschiedliche Seiten Luganos. Es gibt typische Tessiner Grotti ebenso wie Restaurants mit Küchen aus verschiedenen Teilen der Welt. Der Kontrast zwischen regionaler Tradition und internationaler Auswahl ergänzt die Erkundung von See, Stadt und Kultur.

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