Astano liegt zwischen Luganersee und Lago Maggiore und verbindet eine Seenlandschaft mit Bergbezügen und einer langen Ortsgeschichte. Für die Reiseplanung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Am Laghetto di Astano stehen Baden und Sportfischen im Vordergrund, der Weg Monte Lema – Astano führt durch Weiden und später durch Wald, und im Ort begegnen Ihnen Bauzeugnisse aus mehreren Jahrhunderten. So lassen sich Wasser, Wanderlandschaft und Kultur als verschiedene Seiten Astanos betrachten.
Zwischen Seen und Berglandschaft
Der Ort liegt auf einer etwa 630 Meter hohen Südhangterrasse, am Fuß des wasserreichen Rogöriahanges und unterhalb des Monte Lema. Seine Lage zwischen Luganersee und Lago Maggiore sowie an der schweizerisch-italienischen Grenze gibt Astano einen klaren geografischen Rahmen. Zur weiteren Berglandschaft gehört der Monte Rogoria, auch Monte Rogorio oder Motto Croce genannt, mit 1.184 Metern über dem Meeresspiegel. Das besonders milde Klima hat dazu beigetragen, dass Astano zu einem geschätzten und bekannten Reiseziel wurde. Terrasse, Hang und die benannten Bergbezüge sind dabei ebenso Teil der Ortsbeschreibung wie die Seenlandschaft.
Am Laghetto di Astano
Der Laghetto di Astano ist eine der touristischen Attraktionen des Malcantone. Am See gibt es eine kleine, im Grünen gelegene Badeanlage. Ihr Betrieb kann saisonal variieren. Vor der Reise sollten Sie außerdem prüfen, ob Sportfischen und die Miete der Ausrüstung vor Ort zu Ihrem Termin verfügbar sind. Sportfischen ist am Laghetto möglich, und die Ausrüstung kann dort gemietet werden. Baden und Angeln sind zwei unterschiedliche Möglichkeiten an demselben See; welche davon für Ihren Aufenthalt wichtig ist, können Sie bei der Planung gezielt berücksichtigen.
Der Wanderweg vom Monte Lema
Der Wanderweg Monte Lema – Astano führt vom Gipfel des Monte Lema hinunter bis nach Astano. Zunächst verläuft er über Weiden. Der Passo di Monte Faeta/Forcola liegt fast auf halber Strecke; im zweiten Abschnitt durchquert der Weg ein Waldgebiet. Damit ist der Weg nicht nur über seine beiden Endpunkte, sondern auch über den Wechsel der Landschaft beschrieben: offene Weiden am Anfang, der Pass ungefähr in der Mitte und Wald im späteren Abschnitt. Im Unterschied zum Laghetto steht hier der Wegverlauf durch verschiedene Landschaften im Mittelpunkt.
Ortsgeschichte und Baukunst
Die Ursprünge Astanos reichen etwa bis ins Jahr 1000 zurück. 1272 gab es in Astano eine Propstei von Brüdern und Schwestern des Ordens der Humiliaten mit einem den Heiligen Antonio und Bartolomeo gewidmeten Oratorium. Die Chiesa di S. Pietro wurde um die Mitte des 17. Jahrhunderts errichtet und ersetzte ein mittelalterliches Oratorium.
Der Hauptaltar der Chiesa di S. Pietro besteht aus Arzo-Marmor, ist mit Intarsien verziert und wurde 1706 von Andrea Manni aus Rovio geschaffen. Neben der Kirche steht das Beinhaus, das in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts datiert wird. Sein Dach ist mit Piode-Schiefer gedeckt; die Vorhalle wird von Säulen toskanischer Ordnung getragen. So reichen die beschriebenen Bauformen vom Oratorium und Kirchenbau bis zu den Details an Altar und Beinhaus, mit unterschiedlichen Materialien und klar unterscheidbaren architektonischen Elementen.
Trezzini und die Grenzgeschichte
Astano ist der Geburtsort des Architekten Domenico Trezzini. Im Auftrag von Zar Peter I. wurde er zum ersten Erbauer und ersten Stadtplaner des heutigen Sankt Petersburg. Dieser biografische Bezug erweitert Astanos Kulturgeschichte um eine Verbindung über den Ort hinaus.
Auch die Geschichte der Grenze und des Schmuggels gehört zu Astanos Vergangenheit. Der Ort war historisch als Tessiner Grenzdorf mit Schmuggel verbunden. Die historische Grenzsperranlage «la Ramina» wurde ab den 1890er-Jahren auf italienischem Staatsgebiet errichtet und stand im Zusammenhang mit der Schmuggelgeschichte der Gegend.
Die Sagra dell’Alambicco in Astano umfasst einen typischen gastronomischen Service und ergänzt die landschaftlichen und historischen Themen um einen kulinarischen Aspekt.
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