Mittelalterliche Fresken, unterschiedliche Bauphasen und eine vielseitige Sporthalle eröffnen in Cadempino verschiedene Zugänge zur Reiseplanung. Die Kirchen stehen für eine lange, nicht geradlinige Baugeschichte; das Palamondo für Sport und gelegentliche Veranstaltungen. Hinzu kommen ein Weg von Lamone durch Wälder und Weinberge sowie eine historische Verbindung nach Cureglia. So können Sie den Schwerpunkt auf Architektur und Kunst legen oder die Sportmöglichkeiten des Palamondo in Ihre Überlegungen einbeziehen.
Kirchenkunst aus verschiedenen Jahrhunderten
Die Chiesa dei SS. Gervasio e Protasio stammt wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert umfassend umgestaltet. An ihrem ursprünglichen Glockenturm liegen die Blendarkaden und Biforien: zweigeteilte Fensteröffnungen, die zu den markanten architektonischen Einzelheiten gehören. Der Turm zählt zu den ältesten im Tessin. An der Außenwand auf der Südseite des Langhauses befindet sich außerdem ein spätgotisches Freskofragment mit den Heiligen Christophorus und Johannes dem Täufer.
Auch die Malereien verweisen auf unterschiedliche Zeiten. Bei Restaurierungsarbeiten wurden romanische Fresken mit dem Heiligen Gervasius, der Verkündigung, der Heimsuchung und der Geburt Christi entdeckt; sie werden ins späte 11. bis frühe 12. Jahrhundert datiert. Ein Altarbild von 1661 zeigt die Madonna del Rosario sowie die Heiligen Gervasius, Protasius und Dominikus. Die Baugeschichte und die Bildwerke ergeben damit keinen einzelnen historischen Moment, sondern mehrere Schichten, die sich getrennt betrachten lassen.
Weitere kirchliche Bau- und Kunstgeschichte verbindet sich mit dem Oratorio di S. Zeno und der Chiesa di S. Andrea. Das Oratorio di S. Zeno stammt aus dem späten 15. Jahrhundert und wurde 1765 sowie 1827 erweitert. Sein spätgotisches Altar-Fresko zeigt die Madonna mit dem Jesuskind sowie die Heiligen Zeno und Augustinus. Die Räume neben dem Oratorio dienten früher als Einsiedelei; diese Nutzung wird bereits für das Jahr 854 erwähnt. Für das Oratorio dei SS Gervasio e Protasio wird eine Errichtung vor dem Jahr 1000 für möglich gehalten; ein Dokument erwähnt es bereits vor 881.
Bei der Chiesa di S. Andrea steht die Verbindung verschiedener Gestaltungsformen im Vordergrund: Sie besitzt einen romanischen Glockenturm und eine neoklassizistische Fassade mit einem Portikus aus toskanischen Säulen. In der Madonna-Kapelle befindet sich eine vergoldete, polychrome Holzstatue aus dem 17. Jahrhundert. Wer sich besonders für Bauformen interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei den Fresken und Bildwerken der Chiesa dei SS. Gervasio e Protasio.
Sport und Veranstaltungen im Palamondo
Das Palamondo ist eine vielseitige Sporthalle. Dort können unter anderem Basketball, Volleyball, Inline-Skating, Futsal und Unihockey ausgeübt werden. Seit Ende 2010 gehört die Halle der Gemeinde Cadempino. Die Bahn ist 800 m² groß und mit Banden ausgestattet. Zur Einrichtung gehören vier Mannschaftsumkleiden, eine separate Umkleide für Schiedsrichter und eine Krankenstation. Die Tribünen bieten etwa 500 Sitzplätze; im Obergeschoss befindet sich eine Bar.
Gelegentlich wird das Palamondo auch für außersportliche Veranstaltungen wie Versammlungen, Abendessen und Konzerte genutzt; das Programm kann variieren. Wenn Sie eine konkrete sportliche Nutzung oder Veranstaltung einplanen, prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit vorab.
Anreise und Landschaft
Bei der Station Lamone-Cadempino liegt die P+Rail-Anlage Lamone-Cadempino La Gerla südlich des Bahnhofs innerhalb der Gemeinde Cadempino. Sie verfügt über 72 Parkplätze. Da sich Kapazität und Modalitäten ändern können, empfiehlt es sich, die aktuellen Details vor der Anfahrt zu prüfen. Die Lagebeschreibung und die Zahl der Parkplätze geben Ihnen Orientierung für die Anreise zur P+Rail-Anlage.
Ein Weg führt von Lamone durch Wälder und Weinberge zum Oratorio di S. Zeno. Sótt Gacc ist als Wald und Kastanienhain verzeichnet. Außerdem ist ein alter Weg von Cadempino nach Cureglia verzeichnet. Diese Weg- und Landschaftsthemen setzen einen anderen Akzent als die kunstgeschichtlichen Details oder die Sportangebote im Palamondo.
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