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Wer Lugaggia erkundet, kann zwischen Bauwerken im Dorf und Wegen in der Landschaft wählen. In der Ortsmitte steht das Oratorio di San Carlo Borromeo; westlich des Ortes liegt die Quelle Fontanìn da San Carlo in den Wäldern von San Clemente. Dazu kommen architektonische Spuren in Sureggio, Casa Cattaneo und Abschnitte der früheren Bahnstrecke, die in Lugaggia als Wege erhalten sind. Das ergibt verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt, ob der Schwerpunkt auf Baugeschichte, Ortsdetails oder Bewegung im Freien liegen soll.

Oratorium und Gassen im Ortsbild

Das Oratorio di San Carlo Borromeo steht in der Ortsmitte und ist dem heiligen Carlo Borromeo geweiht. Es hat einen rechteckigen Saal mit tonnengewölbter Decke. Das Tonnengewölbe zieht sich als langer Bogen über den Saal und betont dessen klare rechteckige Form. In den Gassen von Lugaggia lassen sich Fresken, Brunnen, datierte Türstürze, Laubengänge, Waschhäuser, Sonnenuhren und verzierte Portale entdecken. Auch diese Details lenken den Blick auf unterschiedliche Seiten des Ortsbilds.

Casa Cattaneo und die Quadri-Brüder

Auf der Motta di Lugaggia steht Casa Cattaneo, ein Haus aus dem 19. Jahrhundert mit gewölbten Kellerräumen und einem Garten auf zwei Ebenen. Das Haus war der Geburtsort der Architekten Giovanni Quadri (1866–1892) und Ernesto Quadri (1868–1922). Ernesto Quadri lebte bis zu seinem Tod 1922 dort. Von Casa Cattaneo aus entwarf er zahlreiche bemerkenswerte Gebäude und Denkmäler; ihre Jugendstil-Einflüsse sind bis heute sichtbar. So verbindet sich die Baugestalt des Hauses mit der Geschichte der beiden Architekten.

Sureggio: mehrere historische Zeitschichten

Die Chiesa di S. Pietro in Sureggio wurde in romanischer Zeit auf den Grundmauern eines vermutlich karolingischen Oratoriums errichtet. Ihr Glockenturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist mit Pilastern und Zwillingsbogen geschmückt. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche umfassend umgebaut; hinzu kamen ein quadratischer Chor und ein tonnengewölbtes Dach. Die Kirche von Sureggio in der ehemaligen Gemeinde Lugaggia bewahrt zudem die ältesten Fresken der Capriasca. Sie stammen aus dem Jahr 1180; vier Szenen sind noch sichtbar. Beim Blick auf die Baugeschichte lassen sich so unterschiedliche Zeitschichten unterscheiden: der Turm aus dem 12. Jahrhundert und der Umbau im 17. Jahrhundert.

Wald, Quelle und Wege auf früheren Bahnstrecken

Die Fontanìn da San Carlo ist eine Quelle in den Wäldern von San Clemente westlich von Lugaggia. Sie erinnert an den Aufenthalt des heiligen Carlo Borromeo in Sureggio und Lugaggia im Jahr 1570. Abschnitte der früheren Bahnstrecke Lugano–Tesserete sind in Lugaggia als Wege erhalten geblieben. Eine anfängliche Radverbindung von Canobbio nach Lugaggia verläuft durch den Wald auf einer früheren Bahnstrecke, die die Stadt mit dem Umland verband.

Eine weitere Perspektive bietet die Route „Discovering Capriasca’s natural treasures“: Sie verbindet Tesserete, Cagiallo, Lugaggia, Vaglio und Sala Capriasca und führt durch Wälder, Dörfer und Kastanienhaine. Für Lugaggia gehören zu dieser Route ein Spaziergang und ein Picknick in der Landschaft. Im Vergleich zur Radverbindung zwischen zwei Orten verbindet diese Route mehrere Ortsnamen mit einer Landschaft, die Wälder und Kastanienhaine einschließt. Wenn Sie eine konkrete Tour planen, empfiehlt es sich, den aktuellen Routenverlauf und die Bedingungen zu prüfen.

Festa di Redde: ein vielseitiges Programm

Das Programm der Festa di Redde umfasst einen lebhaften Markt, Ausstellungen und Gehege mit Nutztieren. Außerdem werden historische Handwerke nachgestellt; Schwertkämpfe, Bogenschießen und Musik gehören ebenfalls dazu. Einzelne Elemente können je nach Ausgabe variieren. Wenn Sie wegen eines bestimmten Programmpunkts planen, prüfen Sie daher die Angaben zur konkreten Ausgabe.

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