Wenn Sie Winden als Reiseziel in Betracht ziehen, geben die Start- und Zielpunkte der Wege eine praktische Orientierung: Einige Touren führen vom Bahnhof Häggenschwil-Winden zu einem anderen Ort, andere kehren dorthin zurück. Dazu kommen Wege durch Obstanlagen und Einblicke in die Geschichte des Dorfes und seiner Landschaft. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Wanderroute, Landschaft oder Kultur ausrichten.
Wanderwege mit unterschiedlichen Start- und Zielpunkten
Die Route «Unterwegs im Oberthurgau» beginnt am Bahnhof Häggenschwil-Winden und endet am Bahnhof Amriswil. Sie ist ganzjährig begehbar und führt am Balgerweiher vorbei durch die Gemeinde Egnach in Richtung Muolen. «Bauerngärten um Egnach» beginnt ebenfalls am Bahnhof Häggenschwil-Winden, endet jedoch am Bahnhof Egnach. Die Panorama-Wanderung im Apfelland startet und endet am Bahnhof Häggenschwil-Winden und führt durch das Dorf Winden. An ihren Endpunkten lassen sich diese Wege gut unterscheiden: Die eine Route führt nach Amriswil, die andere nach Egnach, während die Panorama-Wanderung zum Ausgangspunkt zurückkehrt.
Der Bireweg führt durch große Obstanlagen und Hochstammgärten bis zum Bahnhof Winden. Zehn ansprechend gestaltete Informationstafeln begleiten den Weg; digital lassen sich über die App CubeTrail historische Hintergründe abrufen. Der Egnacher Beeri-Weg beginnt am Bahnhof Häggenschwil-Winden und führt an zahlreichen Obstanlagen, Wiesen und Bauernhöfen vorbei. Im Wald gibt es an diesem Weg eine Feuerstelle. Beide Wege bieten damit einen Blick auf die landwirtschaftlich geprägte Umgebung, während der Bireweg zusätzlich Geschichte auf Tafeln und digital vermittelt.
Die Blütenwanderung in Egnach beginnt und endet beim Campingplatz Manser in Winden. Da sich die Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuelle Wegführung.
Obstlandschaft und Dorfgeschichte
Auf dem Bireweg gehören Wiesen, Felder, Bäume, Bauernhöfe, Riegelhäuser und der See zum Blick entlang der Route. Die Panorama-Wanderung im Apfelland setzt einen anderen Schwerpunkt im Dorf: Sie führt an zwei urigen Riegelhäusern und einem blumengeschmückten Brunnen vorbei. Dieser Brunnen im Zentrum von Winden besteht seit 1900 und steht für den Beginn der allgemeinen Wasserversorgung. Wer sich für Ortsgeschichte interessiert, findet auf den beiden Wegen also sowohl historische Gebäude als auch einen Bezug zur Entwicklung der Versorgung.
Auch die Namen des Ortes erzählen von seiner Geschichte. Winden wurde 1302 als Oberwinden und Niederwinden urkundlich erwähnt und hieß etwa von 1575 bis 1910 auch Kügeliswinden. Das Riegelhaus Balgen stammt aus dem Jahr 1779 und zählt zu den besterhaltenen Gebäuden im Kanton. Eine weitere historische Spur liegt am Balgerweiher: Früher diente er als Reservoir für eine Sägerei und eine Mühle im gleichnamigen Ort. Er gehört zu den Weihern der Umgebung, die erhalten blieben, während die meisten anderen in den vergangenen 80 Jahren eingedeckt wurden.
Hofleben und örtliche Begegnungen
Zum landwirtschaftlichen Charakter Winden gehört der Manser-Hof. «Manser, Ferien beim Bauer» ist ein kleiner traditioneller Bauernhof mit Kühen, Mostobst, Mosterei und Agrotourismus. Der Campingplatz des Manser-Hofs verfügt über einen Hofspielplatz und Tiere auf dem Bauernhof. Bei der «Stubete mit Tanz» in der Wirtschaft zum Klösterli sind Musikantinnen und Musikanten ebenso wie Gäste willkommen. Diese Orte und Angebote ergänzen die Wanderwege um Einblicke in das Hofleben und einen örtlichen Anlass.
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