Zum Inhalt

Für einen Aufenthalt in Mannenbach kommen Wasser, Schifffahrt und Baugeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte infrage. Mannenbach-Salenstein liegt am Südufer des Untersees gegenüber der Insel Reichenau. Wer eine Ferienwohnung sucht, kann zunächst abwägen, ob Baden, eine mögliche Fährfahrt oder die Ortsgeschichte die Reise prägen soll.

Badeplatz und saisonale Fährverbindung

Die Badi Mannenbach ist ein öffentlicher Badeplatz direkt am Untersee. Sie verfügt über eine Liegewiese, direkten Zugang zum Bodensee und eine Badeinsel. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Umkleidekabine, eine Dusche, ein Kinderspielplatz und eine Grillstelle. Badeplatz und Fähre bieten zwei verschiedene Wasserbezüge: Aufenthalt am Ufer oder eine Verbindung zur Insel Reichenau.

Die Solarfähre Insel Reichenau verkehrt zwischen der Insel Reichenau und dem Schweizer Ort Mannenbach. Ihr Betrieb ist saisonal und generell an trockenes, gewitterfreies und windarmes Wetter gebunden. Wenn Sie eine Überfahrt in Ihren Aufenthalt einplanen, prüfen Sie vor der Reise Fahrplan und Verfügbarkeit. So lässt sich die Fährfahrt als eigener Planungsbaustein berücksichtigen, statt sie unabhängig von Saison und Wetter vorauszusetzen.

Anreise und Verkehrsgeschichte

Vom Bahnhof Mannenbach sind es 10–12 Gehminuten zur Schifflände. Ein markantes Datum der Ortsgeschichte ist der 17. Juli 1875: Mit Aufnahme des Betriebs auf der Bahnstrecke Etzwilen–Konstanz/Kreuzlingen Hafen wurde Mannenbach an das Schienennetz angeschlossen. Die Gehzeit zur Schifflände beschreibt eine praktische Orientierung vor Ort; das Datum von 1875 gehört dagegen zur Geschichte des Bahnanschlusses.

Baugeschichte und Ortsbild

Schloss Louisenberg steht unter rechtskräftigem Schutz und ist im aktuellen offiziellen Denkmalregister als besonders wertvoll eingestuft. Es wurde 1835/36 für den Marquis de Crenay anstelle des abgebrochenen, baufälligen Kaplaneigebäudes erbaut. Der dreigeschossige klassizistische Sitzbau erhebt sich über einem Hochparterre. Ein Hochparterre ist ein gegenüber dem üblichen Erdgeschossniveau erhöhtes Geschoss. Der Wechsel vom Kaplaneigebäude zum Schloss und die klassizistische Bauform geben zwei konkrete Blickwinkel auf dasselbe Bauwerk.

Auch die Aloysius-Kapelle in Mannenbach-Salenstein hat eine klar benannte Bildgeschichte: Ihre Wandmalereien erzählen von der Kreuzauffindung durch Kaiserin Helena. Mannenbach-Salenstein ist zudem im Schweizer Inventar der schützenswerten Ortsbilder aufgeführt. Der Eintrag bezieht sich auf das Ortsbild, während Schloss Louisenberg als einzelnes Bauwerk unter rechtskräftigem Schutz steht. Die Kapellenmalereien erzählen ein religiöses Geschehen; Schloss Louisenberg lässt sich dagegen über Bauzeit und klassizistische Form einordnen.

Das Bahnhofsgebäude Mannenbach-Salenstein soll als Vorbild für den Einheitsbahnhof in Württemberg gedient haben. Schlossbau und Bahnanschluss sind mit 1835/36 beziehungsweise dem 17. Juli 1875 datiert; die Vorbildwirkung des Bahnhofsgebäudes bleibt mit „soll“ ausdrücklich eine Möglichkeit. So stehen in der Ortsgeschichte konkrete Daten neben einer vorsichtig formulierten architekturgeschichtlichen Zuschreibung.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Salenstein.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.