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Spiringen liegt im Schächental am Weg zum Klausenpass. Hier treffen Wanderwege und Wintersport am Ratzi auf die Geschichte des Dörflihaus-Museums. Für die Orientierung lohnt sich auch der Blick auf die Gemeinde: Zu ihr gehören das Dorf und weitere Siedlungen im Gebiet, darunter als Exklave der Urnerboden.

Dorf und Wege am Ratzi

Das Dorf liegt am rechten Ufer der Schächen, am Südhang des Gamperstocks (2.274 m ü. M.) und des Sirtenstocks (2.300 m ü. M.). Westlich vom Dorf befindet sich der Weiler Witerschwanden; zur Gemeinde gehören außerdem zahlreiche Häusergruppen, Alpsiedlungen und Einzelgehöfte. Spiringen, die Sonnenterrasse Ratzi und der Urnerboden dienen als Ausgangspunkte für Ausflüge.

Das Ski- und Wandergebiet Ratzi ist vom Dorf aus mit der Seilbahn in wenigen Minuten erreichbar. Von der Bergstation beginnen Wanderungen durch das blühende Schächental und hinauf zu luftigen Gipfeln. Auch der Schächentaler Höhenweg lässt sich mit der Luftseilbahn Ratzi abkürzen. Auf einem Abschnitt führt er nach Heidmanegg über schmale Bergwege, durch abwechslungsreiche lichte Wälder bei Äbnet und über offene, blumenreiche Alpweiden. Die Betriebszeiten der Luftseilbahn können sich ändern; prüfen Sie sie deshalb vor der Tour.

Im Winter umfasst das Angebot auf Ratzi einen Skilift, sechs Pisten, eine Abfahrtsroute, zwei Winterwanderwege und eine Schneeschuhroute. Die saisonale Konfiguration kann sich ändern, daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben des Betreibers. Auch Radfahren ist eine Möglichkeit: Die alpinen Landschaften rund um Ratzi lassen sich mit dem Fahrrad erkunden. Bike-Zugang und passende Bedingungen sind saisonabhängig.

Geschichte im Dörflihaus-Museum

Zu den Herzstücken der dauerhaften historischen Ausstellung gehören eine Stiftungsurkunde von 1196 und ein Jahrzeitbuch von 1290/1515. Dokumente und Gegenstände aus der Zeit von 1290 bis zum Zweiten Weltkrieg geben Einblicke in Land- und Alplandwirtschaft, Wald und Holz, Verkehr und Tourismus sowie in das Leben von Volk und Hirten. Trachten und Kunsthandwerk gehören ebenfalls zu den Themen.

Bilder, Texte und Grafiken widmen sich dem Durchzug des russischen Generals Suworow über den Kinzigpass im Jahr 1799. Eine Urner Sage erzählt außerdem von einem Wettlauf, der mit dem historischen Grenzstreit zwischen Uri und Glarus verbunden ist. So stehen im kulturellen Angebot sowohl konkrete historische Zeugnisse als auch eine überlieferte Erzählung.

Urnerboden: Alpsommer und Natur

Der Urnerboden gehört als Exklave zur Gemeinde Spiringen und gilt als die größte Kuhalp der Schweiz. Mit ihm verbunden ist eine traditionsreiche Alpsommerzeit: Dazu gehören die Alpfahrt zu Beginn des Sommers und die «Bodäfahrt» nach der Oberstäfelzeit. Diese Bräuche geben dem Jahreslauf auf der Alp eine eigene kulturelle Dimension.

Auch die Landschaft ist Thema: Moor- und Riedlandschaften, Gewässer und Quellen auf dem Urnerboden sollen als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten sowie für Pflanzengesellschaften und Tiergemeinschaften erhalten werden. Das ist ein anderer Zugang zur Region als der Höhenweg am Ratzi: Hier steht das Ziel der Erhaltung von Lebensräumen im Vordergrund, dort die Wanderung durch Wälder und Alpweiden.

Anreise mit dem Bus

Die Busse der Auto AG Uri verkehren meist im Stundentakt nach Spiringen. Verbindungen führen von Flüelen über Spiringen nach Unterschächen beziehungsweise Urigen. In den Sommermonaten kommen etwa drei Verbindungen über den Klausenpass bis nach Linthal hinzu. Da Fahrpläne und saisonale Angebote wechseln können, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen.

Weitere Reiseziele entdecken: Isenthal, Wassen, Silenen, Seelisberg, Erstfeld, Attinghausen, Bauen, Unterschächen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Uri.

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