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In Aubonne treffen zwei unterschiedliche Reisethemen aufeinander: die Geschichte der Stadt und die Natur des Vallon de l'Aubonne. Das Château, eine Besichtigungstour mit 14 Stationen, ein längerer Weg zwischen Bière und Aubonne sowie das Arboretum bieten verschiedene Schwerpunkte für die Planung. Wer Kulturgeschichte und Landschaft gleichermaßen interessant findet, kann anhand der Weglängen und Themen entscheiden, was den Aufenthalt prägen soll.

Château und Geschichte Aubonnes

Das Château d'Aubonne wurde vor 1197 erbaut und ist ein Schweizer Kulturerbe von nationaler Bedeutung. Es steht auf einem Hügel und überragt sowohl die Stadt als auch die Schlucht der Aubonne. Die Herrschaft Aubonne lag von 1397 bis 1554 in den Händen der Grafen von Greyerz; danach gingen ihre Rechte an die Berner Behörden über.

Henri Duquesne erwarb 1670 die Herrschaft und das Château. Anstelle des ursprünglichen Bergfrieds ließ er einen weißen Turm mit orientalischer Gestaltung und zwiebelförmigem Dach errichten. Am 1. Februar 1701 kaufte Bern die Herrschaft und richtete die Vogtei Aubonne ein. Bis zur Waadtländer Revolution am 24. Januar 1798 folgten dort 17 Vögte aufeinander. Eine weitere Spur dieser Geschichte findet sich im Temple d'Aubonne: Dort befindet sich das Herz des Vaters von Henri Duquesne.

Die Tour Visites d'Aubonne führt über 14 Stationen und eine Strecke von 1.800 Metern. Sie lässt sich mit einer Führung oder selbstständig mit einem kostenlos bereitgestellten Faltblatt erleben. Geführte Besichtigungen zu Aubonne können reserviert werden und bieten weitere Details und Anekdoten. Fast die gesamte Strecke ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich; bestätigen Sie die Zugangsbedingungen vor Ihrer Reise.

Schatzsuche und Wege

Eine andere Art, sich mit Aubonne zu beschäftigen, ist die Schatzsuche Barbet le Farfadet. Die Gemeinde hat sie gemeinsam mit Morges Région Tourisme entwickelt. Die Teilnehmenden folgen Hinweisen, entschlüsseln Rätsel und ein Kryptex, deuten Karten und lösen das Rätsel. Da sich die operativen Details ändern können, prüfen Sie diese vor der Planung.

Der Sentier au Fil de l'Aubonne verbindet Bière mit Aubonne. Der leichte Weg ist 8,2 Kilometer lang und dauert zweieinhalb Stunden. Informationstafeln erläutern unterwegs die örtliche Natur und Geschichte. Damit führt die Strecke zwei Themen zusammen, die auch Aubonnes Besichtigung prägen, legt aber mit ihrer Länge und Dauer einen anderen zeitlichen Rahmen nahe als die 1.800 Meter lange Tour Visites d'Aubonne.

Arboretum und Natur im Vallon

Das Arboretum du Vallon de l'Aubonne erstreckt sich über 200 Hektar mit Wäldern und Wiesen. Zu seiner Sammlung gehören mehr als 90 verschiedene Gattungen sowie über 3.000 Baum- und Straucharten und -sorten. Die Bandbreite dieser Sammlung gibt dem Naturthema eine andere Dimension als die Informationstafeln am Sentier: Im Arboretum stehen die Vielfalt der Bäume und Sträucher sowie die Landschaft aus Wald und Wiesen im Blick.

Das Vallon de l'Aubonne ist ein Wildreservat, in dem sich fast 100 Vogelarten beobachten lassen. Rund um den Stausee im Vallon lebt außerdem eine Biberkolonie. In den Parc naturel régional Jura vaudois sind die historische Altstadt von Aubonne sowie das gesamte Landwirtschafts- und Waldgebiet oberhalb der Weinberge teilweise einbezogen. So verbindet die Ortsgeschichte den bebauten Teil Aubonnes mit der Landschaft oberhalb der Weinberge, während das Vallon eigene Anlässe für Naturbeobachtung bietet.

Wer vor allem Geschichte sucht, kann Château und Besichtigungstour in den Blick nehmen; wer Landschaft und Naturbeobachtung priorisiert, findet dafür eigene Themen im Vallon de l'Aubonne.

Weitere Reiseziele entdecken: Montricher, Cuarnens, Saint-Livres, Aclens, Echichens, Saint-Prex, Lavigny, Bière.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Morges.

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