Fast 200 Hektar Wald und offene Wiesen, mehr als 3.000 Baum- und Straucharten und eine Kirche mit Werken von Bodjol geben Montherod unterschiedliche Entdeckungsachsen. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, hilft die Unterscheidung bei der Planung: Das Arboretum du Vallon de l’Aubonne setzt den Schwerpunkt auf Natur, die Église de Montherod auf Kunst und Ortsgeschichte.
Plateau, Tal und regionale Einordnung
Montherod ist eine Ortschaft in der Gemeinde Aubonne, im Distrikt Morges des Kantons Waadt in der Schweiz. Der Ort liegt auf etwa 593 Metern über dem Meeresspiegel; das Höhenintervall reicht von 522 bis 692 Metern. Als Bauerndorf befindet sich Montherod auf einem Plateau oberhalb der Waadtländer Côte und westlich des tief eingeschnittenen Tals der Aubonne.
Das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Montherod ist in den Parc naturel régional Jura vaudois integriert. Auch die Flächennutzungszahlen beziehen sich auf das frühere Gemeindegebiet: Für 1997 sind dort 46 Prozent Wald und Gehölze sowie 48 Prozent Landwirtschaft ausgewiesen. Die Landschaft lässt sich so sowohl über ihre heutige regionale Einordnung als auch über diese ausdrücklich historische Flächenangabe verstehen.
Arboretum und Tierwelt
Die zentralen Gebäude des Arboretum du Vallon de l’Aubonne befinden sich auf dem Gebiet von Montherod. Das Arboretum erstreckt sich über fast 200 Hektar Wald und offene Wiesen, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Sammlung umfasst mehr als 3.000 Arten und Sorten von Bäumen und Sträuchern. Wissenschaftliche, pädagogische und erholungsbezogene Ziele gehören zusammen: Das Arboretum möchte Bäume bekannt machen und ihre Wertschätzung fördern.
Zum Landschaftsbild gehört auch ein Obstgarten aus früherer Zeit, den das Arboretum pflegt. Insbesondere Apfelbäume und Hundsrosen werden dort sorgfältig erhalten. Das Vallon de l’Aubonne ist zudem ein Wildreservat, in dem sich fast 100 Vogelarten beobachten lassen. Rund um den Stausee des Arboretums lebt eine Biberkolonie; ob Sie Biber sehen, kann örtlich und zeitlich variieren.
Pfade und praktische Orientierung
Mehrere markierte Entdeckungspfade erschließen das Arboretum. Ihr Angebot hängt von der örtlichen Pflege ab; informieren Sie sich vor einer Tour über die aktuellen Hinweise zu den Wegen. Der Park ist ganzjährig geöffnet. Für den Empfang und einzelne Einrichtungen gelten jedoch eigene Zeitpläne, die Sie getrennt berücksichtigen sollten.
Vom Busbahnhof Montherod-Battoir sind es 1,7 Kilometer bis zum Empfang des Arboretums. Prüfen Sie aktuelle Angaben zum öffentlichen Verkehr, denn lokale Transportdetails können sich ändern. Für Besuche auf den angepassten Wegen können Sie am Empfang einen Elektrorollstuhl mieten. Da sich Reservierungsbedingungen ändern können, klären Sie diese vorab.
Führungen werden an Sommer-Sonntagen und auf Anfrage organisiert. Wenn Sie eine Führung einplanen möchten, prüfen Sie die konkreten Termine oder fragen Sie vorher an. So lässt sich die saisonale Möglichkeit von einem Besuch ohne Führung unterscheiden.
Eine von Vaud Rando beschriebene Route führt über Rolle, Signal de Bougy, Montherod und das Arboretum nach Aubonne. Die Route führt durch Montherod und weist dort auf die Kirche mit ihren Wandmalereien und Buntglasfenstern hin. Da Routenbeschreibungen von den Wegverhältnissen abhängen können, prüfen Sie vor einer Tour die aktuellen Hinweise.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Église de Montherod ist dem heiligen Apre geweiht. An der Nordwand des Kirchenschiffs befindet sich eine großflächige Wandmalerei von Bodjol. 1979 stiftete Bodjol außerdem ein neues Buntglasfenster für den Chor. Die Kirche verbindet damit zwei konkrete Kunstbezüge: die Wandmalerei im Kirchenschiff und das später gestiftete Fenster im Chor.
Eine weitere Geschichte gehört zur lokalen Überlieferung: Ihr zufolge gab es 1794 in Montherod eine geheime Werkstatt, die auf Anstoß des englischen Botschafters in Bern gefälschte Banknoten zum Nachteil Frankreichs herstellte. Die Erzählung bietet neben den Kunstwerken der Kirche einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte.
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