Tolochenaz verbindet den Genfersee mit Natur am Boiron, Weinverkostungen und Erinnerungsorten. An der Plage du Stand liegt ein ruhiger Strand mit einfachem Zugang zum Wasser und freiem Blick auf die Alpen. Wer Natur und Kultur in den Mittelpunkt stellt, findet bei der La Maison de la Rivière interaktive Ausstellungen und Einblicke in die Tierwelt von See und Fluss.
Genfersee, Boiron und der Sentier de la Truite
Die Plage du Stand bietet einen konkreten Anhaltspunkt für alle, die Zeit am Wasser einplanen möchten: Der Strand ist ruhig, der Zugang zum Wasser einfach und der Blick auf die Alpen frei. Eine andere Perspektive auf die Landschaft eröffnet der Sentier de la Truite. Der Weg führt vom Château de Morges am See entlang bis zur La Maison de la Rivière, anschließend durch den Wald am Boiron entlang und durch Saint-Prex. Damit beschreibt er eine Route durch das weitere Umfeld; sie beginnt nicht am Strand von Tolochenaz.
Die La Maison de la Rivière liegt am Genfersee neben dem Fluss Boiron. Ihre spielerischen interaktiven Ausstellungen richten sich auch an Familien. Wer sich für Gewässer und ihre Tierwelt interessiert, kann hier die Beobachtungsmöglichkeiten und Ausstellungsinhalte gezielt mit einem Spaziergang am Boiron verbinden. Der Sentier de la Truite ist dabei nicht nur ein Weg: Er wird auch als didaktischer Pfad angeboten und ermöglicht es, den Fluss entlang seiner Route zu verfolgen.
Weinverkostungen mit wechselnden Terminen
Bei La Cave de La Côte gehören gelegentliche thematische Verkostungen und Verkostungskurse zum Angebot; sie werden von einem Önologen geleitet. Da diese Aktivitäten nicht durchgehend stattfinden müssen und die Termine variieren können, lohnt es sich, vor der Planung nach den aktuellen Daten zu sehen.
Der Pavillon de Tolochenaz von La Cave de La Côte verfügt über kostenlose Parkplätze. Da sich die Parkplatzangabe ändern kann, empfiehlt sich eine kurze Prüfung vor der Anfahrt.
Erinnerungsorte zu Audrey Hepburn
Der Place Audrey Hepburn im Zentrum von Tolochenaz ehrt die Schauspielerin. La Paisible ist das Haus, in dem sie während ihrer Zeit in Tolochenaz lebte. Die Kirche des Ortes bietet einen weiteren historischen Bezug: Sie wurde 1930 vom Architekten Alfred de Goumoëns erbaut; Ende Januar 1993 fand dort Audrey Hepburns Trauerfeier statt. Diese Orte stehen für unterschiedliche Aspekte der Erinnerung an die Schauspielerin – eine Widmung im Zentrum, ihr damaliges Wohnhaus und die Geschichte der Kirche.
Auch Ignace Paderewski ist mit einem Ausstellungsort verbunden. Das Pigeonnier – Pavillon Paderewski ist ein kleiner Ausstellungsraum und eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse seines Lebens im Waadtland. Dort sind Möbel und Fotografien aus dieser Zeit ausgestellt. Der Schwerpunkt liegt damit auf konkreten historischen Gegenständen und nicht allein auf der Erinnerung an eine Person.
Natur und Geschichte in der La Maison de la Rivière
Die Dauerausstellung der La Maison de la Rivière verbindet Natur und Kultur und umfasst lokale kulturelle und natürliche Schätze. Zu den gezeigten Elementen zählen das U-Boot F.-A. Forel, neolithische Überreste und ein Mammutzahn. Die Ausstellung umfasst außerdem Überreste aus der Bronzezeit und von Pfahlbausiedlungen, einen römischen Meilenstein sowie eine Galerie einheimischer Tiere. Fast 400 präparierte Wirbeltiere gehören zur Genton-Sammlung.
Auch die Außenbereiche bieten konkrete Naturbezüge: In den Außen-Aquarien lassen sich Fische aus See und Flüssen beobachten. Zwei Lehrteiche beherbergen Schildkröten, Frösche und Libellen. Zusammen mit den interaktiven Ausstellungen ergibt sich so ein anderer Schwerpunkt als am Strand: Hier stehen Lebensräume und ihre Bewohner im Vordergrund. Die La Maison de la Rivière bietet außerdem Wechselausstellungen, Veranstaltungen und didaktische Wege wie den Sentier de la Truite.
Archäologische Spuren am Boiron
Auf dem Crêt du Boiron in Tolochenaz wurden 1823 archäologische Überreste entdeckt, darunter etwa 40 Gräber, die mit der sogenannten „Boiron-Zivilisation“ verbunden wurden.
Eine weitere Geschichte ist mit dem Gibet de Morges verbunden. Das ursprüngliche Bauwerk bestand aus vier quadratisch angeordneten Eichenpfosten mit waagerechten Balken, die als Galgen dienten. 1750 wurde es aus großen, sorgfältig behauenen Blöcken aus gelbem Kalkstein als drei steinerne Säulen wiederaufgebaut. Die Fragmente wurden 1903 wiederentdeckt und 1958 nahe ihrer ursprünglichen Position in der Umgebung des Boiron wiederaufgestellt. Die erhaltene Säule ist seit 1958 als historisches Denkmal eingestuft.
Praktische Orientierung für die La Maison de la Rivière
Für die Anfahrt mit dem Bus nehmen Sie die Linie B 702 bis zur Haltestelle Les Saux; von dort folgt ein zehnminütiger Fußweg zur La Maison de la Rivière. Ein kostenloser Parkplatz befindet sich 100 Meter entfernt. Das gesamte Zentrum ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Bougy-Villars, Denens, Yens, Bière, Saint-Prex, Montherod, Préverenges, Lavigny.
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