Geschnitzte Holzhäuser, ein Rundweg zu Scherenschnitten und Wanderungen mit sehr unterschiedlichen Distanzen geben einem Aufenthalt in Rougemont verschiedene Schwerpunkte. Im Ort stehen Baukultur und die Kirche im Mittelpunkt; außerhalb des Dorfzentrums führen Wege durch das Manchetal oder in von Berglandwirtschaft geprägte Landschaften. Auch Bahn und Gondelbahn spielen bei der Planung eine Rolle.
Holzchalets und Kulturerbe
Zu den besonderen Bauwerken in Rougemont zählen geschnitzte Holzhäuser; einige der Chalets sind mehr als 400 Jahre alt. Bei einigen Chalets sind die hölzernen Dachstühle mit Holzschindeln gedeckt. Die Kirche von Rougemont ist als Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung eingetragen. Sie ist täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet und kann kostenlos besichtigt werden. Auch das Priorat Saint-Nicolas de Rougemont ist eine Cluniazensische Stätte. Der Grenier de Marie stammt aus dem Jahr 1688.
Führungen umfassen Besichtigungen der Chalets und der Kirche. Die Guides erläutern dabei Geschichte, Architektur und das Leben im Pays-d’Enhaut. Führungen werden auf Französisch, Englisch, Deutsch, Niederländisch und Italienisch angeboten. Ein Louis-Saugy-Rundgang ist dem Meister des Scherenschnitts gewidmet. Auf dem 1,5 Kilometer langen Rundweg «Balade sur les traces du Passé» begleiten Scherenschnitte Louis Saugys den Weg. So stehen für die Ortsentdeckung ein kurzer Rundweg und Führungen mit unterschiedlichen kulturellen Schwerpunkten zur Wahl.
Wanderwege mit unterschiedlichem Umfang
Die Route Rougemont–Château-d’Œx über Siernes Picat ist 11,9 Kilometer lang; als Gehzeit sind 3 Stunden und 45 Minuten angegeben. Sie beginnt im Dorfzentrum von Rougemont, führt durch das Manchetal und folgt anschließend dem Bach Ciernes Picat. Unterwegs passiert die Route Alpen, von denen einige L’Etivaz-AOP-Käse herstellen. Damit unterscheidet sich diese längere Wanderung deutlich von der 1,5 Kilometer langen Runde «Balade sur les traces du Passé».
Eine weitere Möglichkeit ist die Ruine Vanel: Sie ist vom Ortszentrum aus zu Fuß über Wanderweg Nr. 11 erreichbar. Die Route «La Sarine au Pays-d’Enhaut» beginnt ebenfalls in Rougemont und führt durch Landschaften, die von Berglandwirtschaft und Regionalgeschichte geprägt sind. Wer sich für die Geschichte des Käses interessiert, findet einen anderen Zugang auf der Via L’Etivaz AOP. Sie folgt historischen Wegen, auf denen Käse einst von den Alpenweiden in Richtung der Dörfer L’Etivaz oder Rougemont transportiert wurde. Das ist ein historischer Bezug; auf der Route über Siernes Picat geht es um Alpen, von denen einige heute L’Etivaz AOP herstellen.
Anreise und Bergziele
Rougemont ist mit der MOB-Bahn erreichbar; ein Blick auf den Fahrplan vor der Fahrt ist sinnvoll, da sich Fahrpläne ändern können. Vom Bahnhof Rougemont erreichen Sie die Gondelbahn La Videmanette in etwa sieben Minuten zu Fuß. Der Bahnhof wird von der MOB-Linie bedient, und die Gondelbahn bringt Besucher zur Videmanette auf mehr als 2.100 Metern Höhe. Das Skigebiet La Videmanette verfügt über die mit 7,5 Kilometern längste Abfahrt der Region.
Für Schneeschuhrouten zählt Rougemont zu den wichtigsten Ausgangspunkten im Regionalpark, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. So lassen sich winterliche Wege als eigener Schwerpunkt neben der Gondelbahn und dem Skigebiet betrachten. Das Tourismusbüro in Rougemont unterstützt Besucher bei der Vorbereitung ihres Aufenthalts. Bei einer Führung kann außerdem eine Verkostung regionaler Produkte bei der Fromagerie Fleurette stattfinden.
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