L’Eau Rouge ist eine eisenhaltige Quelle in Morgins, die die Steine der Vièze ockerrot färbt. Der Lac de Morgins steht seit 1978 unter Schutz. Dazu kommen Wege zu Fuß, Bergaktivitäten und Dorfkultur – verschiedene Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt im Wallis.
Lage zwischen Tal, See und Pass
Morgins ist ein Feriendorf im Kanton Wallis in der Schweiz und gehört politisch zur Gemeinde Troistorrents im Bezirk Monthey. Der Ort liegt auf 1.333 Metern im Val de Morgins, einem Seitental des Val d’Illiez im Chablais. Durch Morgins führt die Straße zum Pas de Morgins, der das Wallis mit Haute-Savoie in Frankreich verbindet. Die Gondelbahn verbindet das Dorfzentrum auf 1.350 Metern mit dem Gipfel der Foilleuse auf 1.850 Metern und fasst zehn Personen.
Der Lac de Morgins liegt auf dem Gebiet der Station Morgins in der Gemeinde Troistorrents. Auf 1.367 Metern Höhe umfasst er 16,5 Hektar. Am See lässt sich ein weiterer Aspekt der Ortslage einordnen: Er gehört zu den Landschaftsorten, für die Morgins neben seinen Wegen und Bergaktivitäten bekannt ist.
Zu Fuß: Pointe de Bellevue und Vallon de They
Von der Tourismusinformation in Morgins ist die Pointe de Bellevue zu Fuß in 2 Stunden und 15 Minuten erreichbar; sie erreicht eine Höhe von 2.041 Metern. Auch das Vallon de They ist vom Dorfzentrum aus zu Fuß erreichbar. Die dortige Promenade führt über 32 Holzbrücken, die jeweils nach einer örtlichen Blume benannt sind. Damit bietet der Spaziergang neben seinem Ziel eine Reihe klar unterscheidbarer Wegdetails.
Sommer- und Bergaktivitäten
Im Sommer gibt es in Morgins zahlreiche Wanderwege und ein grenzüberschreitendes Wegenetz für Mountainbiker. Der Parcours E-Bike 06 ist eine 26 Kilometer lange, mittelschwere Rundstrecke, die in Morgins oder Champoussin beginnt. Davon zu unterscheiden ist die Géant-Piste im Bikepark Champéry–Les Crosets–Morgins: Sie liegt in Morgins und ist für Anfänger.
Im Espace du Géant gibt es einen 2,5 Kilometer langen Waldparcours für Bogenschießen. Seine 18 Ziele stellen verschiedene Tiere der Region dar. Dort sind auch Abfahrten mit dem Dévalkart auf einem nicht motorisierten Gefährt möglich; der Rückweg nach oben erfolgt mit dem Skilift. Das Dévalkart-Angebot ist saisonal verfügbar, daher empfiehlt es sich, die Verfügbarkeit vor der Reise zu prüfen.
Auch begleitete Ausritte gehören zu den Angeboten in Morgins: Der Ranch de Morgins bietet sie im Winter und im Sommer mit Ponys und Pferden an. Die Aktivitäten unterscheiden sich damit nach Art und Jahreszeit; beim Dévalkart ist die saisonale Verfügbarkeit besonders zu beachten.
Dorfkultur und Geschichte
Im Herzen des Dorfes ist Le Carillon pour la Paix ein im Freien sichtbares Kulturerbe in den Bergen. Das Carillon besitzt 23 Glocken; zwei weitere befinden sich im Kirchturm. Als kultureller Anlaufpunkt ergänzt es die Landschafts- und Outdoor-Themen um eine Besonderheit mitten im Dorf.
Die Geschichte des Tourismus in Morgins reicht bis in die 1820er-Jahre zurück: Durch die touristische Nutzung seines eisenhaltigen Wassers entwickelte sich der Ort zu einem Badeziel. Das 1846 errichtete ehemalige Grand Hôtel des Bains beherbergte Badegäste aus England, Deutschland und Frankreich. 1981 wurde das Hotel abgerissen; es gehört damit zur historischen, nicht zur heutigen Unterkunftslandschaft.
Auch die Wintersportgeschichte reicht über die Landesgrenze hinaus. 1961 vereinbarte Morgins als erstes Skigebiet der Schweiz eine Zusammenarbeit mit dem französischen Wintersportort Châtel. Diese Vereinbarung legte den Grundstein für das französisch-schweizerische Wintersportgebiet Portes du Soleil.
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