In Grächen setzen Bergwege, Suonen und Dorfgeschichte unterschiedliche Akzente für einen Aufenthalt. Die Hannigalp ist ein Ziel für die Fahrt mit der Gondel ebenso wie für eine Wanderung; entlang der Suonen führen Rundwege durch Lärchenwälder, und im Ort erzählt eine Besichtigung von historischen Gebäuden und traditioneller Bauweise. So können Sie den Schwerpunkt auf Bergtouren, Winterangebote oder einen Einblick in die Geschichte Grächens legen.
Hannigalp und Wege im Mattertal
Die Hannigalpbahn fährt von Grächen auf 1.619 Metern zur Hannigalp auf 2.114 Metern. Die Märchen-Gondelbahn Hannigalp begleitet die Fahrt mit erzählten Märchen; ihr Betrieb ist saison- oder fahrplanabhängig. Prüfen Sie deshalb vor Ihrem Besuch den Fahrplan. Auf der Hannigalp steht auf über 2.000 Metern ein grosses Spielparadies, das für Familien mit Kindern geeignet ist. Seine Verfügbarkeit kann vom saisonalen Betrieb abhängen.
Wer lieber zu Fuss unterwegs ist, findet eine Wanderroute von Grächen zur Hannigalp mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Von der Hannigalp aus können Sie weitere Wanderungen unternehmen oder mit der Gondel nach Grächen zurückfahren. Eine längere Route führt auf dem Europaweg von Grächen nach Zermatt durch das Mattertal. Die 40 Kilometer lange Europaweg-Tour lässt sich mit Postauto und Bahn abkürzen; prüfen Sie für Ihre Planung die Fahrpläne dieser Verbindungen.
Suonen, Waldwege und Gletscherlandschaft
Die Rundwanderung entlang der Suonen Eggeri und Chilcheri verläuft auf flachen Wegen durch Lärchenwälder. Unterwegs gibt es Rastplätze und Spielinseln. Für ein anderes Wanderziel führt von Grächen ein Waldweg entlang der Suonen in etwa eineinhalb Stunden zur Gletscherzunge des Riedgletschers. Dort können Sie die Gletschermoräne bestaunen. Die Rundwanderung und der Weg zum Gletscher unterscheiden sich damit sowohl durch ihren Verlauf als auch durch das Ziel.
Auch die Alpe Äbnet bietet einen eigenen Landschafts- und Kulturbezug: Ihre Wiesen sind von Lärchen und Arven geprägt, erreichbar ist die Alpe nur zu Fuss oder mit dem Bike. Zum saisonalen Alpaufzug treffen Eringer-Kühe im «Ringchrommu» zusammen; nach Ringkämpfen wird die «Ringkuh» gekürt. Dieser Brauch ergänzt die Wander- und Naturthemen um einen Einblick in eine traditionelle Praxis.
Dorfbesichtigung und Ortsmuseum
Die Dorfbesichtigung ist ein Spaziergang durch die Geschichte von Grächen und vermittelt Einblicke in historische Gebäude aus der Frühen Neuzeit. Dabei geht es auch um die traditionellen Stadel und ihre runden steinernen Stützen. Eine kostenlose Broschüre zum Dorfrundgang ist im Tourist Office erhältlich. Sie hilft bei der Orientierung entlang der Tafeln des selbstgeführten Rundgangs; prüfen Sie die Verfügbarkeit der Broschüre vor Ihrer Anreise.
Im Ortsmuseum Grächen wird die Geschichte des Ortes und seine Entwicklung zum heutigen Ferienort mit Gegenständen, Fotografien, Statistiken, Bildern und Informationen dargestellt. Die Dorfbesichtigung führt die Baugeschichte draussen vor Augen, während das Museum einen breiteren Blick auf Grächens Entwicklung ermöglicht. Beide Zugänge eignen sich, wenn Sie neben den Landschafts- und Wanderangeboten auch den Ort selbst näher kennenlernen möchten.
Winterangebote und unterschiedliche Strecken
Im Winter bietet das Skigebiet Hannigalp 44 Kilometer Pisten; der Betrieb ist saisonabhängig. Als weitere Möglichkeit gibt es eine drei Kilometer lange Familien-Winterwanderung von Grächen nach Bärgji. Auf dieser Route reichen die Ausblicke ins Mattertal und zu den umliegenden Viertausendern. Der Schneeschuhtrail vom Grächner See zur Hannigalp ist ebenfalls drei Kilometer lang und dauert etwa eineinhalb Stunden. Beide Angebote haben dieselbe angegebene Distanz, unterscheiden sich aber in der Aktivität und im Ziel: Bärgji ist das Ziel der Winterwanderung, die Hannigalp das Ziel der Schneeschuhroute.
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