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Zweidlen bietet mehrere klar unterscheidbare Gründe für einen Aufenthalt: das denkmalgeschützte Kraftwerk Eglisau, einen literarischen Wanderweg, technische Ausstellungen und Zeugnisse der Grenzbefestigung am Rhein. Dazu kommt ein Naturthema im Waldgebiet Steinbruch Zweidlen. Für die Planung hilft es, diese Angebote nach Interesse und Zeitaufwand zu trennen: Für den Dichterweg sollten Sie etwa drei Stunden Gehzeit einrechnen; für Führungen im Kraftwerk gilt ein Mindestalter.

Kraftwerk Eglisau und Industriearchitektur

Das Kraftwerk Eglisau in Zweidlen wurde zwischen 1915 und 1921 erbaut. Als Zeugnis der damaligen Industriearchitektur steht es unter Denkmalschutz. Wer sich für die Geschichte der Wasserkraft interessiert, kann eine Führung im Wasserkraftwerk in Betracht ziehen: Der Axpo Power Besucherdienst bietet solche Führungen an. Das Mindestalter beträgt zwölf Jahre; sie können auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch stattfinden. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Bedingungen des Besucherdienstes.

Literaturweg und technische Einblicke

Der Gottfried-Keller-Dichterweg ist eine Erlebniswanderung mit 14 Gedicht- und Texttafeln. Sie erklären, wo Gottfried Keller zu seinen Werken inspiriert wurde, und geben Einblicke in seine Gefühlswelt. Die Gehzeit beträgt etwa drei Stunden; der Weg führt weiter bis zur S-Bahn-Station Zweidlen. Wenn Sie die Wanderung einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen und für die Weiterfahrt den Fahrplan.

Ein anderer Zugang zu Technik und Energie wartet im Stromhaus «Burenwisen». Dort sind historische und moderne Exponate sowie aktuelle Informationen zur Elektrizität zu sehen. Zu den Ausstellungsstücken zählen Elektrogeräte und technische Einrichtungen aus den vergangenen 100 Jahren. Experimente im Stromlabor und eine Tonbildschau ergänzen die Ausstellung und vermitteln Wissen auf anschauliche und praktische Weise. So stehen hier sowohl die technische Entwicklung als auch das Ausprobieren im Mittelpunkt.

Spuren der Orts- und Grenzgeschichte

Die Grenzbefestigung am Rhein und auf dem Laubberg umfasste vier Mg-Bunker und 17 Unterstände. Sie wurden vor und während des Aktivdienstes in den Jahren 1939 bis 1941 errichtet. Die Sperrstelle Zweidlen-Lätten schloss den Abschnitt der Rheinbefestigung östlich von Kaiserstuhl bis östlich von Rheinsfelden sowie eine zweite Verteidigungslinie von Zweidlen bis Laubberg-Dachsberg ein. Ein konkretes Bauwerk ist der zweistöckige Infanteriebunker Zweidlen Hörnli am Rand des Wäldchens Hörnlirain nordöstlich von Zweidlen.

Auch ein früheres Ereignis gehört zur Ortsgeschichte: Ein Grossbrand zerstörte 1748 im Dörfchen Zweidlen elf Häuser und Scheunen. Die Befestigungsanlagen und die Brandgeschichte zeigen unterschiedliche Kapitel der Vergangenheit des Ortes, von der militärischen Sicherung der Grenze bis zu einem einschneidenden Ereignis im Dorf.

Natur und Einkauf ab Hof

Im Waldgebiet Steinbruch Zweidlen umfasst eine Höhle, die von verschiedenen Fledermausarten als Winterquartier genutzt wird. Darunter sind teilweise Arten der Roten Liste von höchster nationaler Priorität. Möglicherweise dient die Höhle außerdem als Zwischen- und Schwärmquartier. Diese ökologische Besonderheit ergänzt die technischen und historischen Themen um einen Blick auf die heimische Tierwelt.

Auch für die Verpflegung ist eine konkrete Möglichkeit benannt: In Zweidlen Dorf werden Fleisch und Wein ab Hof in einem Selbstbedienungs-Hofladen verkauft. Das ergänzt die Ausflugsziele um einen praktischen Bezug zum Ort.

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