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Der Pfäffikersee ist eine Moorlandschaft von nationaler Bedeutung und zugleich ein national bedeutendes Amphibienlaichgebiet sowie Wasser- und Zugvogelreservat. Pfäffikon liegt im Zürcher Oberland am Nord- und Ostufer des nach dem Ort benannten Sees. Natur und Ortsgeschichte lassen sich hier über unterschiedliche Entdeckungen kennenlernen: vom Ufer und seinen Lebensräumen bis zu römischen Spuren und historischen Häusern.

Pfäffikersee und Moorlandschaften

Der Pfäffikersee-Rundweg führt an hohen Schilfgürteln und prächtigen Moorlandschaften vorbei, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Wer sich für diese Lebensräume und ihre Bewohner interessiert, findet im Naturzentrum Pfäffikersee eine Ausstellung dazu. Das Zentrum bietet ausserdem öffentliche Naturveranstaltungen, Exkursionen und private Führungen an. Termine und Buchungsbedingungen sollten Sie vorab prüfen.

Auch das Torfriet gehört zu den besonderen Naturflächen Pfäffikons: Es ist eine 3,2 Hektar grosse Hochmoorfläche von nationaler Bedeutung. Am Seequai können Sie spazieren und flanieren; der Ort dient auch verschiedenen Anlässen der Dorfgemeinschaft. Wenn Sie am Pfäffikersee grillieren möchten, ist dies nur an den dafür vorgesehenen Feuerstellen erlaubt.

Die Bootsvermietung am Seequai stellt saisonal bis zu 50 Ruderboote zur Verfügung. Prüfen Sie die Verfügbarkeit vor Ihrem Besuch. In der Pfäffiker Badi gibt es ein Schwimmbecken, Seeanstoss und eine Sauna; im Sommer stehen dort auch Wasserrutschen zur Verfügung. Saisonale Einrichtungen und Zugang sollten Sie vorab überprüfen. Der Pfäffikersee ist motorbootfrei.

Römische Spuren und Pfäffiker Geschichte

Das römische Kastell Irgenhausen wurde im 4. Jahrhundert zur Kontrolle einer Strasse erbaut, die von den Bündner Pässen über das heutige Rapperswil nach Winterthur und weiter an den Rhein führte. Es gilt als die am besten erhaltene römische Ruine der Nordostschweiz. Der Pfäffiker Kulturpfad besteht seit 2024 und stellt zunächst 16 historische Objekte mit Informationstafeln und abrufbaren QR-Code-Informationen vor.

In Pfäffikon sind an mehreren Stellen neolithische Seeufersiedlungen nachgewiesen, die im Volksmund «Pfahlbaudörfer» genannt werden. Das Museum am Pfäffikersee befindet sich in einem Oberländer Doppelflarzhaus am Seequai, das aus dem 17. Jahrhundert stammt. Seine Dauerausstellung zeigt zahlreiche urgeschichtliche Funde aus Pfäffikon und der Umgebung. Eine weitere historische Spur ist das Zehntenhaus, eines der ältesten Häuser Pfäffikons: Es stammt aus dem 16. Jahrhundert. Eine im Museum aufbewahrte Flugpfette ist auf 1599 datiert.

Auch die Reformierte Kirche Pfäffikon verbindet einen historischen Bau mit einer praktischen Besuchszeit: Sie wurde von 1484 bis 1488 im gotischen Stil umgebaut und ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.

Markt und lokale Anlässe

Der Wochenmarkt Pfäffikon findet jeden Samstag von 7 bis 14 Uhr auf der Seestrasse statt. Lokale Produzenten bieten dort unter anderem Gemüse, Früchte, Backwaren, Fleisch, Fisch und Milchprodukte an; das Angebot kann sich ändern. Da sich Betriebsdetails saisonal verschieben können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Marktzeiten.

Beim Forellenfest werden in Europas grösster Fischpfanne rund 2800 Forellen zubereitet. Das Fest ist ein wiederkehrender lokaler Anlass; prüfen Sie die Termine separat. Für die Anreise ist Pfäffikon mit Zügen ab Zürich, Winterthur und Wetzikon im Halbstundentakt erreichbar. Da sich Fahrpläne ändern können, informieren Sie sich vor der Fahrt über die aktuellen Verbindungen.

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