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Mittelalterliche Weinkeller, gehauen in vulkanischen Tuff: An der Tokajer Weinstraße verbindet sich Weinbau mit einer markanten geologischen Kulisse. Trebišov gilt in der Slowakei als Tor zur Tokajer Weinregion. Die Weinstraße führt durch Bara, Čerhov, Černochov, Malá Tŕňa, Slovenské Nové Mesto, Veľká Tŕňa und Viničky sowie durch die historisch mit dem Tokajer Mikrogebiet verbundenen Orte Borša, Ladmovce und Zemplín. Einen anderen Zugang zur Gegend bieten Flussarme, Auen und die Vogelwelt des östlichen Tieflands.

Tokajer Wege, Ausblicke und Erlebnisse

Der Tokajer Aussichtsturm steht in den Weinbergen zwischen Malá Tŕňa und Černochov. Der zwölf Meter hohe Turm ist einem Holzfass nachempfunden und eröffnet Ausblicke auf die Tokajer Region und ihre Weinberge. Zu seiner Ausstattung gehören ein Unterstand und ein Kinderspielplatz; als Rastplatz dient er Touristinnen und Touristen, Radfahrenden sowie Familien mit Kindern. Prüfen Sie den Zustand der Einrichtungen vor Ort.

Auf dem Bodrog kann eine Bootsfahrt am Hafen hinter Viničky beginnen und bis ins ungarische Sárospatak oder nach Tokaj führen. Prüfen Sie vor der Reise, ob die Fahrt aktuell angeboten wird. Das Schloss Borsi Rákóczi bietet eine interaktive Ausstellung, einen Escape-Room, ein virtuelles Erlebnis-Spiel und Panorama-Projektionen. Da sich einzelne Angebote ändern können, erkundigen Sie sich vor dem Besuch, welche Formate verfügbar sind.

Auch die Weinkeller selbst geben der Region ein besonderes Profil: Ihre mittelalterlichen, in Tuff gehauenen Räume machen das vulkanische Gestein zum Teil der Tokajer Weinbautradition. Die Orte entlang der Weinstraße und die historisch mit dem Mikrogebiet verbundenen Gemeinden geben dem Weinland dabei unterschiedliche Bezugspunkte, ohne dass Trebišov als Startpunkt der Route gelten muss.

Schloss, Kirche und Geschichte in Trebišov

Das Museum in Trebišov befindet sich in einem barock-klassizistischen Schloss im Stadtpark, zu dem ein französischer Garten gehört. Seine Dauerausstellungen reichen vom Tokajer Weinbau und der Weinherstellung samt Archiv der Tokajer Weine über Landwirtschaftsgeschichte in der Ostslowakei bis zu Volkstracht und Handwerk in Zemplín. Hinzu kommen historische Traktoren und Verbrennungsmotoren, Dampfpflüge und Seilpflug, die Entwicklung des Dreschens sowie archäologische Denkmäler des Bezirks Trebišov. So treffen Kulturgeschichte, Technik und Landwirtschaft in einem Haus aufeinander. Die Themen der Dauerausstellungen können sich verändern.

Ein weiteres historisches Bauwerk ist das Mausoleum des Grafen Július Andrássy. Es wurde 1893 nach einem Entwurf des deutschen Architekten Arthur Meining im neugotischen Stil errichtet. Der Sarkophag stammt aus den Jahren 1893 bis 1895 und wurde vom Budapester Bildhauer Juraj Zala geschaffen.

Die Kirche Mariä Heimsuchung ist seit 1963 ein nationales Kulturdenkmal. In den 63 Feldern des gotischen Netzgewölbes von Chor und Schiff befinden sich Rokoko-Malereien. Gerade das Zusammenspiel des gotischen Gewölbes mit der späteren Rokoko-Malerei macht die Innenraumgestaltung zu einem eigenen Thema neben der Geschichte des Mausoleums und des Museums.

Flusslandschaften und geschützte Arten

Das Medzibodrožie ist von einem Geflecht aus Flussarmen, periodisch überfluteten Lebensräumen, angrenzenden Auwäldern sowie Auenwiesen und Weiden geprägt. Zu den dort geschützten Brutvögeln zählen unter anderem Moorente, Trauerseeschwalbe, Purpurreiher, Rohrdommel und Bienenfresser. Die Východoslovenská rovina zeigt einen anderen Landschaftszug: Sie ist überwiegend von intensiv genutzten Agrarflächen geprägt, und ihr Steppencharakter kommt mehreren Vogelarten zugute.

Das Nationale Naturreservat Tajba ist ein Altarm des Bodrog und unterliegt der fünften, strengsten Schutzstufe. Dort brütet regelmäßig die kritisch gefährdete Europäische Sumpfschildkröte; außerdem kommt Wasservogelwelt vor. Beachten Sie bei einem Besuch die Schutzbestimmungen des Reservats.

Im Katastergebiet von Borša liegt das Schutzgebiet Boršiansky les. Auf 7,93 Hektar bewahrt es einen Lebensraum von europäischer Bedeutung mit niederungstypischen Weiden-Pappel-Auwäldern des Typs 91E0. Zu den dort genannten Arten von europäischer Bedeutung gehören Hirschkäfer, Bachmuschel und Rotbauchunke; für das Gebiet gelten die Schutzstufen 2 beziehungsweise 3.

Auf dem Borsuk gibt es ein geschütztes Vorkommen wärmeliebender Vegetation mit seltenen Pflanzenarten wie Dictamnus albus und Iris pumila. Oberhalb der Weinberge wurde im andesitischen Bereich außerdem eine Obsidianfundstätte entdeckt. Diese Natur- und Geologie-Themen ergänzen die Auenlandschaften um einen weiteren Blick auf die regionalen Lebensräume.

Zwei Radstrecken mit unterschiedlichem Charakter

Die Dolnozemplínska-Radfernstraße verläuft über 22,5 Kilometer von Čerhov nach Viničky. Ein 3,5 Kilometer langer Abschnitt verläuft zwischen Borša und Viničky entlang des Bodrog-Damms in Richtung Zemplín. Der Radweg Lesíkom ist mit 10,2 Kilometern kürzer und führt von Čerhov nach Veľká Tŕňa durch die Wälder der Zemplín-Hügel. Forstwege verbinden dabei die beiden Weinbauorte. Die Strecken unterscheiden sich sowohl in ihrer Länge als auch in der beschriebenen Umgebung. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Oberflächenbedingungen; unbefestigte Abschnitte des Lesíkom können wetterabhängig sein.

Weitere Reiseziele entdecken: Trebišov, Veľká Tŕňa, Viničky, Dobrá, Čierna Nad Tisou, Veľký Kamenec, Biel, Sečovce, Veľaty.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kaschau.

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