Kaschau lässt sich über starke Kontraste entdecken: unterirdische Räume und tiefe Schluchten stehen neben Museen, historischen Anlagen und dem Tokajer Weinbau. Wer die Reise nach eigenen Interessen gestaltet, kann markierte Wege, Höhlentouren und kulturelle Entdeckungen miteinander vergleichen.
Höhlen und Wege im Karst
Im südlichen und südöstlichen Teil der Region Gemer liegt der Nationalpark Slovenský kras. Mehr als 1.300 Höhlen und Abgründe sind dort bekannt; mehrere gehören zu UNESCO-Welterbestätten. Im Nationalpark sind etwa 270 Kilometer Wanderwege und rund 50 Kilometer Radwege markiert. Der Lehrpfad Zádielska tiesňava ist der älteste Lehrpfad des Nationalparks und umfasst sieben Informationstafeln beziehungsweise Stationen. Das Natura-2000-Gebiet Slovenský kras erstreckt sich in die Region Košický kraj.
Die Jasovská jaskyňa verbindet besondere Gesteinsformen mit einem konkreten historischen Detail: In der Husitská-Halle befindet sich eine Bruderschaftsinschrift aus dem Jahr 1452. Pagodenähnliche Stalagmiten und steinerne Wasserfälle prägen ihre Tropfsteinformationen. Der erschlossene Teil ist 720 Meter lang; die Führung dauert 45 Minuten und umfasst 314 Stufen. Der Eingang liegt etwa 100 Meter vom Parkplatz entfernt und ist ohne Höhenunterschied erreichbar. Prüfen Sie die aktuellen Besuchsbedingungen, bevor Sie Ihre Höhlentour planen.
Auch andere Höhlen bieten einen eigenen Blick auf den Karst. Auf dem Besichtigungsweg der Gombasecká jaskyňa sind besonders dünne, hohle Sinterröhrchen erhalten; der Weg ist etwa 530 Meter lang und dauert rund 30 Minuten. In der Ochtinská aragonitová jaskyňa schmücken exzentrische Aragonitformationen die Decke. In ihrer Halle der Milchstraße wirkt weißer Aragonit wie ein Sternenhimmel. Die Höhle ist 300 Meter lang, die Besichtigung dauert 30 Minuten. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Maße: einmal den Besichtigungsweg, einmal die Länge der Höhle.
Schluchten und Naturerlebnisse
Zum Nationalpark Slovenský raj gehören Hochebenen, tiefe Canyons, Schluchten, Wasserfälle, oberirdische Karsterscheinungen und unterirdische Räume. Der Park gilt als Naturjuwel der Region Spiš. Am südwestlichen Rand des Nationalparks liegt die Dobšinská ľadová jaskyňa, seit 2000 UNESCO-Weltnaturerbestätte. Ihr Besichtigungsweg ist 515 Meter lang und überwindet 43 Höhenmeter; die Besichtigung dauert etwa 30 Minuten. Wenn Sie diesen Rundgang einplanen, prüfen Sie die aktuellen Besucherbedingungen vorab.
Im Hornád-Canyon ist das Befahren vom 1. Mai bis zum 31. Oktober erlaubt. Die regulierte Kajakstrecke verläuft von Hrabušické Mýto bis Čingov. Saison und festgelegte Endpunkte geben der Planung einen klaren Rahmen; prüfen Sie vor der Fahrt die geltenden Bedingungen.
Museen und Entdeckungen in Košice
Košice ist die Metropole der Region Košice und ein regionales Zentrum für Handel, Handwerk, Kultur und Bildung. Im Východoslovenské múzeum steht der Košický zlatý poklad im Mittelpunkt einer erlebnisorientierten und interaktiven Ausstellung: Er besteht aus 2.920 Goldmünzen, Dukaten und Doppeldukaten, drei Goldmedaillen und einer Renaissance-Goldkette. Die Ausstellung Príroda Karpát umfasst 2.040 naturkundliche Exponate. Insgesamt besitzt das Museum mehr als 500.000 Objekte; eine Auswahl wird in fünf thematischen Dauerausstellungen gezeigt. Im Mikluš-Gefängnis gehören unterirdische Räume einer ehemaligen Folterkammer und eine dauerhafte Wachfigureninstallation zum Ausstellungserlebnis.
Die Východoslovenská galéria empfängt Besucher an den Standorten Hlavná 27 und Alžbetina 22. Zu ihrem Angebot gehört die Dauerausstellung Komédia ducha. Für Schulgruppen ab acht Personen werden altersgerechte Workshops mit Führung angeboten. Einen anderen Zugang zu Naturthemen bietet der Botanische Garten der UPJŠ: Seine Gewächshäuser umfassen 3.500 Quadratmeter und zeigen tropische und subtropische Pflanzen. Zu den artenreichsten Sammlungen zählen Kakteen, andere Sukkulenten, Orchideen und Bromelien. Das höchste Gewächshaus ist zwölf Meter hoch und präsentiert Pflanzen Südostasiens, darunter Bananenpflanzen, Farne, Orchideen und den Riesenbambus Dendrocalamus giganteus.
Schlossgeschichte, Park und Tokajer Wein
Kaštieľ Betliar wurde 1881 bis 1886 als Residenz errichtet, die vor allem als Jagdsitz und Museum für die Sammlung ihres Eigentümers genutzt wurde. In den ehemaligen Appartements der gräflichen Familie befindet sich die Dauerausstellung des Múzeum Andrássyovcov. Kaštieľ Betliar ist das einzige Schlossgut der Slowakei, das nach 1945 mit seiner ursprünglichen Ausstattung und seinen Sammlungen erhalten blieb; seit der Verstaatlichung dient es praktisch als Museum.
Der Park wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts angelegt und ist größer als 80 Hektar. Zu seinen markanten Elementen zählen ein Freimaurerpavillon, ein chinesischer Pavillon, eine japanische Brücke und der Hermesbrunnen. Am Ende des Hauptspazierwegs liegt beim Teich ein Tiergehege in Form einer mittelalterlichen Burg mit Türmchen. Eine weitere Station der Museumsgeschichte ist das Andrássy-Mausoleum in Krásnohorské Podhradie: Die architektonisch außergewöhnliche Grabkapelle wurde 1903 bis 1904 errichtet und ist eine der Außenstellen des Betliar-Museums.
Im östlichen Teil der Region Košice prägt besonders der ausgezeichnete Tokajer Wein den unteren Zemplín. Der slowakische Teil des Tokajer Weinbaugebiets umfasst 907 Hektar und ist der kleinste Weinbaugebietsteil der Slowakei. Die Tokajská vínna cesta verbindet Tokajer Gemeinden, Weinbauern, Weinproduzenten, Kultur- und Geschichtsdenkmäler, Vinotheken, Weinschenken und Handwerker. Als weiterer regionaler Kontrast gehört die Umgebung des Stausees Zemplínska Šírava zu den meistbesuchten touristischen Gebieten des unteren Zemplín.
Weitere Reiseziele entdecken: Kaschau, Vyšná Rybnica, Okres Košice-Okolie, Rožňava, Okres Spišská Nová Ves, Okres Trebišov, Okres Gelnica, Okres Michalovce, Okres Sobrance.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Slowakei.