155 Stufen führen hinauf zur 87 Meter hohen Turmspitze der römisch-katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Von dort reicht der Blick über Spišská Nová Ves und die Umgebung bis zum Panorama der Hohen Tatra. Im Okres Spišská Nová Ves stehen solche Stadterkundungen neben Naturerlebnissen im Nationalpark Slovenský raj, der sich in den Bezirk erstreckt und dort das einzige großflächige Schutzgebiet ist.
Wanderwege und Natur im Slovenský raj
Wer die Landschaft zu Fuß erkunden möchte, findet im Nationalpark 268,2 Kilometer markierte Wanderwege. Hinzu kommen 13 Lehrpfade mit insgesamt fast 89 Kilometern. Die Lehrpfade ergänzen das Wanderwegenetz um eigene Routen, während die Naturausstellung im Múzeum Spiša Pflanzen und Tiere aufgreift, denen man bei Spaziergängen in der Region begegnen kann.
Auch für Radtouren gibt es mehrere Maßstäbe: Im Slovenský raj und seiner Pufferzone verlaufen 110 Kilometer markierte Radwege. Davon liegen 65 Kilometer im Nationalpark und 45 Kilometer in der Pufferzone. Eine eigene 74 Kilometer lange Radroute rund um den Slovenský raj bildet eine Schleife mit Start und Ziel in Spišská Nová Ves; dazu gehören Busbahnhof, Bahnhof und Parkplatz. Sie können die Streckenangaben daher als unterschiedliche Orientierung nutzen: einmal für das Wegenetz im Schutzgebiet und seiner Pufferzone, einmal für eine Rundroute mit Ausgangs- und Endpunkt in der Stadt.
Weitere benannte Radverbindungen erschließen Orte in der Region. Die Spišská cyklomagistrála verbindet Hrabušice, Spišské Tomášovce, Smižany, Spišská Nová Ves und Markušovce und führt anschließend in Richtung Spišský hrad und Kežmarok weiter. Die Hnilecká cyklomagistrála verläuft über Mlynky, Hnilec und Nálepkovo. So lassen sich eine konkrete Schleife und längere Verbindungen mit unterschiedlichen Ortsfolgen voneinander unterscheiden.
Kulturdenkmäler und Ausstellungen
Zum kulturellen Erbe des Okres gehören mehr als 1.560 registrierte bewegliche und unbewegliche Kulturdenkmäler. Drei Denkmalzonen befinden sich in Spišská Nová Ves, Spišské Vlachy und Markušovce. In Spišská Nová Ves ist das Múzeum Spiša seit 1954 in einem historischen Gebäude des ehemaligen mittelalterlichen Rathauses untergebracht. Zweigstellen mit Ausstellungen gibt es in Markušovce und Smižany.
Die Dauerausstellung des ethnografischen Museums in Smižany widmet sich der Volkskultur der mittleren und unteren Spiš vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt stehen Textilien, Kleidung und ihre Herstellung. Einen anderen Zugang zur Sammlung bietet die Spiš Artists Gallery: Sie präsentiert 1.898 Kunstwerke in drei Dauerausstellungen in einem historischen Bürgerhaus im Zentrum von Spišská Nová Ves, dessen Geschichte bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts zurückreicht.
Auch Eisenbahngeschichte wird in Spišská Nová Ves anschaulich. Die Railway Exposition umfasst eine Modelleisenbahn und Zugmodelle; Besucher können das Lokomotivfahren und die Arbeit eines Fahrdienstleiters ausprobieren. Hinzu kommen ein Eisenbahnkommunikationssystem sowie Bildmaterial und historische Erinnerungen an die Bahnstrecke Košice–Bohumín. In Krompachy steht mit dem Eisenbahn-Hochofen, der als „maša“ bekannt ist, ein Industriedenkmal aus dem Jahr 1831. Das Spišské divadlo ist seit 1992 unter diesem Namen im Gebäude Reduta tätig und blickt auf eine mehr als 40-jährige Geschichte zurück.
Märkte und Veranstaltungen
Für einen Blick auf die Veranstaltungstraditionen bieten sich zwei unterschiedliche Formate an. Der Spišský trh dauert vier Tage und knüpft an die Markttradition von Spišská Nová Ves seit dem 6. Dezember 1380 an; Jahrmarktsspeisen gehören zum Erlebnis. Die Dni mesta Spišská Nová Ves finden jährlich am Ende des Sommers statt. Zu ihnen gehört ein Markt für volkstümliches Handwerk mit fast 100 Ständen. Die beiden Veranstaltungen verbinden damit Marktleben, Handwerk und lokale Geschichte auf jeweils eigene Weise.
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