Krompachy verbindet markierte Wege mit einer vielschichtigen Ortsgeschichte. Eine einstündige Wanderung nach Plejsy steht als klare Outdoor-Option neben Kirchen, Gedenkorten und Zeugnissen der Industrie. Für die Reiseplanung können Sie daher abwägen, ob Ihre Zeit vor allem Wanderungen, Kulturgeschichte oder beidem gelten soll.
Kirchen und Geschichte der Stadt
Die römisch-katholische Kirche St. Johannes des Apostels und Evangelisten wurde 1774 an der Stelle einer älteren Kirche errichtet. Im Kirchengebäude eröffnete 2004 eine Gedenkstube für Mikuláš Šprinc und weitere bedeutende, in Krompachy geborene Persönlichkeiten. Die evangelische Kirche entstand 1789 bis 1791 in der heutigen Straße Mikuláša Šprinca; über ihrem Eingang befindet sich ein Bergbauemblem. So stehen unterschiedliche Zeugnisse nebeneinander: die Geschichte eines älteren Kirchenstandorts, eine Gedenkstube und ein Bau mit einem sichtbaren Bezug zum Bergbau.
Auch die barocke Kurie gehört zur Baugeschichte Krompachys. Sie wurde im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts errichtet und 1797 von der Familie Gundelfinger umgebaut. Die Kapelle des heiligen Johannes von Nepomuk wurde zum Gedenken an die Gründung des Bistums Rožňava errichtet; der Heilige ist dessen Schutzpatron. Krompachy ist außerdem Teil der ausgeschilderten Gotischen Straße.
Zum Gedenken an den Krompachy-Aufstand gehört ein Denkmal für seine Opfer, das 1971 zum 50. Jahrestag des Ereignisses enthüllt wurde. Jedes Jahr erinnert Krompachy auf dem Stadtfriedhof und in der Družstevná-Straße an den Aufstand und seine sechs Opfer. Die Straße war der Ort der blutigen Ereignisse. Ein weiteres Denkmal für die Opfer des Holocaust steht an der Stelle, an der sich früher die jüdische Synagoge befand.
Feste und regionale Küche
Das Tanzfestival in Krompachy hat Tradition; im städtischen Programm war für 2026 die 18. Ausgabe vorgesehen. Pankuškové fašiangy ist eine traditionelle Faschingsveranstaltung, die von der Stadt organisiert wird. Termine und Programm können variieren. Bei der Veranstaltung gehörten 2024 Wettbewerbe im schnellen Essen von Pankušky und Würsten zum Programm. Für die Ausgabe 2026 war eine Verkostung traditioneller Speisen aus der Spiš-Region angekündigt. Dazu zählten Pankušky, Grajzupa, Bohnensuppe, bäuerliche Suppe, Krautsuppe, Kuttelsuppe, Liwanzen, Äpfel im Schlafrock, Würste und Lángos. Diese Beispiele geben einen konkreten Eindruck von den regionalen Speisen, die für diese Ausgabe angekündigt waren.
Wandern, Radfahren und Winter
Von der Eisenbahnstation Krompachy führt eine einstündige Wanderung auf blau und gelb markierten Wegen nach Plejsy. Eine weitere Route verläuft blau markiert über Galmus nach Poráč und ist mit drei Stunden angegeben. Die Zeitangaben machen den Unterschied zwischen den beiden Wanderungen greifbar, ohne dass dafür eine Entfernung angenommen werden muss. Das Wanderwegenetz von Krompachy ist mit Wegweisern, Richtungsangaben und Hinweisen zur Gehzeit ausgeschildert. Da die kommunalen Routeneinträge älter sind und sich lokale Bedingungen ändern können, prüfen Sie Markierungen und Wegverhältnisse vor Ort.
Durch Krompachy führt auch eine grün markierte Radroute. Prüfen Sie vor einer Tour die aktuelle Beschilderung und die Oberflächenbedingungen. Für Wintersport verfügt das Skigebiet SKI Plejsy über neun Abfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Betriebsstatus und Saisonbedingungen können sich ändern; bestätigen Sie diese vor der Planung. Abseits einzelner Aktivitäten prägen Hügel, Täler, Wälder und Wiesen die Landschaft rund um Krompachy. Damit stehen neben den historischen Themen auch verschiedene Möglichkeiten im Freien als Reiseinteressen zur Wahl.
Spuren der Industrie
Die Eisenhütte Stará Maša umfasste einen rekonstruierten ursprünglichen Hochofen, eine neue Maschinenhalle und ein Hammerwerk mit Kupolofen. Dort wurden jährlich etwa 1.900 Tonnen Roheisen erzeugt. Das erste Wasserkraftwerk in der Ostslowakei wurde 1889 am Kanal des Flusses Hornád errichtet. Zusammen zeigen diese industriellen Zeugnisse eine weitere Seite der Stadtgeschichte, die sich von den Kirchen und Gedenkorten unterscheidet.
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