Zum Inhalt

Poproč verbindet eine hügelige Lage im Slowakischen Erzgebirge mit einer Ortsgeschichte, die von Hirtenarbeit, handwerklicher Heimarbeit und überlieferten Kulturformen erzählt. Zu den Themen für einen Aufenthalt zählen frühe Namensformen, die evangelische Kirche und ein Glockenturm, traditionelle Musik sowie eine Rad- und eine Wanderroute. So lässt sich der Ort sowohl geografisch als auch über konkrete Spuren seines früheren Alltags kennenlernen.

Lage und Höhenprofil

Poproč liegt im südöstlichen Teil des Slowakischen Erzgebirges auf Höhenrücken zwischen den Zuflüssen des Blh. Das hügelige Gelände befindet sich auf etwa 525 bis 570 m. Die Lagebeschreibung und die Höhenangabe erfüllen dabei unterschiedliche Orientierungszwecke: Höhenrücken und Zuflüsse verorten den Ort in der Landschaft, die Spanne gibt ein ungefähres Höhenprofil. Damit steht neben der kulturgeschichtlichen Perspektive auch ein konkreter geografischer Rahmen für die Reiseplanung.

Ortsgeschichte und frühere Arbeit

Ein datierter Anhaltspunkt ist das Jahr 1413: Poproč ist unter den Namen Felseő Poprocz und Also Poprocz belegt. Der historischen Überlieferung nach gründete der erbliche Richter Šebastián den Ort. Die unterschiedlichen Hinweise führen in die frühe Ortsgeschichte, während die überlieferten Berufe und Handwerke den Blick auf den Alltag richten.

Zu den historischen Lebensgrundlagen gehörten Viehhaltung und die Arbeit als Hirten. In den Haushalten stellte man traditionell Holzgeräte und Schindeln her. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war in Poproč das Weben von Hanfleinen und Flickenteppichen verbreitet; in Heimarbeit wurden zudem Holzlöffel und Kochlöffel hergestellt. Die Arbeitsfelder unterscheiden sich in ihrem Zweck: Viehhaltung und Hirtenarbeit gehörten zu den Lebensgrundlagen, während Weben und Holzarbeiten die häusliche Herstellung zeigen. Die Beispiele reichen von Textilien bis zu Gegenständen für Haushalt und Bau. So wird die Ortsgeschichte als Verbindung von Tätigkeiten für den Lebensunterhalt und häuslicher Arbeit greifbar.

Nach 1918 war die Geschichte Poprocs außerdem mit Bergleuten verbunden, die in Magnesitbergwerken arbeiteten. Das ergänzt die häusliche Herstellung um einen anderen Arbeitszusammenhang und führt die Ortsgeschichte über Handwerk und Viehhaltung hinaus.

Bauwerke und kulturelle Traditionen

Zur baulichen und kulturellen Seite gehören weitere konkrete Aspekte. In Poproč befindet sich eine evangelische Kirche; außerdem gibt es einen Glockenturm. Traditionelle Lieder, Wiegenlieder und Tänze sind erhalten geblieben. Die Kirche und der Glockenturm bilden die bauliche Seite; Lieder, Wiegenlieder und Tänze ergänzen sie als überlieferte kulturelle Ausdrucksformen.

Radroute und Wanderroute

Auch die Streckenangaben lassen sich gut auseinanderhalten. Bei der Radroute 5601 unterscheiden Sie Gesamtstrecke und Abschnitt im Ort: Insgesamt ist sie 11,0 km lang, davon verlaufen 4,4 km durch Poproč. Die 2,5 km lange Wanderroute ist eine andere Aktivität und eine eigene Streckenangabe. Damit können Sie bei der Auswahl einer Route sowohl die Aktivität als auch den Bezugswert der Länge berücksichtigen. Da sich Routendaten ändern können, prüfen Sie vor der Tour den aktuellen Routenverlauf.

Weitere Reiseziele entdecken: Rimavské Janovce, Drienčany, Hodejov, Slizké, Jesenské, Veľké Teriakovce, Rakytník, Hrachovo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.