Zum Inhalt

Zádor verbindet eine konkrete Landschaftslage mit einer langen Orts- und Kirchengeschichte. Der Ort liegt auf der Aue des Flusses Blh, im südlichen Teil des Beckens Rimavská kotlina. Flussaue und Beckenlage bilden den geografischen Rahmen; die Terrassen und die datierten Stationen der reformierten Kirche geben weitere Ansatzpunkte, um den Ort einzuordnen.

Landschaft an der Blh-Aue

Das unbewaldete Gemeindegebiet umfasst ebene und hügelige Bereiche, mit ausgeprägten Terrassen. Zádor lässt sich daher nicht allein als ebene Flusslandschaft beschreiben: Zur Lage auf der Aue kommen verschiedene Geländeformen innerhalb des Gemeindegebiets. Für einen Blick auf die Landschaft gehören diese Aspekte zusammen, ohne dass sie dasselbe bezeichnen.

Auch der Untergrund ist vielfältig beschrieben: Er besteht aus Mergel, Tonsteinen und Sandsteinen, die von Flussablagerungen bedeckt sind. Die Aue kennzeichnet die Lage am Blh, während Gesteine und Ablagerungen den Aufbau des Bodens beschreiben. So ergeben sich zwei unterschiedliche Perspektiven auf denselben Ort: seine Position im Becken und die Beschaffenheit des Gemeindegebiets.

Zádor liegt außerdem in der Schutzzone der Heilwässer des Kurbads Číž. Dieser Bezug ergänzt die Fluss- und Beckenlage um einen weiteren Aspekt der örtlichen Einordnung.

Ortsgeschichte und reformierte Kirche

Die erste schriftliche Erwähnung Zádors stammt aus dem Jahr 1372. Zu den historischen Bezeichnungen zählen Zadorhaza (1372), Zádorčie (1920) sowie Zádor und Zádorháza als ungarische Bezeichnung (1927). Die Namen markieren unterschiedliche historische Formen; die erste schriftliche Erwähnung und die älteste aufgeführte Namensform fallen beide ins Jahr 1372.

Auch die Besitzgeschichte hat mehrere Stationen: Zádor war zunächst im Besitz der Familien Széchy und Koháry und gehörte später der Familie Coburg. Diese Abfolge ergänzt die Namensgeschichte um einen weiteren Blick auf die historische Entwicklung des Ortes.

Eine reformierte Gemeinde bestand in Zádor bereits in den 1560er-Jahren und war der Gemeinde Rimavská Seč angegliedert. Diese frühe kirchengeschichtliche Station liegt zeitlich deutlich vor den überlieferten Bauphasen der reformierten Kirchen.

Die erste reformierte Kirche wurde 1882 erbaut und wegen ihres schlechten Zustands nur bis 1945 genutzt. Der Bau der neuen reformierten Kirche dauerte von 1943 bis 1968. Die Zeiträume überschneiden sich somit: Die Bauarbeiten an der neuen Kirche begannen, während die erste noch genutzt wurde. Die reformierte Kirche gilt als ältestes Denkmal Zádors und stammt aus dem Jahr 1968.

Die reformierte Kirche gehört zur Kirchengemeinde Rimavská Seč und zum reformierten Seniorat Gemer. Damit stehen neben den Baujahren auch ihre institutionellen Bezüge im Zentrum der Ortsgeschichte.

Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist das ehemalige Herrenhaus der Familie Szakáll, das als bemerkenswert gilt. Es ergänzt die kirchlichen Stationen um ein anderes benanntes Thema der Ortsgeschichte.

Weitere Reiseziele entdecken: Bottovo, Kociha, Chrámec, Kyjatice, Vyšný Skálnik, Nová Bašta, Španie Pole, Rimavské Zalužany.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Rimavská Sobota.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.