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Eine Besonderheit in Kolárovo ist die schwimmende Wassermühle auf einem Altarm der Kleinen Donau. Sie gilt als letzte schwimmende Mühle der Slowakei. Auf ihrem Gelände befindet sich das Museum des Wassermahlens; eine überdachte, vollständig aus Holz errichtete Brücke führt zur Mühle. Als nationales Kulturdenkmal ist sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Prüfen Sie vor der Anreise die Zugangsbedingungen.

Wassermühle, Fluss und Natur

Das Museum des Wassermahlens eröffnet einen Blick auf die Technik des Mahlens. Zu sehen ist dort unter anderem eine Maschine zur Herstellung von Fischernetzen, die als eine der ersten ihrer Art weltweit gilt. So stehen Wassermahltechnik und Netzherstellung als zwei unterschiedliche technische Themen nebeneinander. Auch die Kleine Donau ist für die Orientierung am Wasser relevant: Sie ist von Vrakuňa, einem Stadtteil von Bratislava, bis nach Kolárovo schiffbar. Ein weiterer Bezug ist Žabí hrad, ursprünglich Hrad Mieru genannt: Die Ruinen liegen in einem bewaldeten Feuchtgebiet nahe dem Zusammenfluss von Kleiner Donau und Váh. So unterscheiden sich die Landschaftsbezüge: Die Mühle steht an einem Altarm, die Ruinen nahe einem Zusammenfluss.

Sakralbauten in unterschiedlichen Bauphasen

Die barocke römisch-katholische Kirche Mariä Himmelfahrt entstand 1723–1724 an der Stelle einer älteren gotischen Kirche und wurde 1772 vergrößert. Ihr Innenraum besitzt ein spätbarockes Tonnengewölbe. Die Kapelle der heiligen Rosalia ist ein barocker Bau aus den 1750er-Jahren; ihr Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts ergänzt. Die Zeitlinien unterscheiden sich: Bei der Kirche gehören ein älterer Vorgängerbau und die spätere Erweiterung zur Baugeschichte, bei der Kapelle kam der Turm deutlich nach dem Hauptbau hinzu.

Brauchtum und kulturelles Leben

Das Haus der Volkstraditionen ergänzt die Baugeschichte um ein rekonstruiertes altes Bauernhaus mit zeitgenössischer historischer Möblierung. Es bietet Raum für verschiedene Volkshandwerke, Kunstlager und Aktivitäten zur Pflege und Bewahrung volkstümlicher Traditionen. Damit stehen an diesem Ort sowohl eine historische Wohnform als auch kulturelle Nutzungen im Mittelpunkt.

Der Turíčny-Tanzumzug ist eine mehr als hundert Jahre alte lokale Tradition. Er gilt als eines der bedeutendsten gesellschaftlichen Ereignisse der Gemeinde und als wichtiges Mittel zur Bewahrung der ungarischen Identität.

Das städtische Kulturzentrum veranstaltet jährlich mehrere Ausstellungen mit Arbeiten bekannter Amateurkünstler, Maler und Fotografen. Es ist außerdem Mitveranstalter der Kolárovská lýra, eines internationalen Wettbewerbs für Amateurgesang, und setzt sich für die Bewahrung und Verbreitung lokaler Volkstraditionen sowie slowakischer, ungarischer und europäischer Kulturwerte ein. Die Ausstellungen und der Gesangswettbewerb setzen unterschiedliche Akzente: bildende Kunst und Amateurgesang.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Komárno.

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