Weiden und Schilf oberhalb der Mündung der Žitava prägen das Schutzgebiet Alúvium Žitavy. Dort leben rund 76 Vogelarten, überwiegend seltene. In Martovce kommen Naturbeobachtungen, Volkskultur und Angebote zu Fuß, auf dem Rad und im Boot zusammen.
Natur und Wasserlandschaften
Eine andere Landschaft zeigt Gémeš: Von Ackerland umgeben, umfasst das Gebiet Weiden- und Pappelwälder. Sie werden häufig überflutet und bleiben oft den ganzen Sommer über unter Wasser. Zu Gémeš gehören außerdem artenreiche Sümpfe und mehrere Vogelarten, darunter Graureiher und Purpurreiher. Die Angaben zu den Vögeln im Alúvium Žitavy sind ungefähr; künftige Erhebungen können ihre Zahl aktualisieren.
Ortsgeschichte und Volkskultur
Das denkmalgeschützte Roľnícky dom wurde 1871 von István Nagy aus einer Mischung aus Lehm und Stroh in örtlicher Flechtbautechnik errichtet. Seit 1975 ist dort eine Ausstellung über bäuerliche Wohnkultur eingerichtet. Für Besucher ist das Haus als Teil des Museums der ungarischen Kultur und des Donaugebiets in Komárno zugänglich. Die Räume sind mit originalem bemaltem Mobiliar aus Martovce eingerichtet; die Stücke stammen vom Ende des 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Auch die Volkstracht prägt die kulturelle Überlieferung des Ortes: Die traditionelle Tracht von Martovce gilt als einzigartig, da es in der näheren und weiteren Umgebung keine vergleichbare gebe. Ein Brauch zur Begrüßung des Frühlings brachte junge Menschen in der Fastenzeit vor Ostern am Ufer des Horváth-Sees zum Singen und Tanzen zusammen. Der sogenannte Kerzentanz gilt als der typischste und bemerkenswerteste Hochzeitsbrauch von Martovce.
Jedes Jahr finden die Celoštátne turičné folklórne slávnosti im Árpád-Feszty-Kulturpark statt. Wer den Aufenthalt auf dieses Fest ausrichten möchte, sollte die Veranstaltungstermine vor der Reise prüfen.
In Martovce wurde 1898 unter Leitung des Seelsorgers Lajos Puskás eine neue kalvinistische Kirche errichtet. Zusammen mit dem Roľnícky dom und den überlieferten Bräuchen bietet sie einen weiteren Zugang zur Geschichte des Ortes.
Zu Fuß, mit dem Rad und auf dem Wasser
Der Lesný náučný chodník führt durch ein 600 Meter langes malerisches Waldgebiet rund um einen Seilpark. Am Weg gibt es eine Pergola, an der sich Familien und Radfahrer bei Spaziergängen und Radtouren ausruhen können. Spielelemente und Seilparcours ergänzen den Weg; außerdem lässt sich ein Außenofen zum Braten nutzen. Da sich die Einrichtungen ändern können, prüfen Sie vor dem Besuch, welche Angebote nutzbar sind.
In Martovce gibt es auch einen neun Meter hohen Seilparcours mit mehreren Schwierigkeitsstufen und verschiedenen Hindernissen. Für jüngere Besucher gibt es einen niedrigeren Seilpark in 40 Zentimetern Höhe über dem Boden. Für den höheren Parcours kann eine Reservierung erforderlich sein.
Wer eine längere Fahrradstrecke sucht, findet eine als familiengeeignet beschriebene 35-Kilometer-Runde: Sie führt von Komárno über Lándor entlang der Stará Nitra nach Martovce, quert anschließend zum östlichen Ufer der Žitava und führt über Lándor zurück nach Komárno. Die Route unterscheidet sich deutlich vom kurzen Lesný náučný chodník; vor der Fahrt empfiehlt es sich, die Streckenbedingungen zu prüfen.
Auf der Stará Nitra werden Bootsfahrten mit Bootsverleih und geführten Wassertouren angeboten. Der Vodný náučný chodník umfasst sieben Stationen, die Besucher mit dem Boot erkunden können. An einer Bootsanlegestelle gibt es eine überdachte Terrasse und einen Ruhebereich; kleine Gruppen können mit viersitzigen Balaton-Booten aufbrechen. Bei einer Bootstour können Besucher die Geschichte und Geräte der örtlichen Fischerei kennenlernen sowie Fischarten und frühere Wasservogelarten aus Martovce entdecken.
Klären Sie eine Reservierung für Bootsverleih und geführte Wassertouren auf der Stará Nitra vorab. Für den Vodný náučný chodník sollten Sie die aktuellen Reservierungs- und Betriebsbedingungen prüfen; auch die Verfügbarkeit der Balaton-Boote kann sich ändern.
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