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Bodza verbindet eine ebene, waldlose Landschaft mit markanten Spuren der Dorfgeschichte. Wasser und Architektur setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: kleinere Erhebungen gelten als Überreste ehemaliger Flussufer, während flachere Bereiche früheren Altwässern entsprechen. Der Kovács-See im Ortszentrum trocknet im Sommer aus – ein klarer saisonaler Unterschied zu den weiteren Gewässern der Umgebung.

Wasserlandschaft und Radrouten

Das Zsemlékes-Altwasser wird bereits 1268 erwähnt und reicht bis an die Grenzen von Lakszakállas und Lipové. Davon zu unterscheiden ist das Zsemlékes-Gewässergebiet: Im System des Ekel- und des Megye-Kanals bildet es ein zusammenhängendes Wassergebiet von etwa zwei Kilometern Länge; dort leben mehrere Fischarten. So stehen historische Erwähnung, Landschaftsform und Gewässerbeschreibung jeweils für einen eigenen Blick auf die Gegend.

Auch die Radwege unterscheiden sich in ihrem beschriebenen Verlauf. Die regionale Radtourismusroute Z4 verläuft in Bodza entlang der Straße I/63 und verbindet Komárno mit Veľký Meder. Die lokale Route D2 führt von Lipové über eine Brücke, entlang eines Wasserkanals und über einen Feldweg bis nach Bodza. Bei der Planung sind das unterschiedliche Orientierungspunkte: Straßenverlauf und Verbindung zweier Orte auf der Z4, Brücke, Kanal und Feldweg auf der D2. Prüfen Sie vor der Fahrt bei der Z4 die aktuelle Beschilderung und den Zustand der Oberfläche, bei der D2 den Streckenzustand und die Wegmarkierung.

Dorfarchitektur aus verschiedenen Zeiten

Die Herrenhäuser in den Häusern Nr. 118 und Nr. 120 bieten einen konkreten Vergleich ihrer Grundrisse. Das schlichte, eingeschossige Herrenhaus in Haus Nr. 118 wurde 1887 für den Verwalter des Besitzes der Familie Kálnoky errichtet und hat einen L-förmigen Grundriss. Béla Végh aus Vereb ließ das Herrenhaus in Haus Nr. 120 in den 1880er Jahren erbauen. Es ist ebenfalls schlicht und eingeschossig, besitzt aber einen rechteckigen Grundriss und einen offenen Säulengang, der von beiden Enden des Hofes aus zugänglich ist.

Weitere Wohnhäuser ergänzen das Bild um andere Bauformen und Zeiten. Haus Nr. 117 ist das älteste erhaltene bäuerliche Wohnhaus in Bodza; es wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Lehmziegeln erbaut. Haus Nr. 8 ist ein Lehmziegel-Typenhaus der 1920er Jahre. Sein Säulengang öffnet sich zum Hof. Zusammen zeigen diese Beispiele eine zeitliche Spannweite vom bäuerlichen Wohnhaus des 19. Jahrhunderts bis zum Typenhaus der Zwischenkriegszeit. Wer sich für Dorfarchitektur interessiert, kann dabei sowohl auf die Materialien als auch auf die unterschiedlichen Grundrisse achten.

Glocken, Gemeindeamt und Park

Am Rand des Gemeindeparks steht der römisch-katholische Glockenturm. Die ältere Glocke trägt eine Inschrift, nach der sie 1869 in Pest von Walser Ferenc gegossen und dem heiligen Johannes Nepomuk gewidmet wurde. Auf der anderen Straßenseite gegenüber dem Gemeindeamt steht der reformierte Glockenstuhl. Er wurde 1926 errichtet und ist mit einem Zwiebeldach gedeckt.

Das Gemeindeamt von Bodza wurde 1913 erbaut. Es ist ein eingeschossiges, rechteckiges Gebäude mit neun Achsen. Der kleine Gemeindepark liegt davor und wurde 1974 als gelegentlicher Rastplatz für die Einwohner angelegt. Glockenturm, Glockenstuhl und Gemeindeamt lassen sich so nach ihrer Funktion, ihrer Bauform und den jeweils überlieferten Jahreszahlen unterscheiden.

Anreise mit der Bahn

Für die Anreise bietet der Personenfahrplan der ŽSR einen zeitlich eingeordneten Anhaltspunkt: In der Fahrplanperiode 2025/26 führte er die Bahnstation Bodza bei Kilometer 74 zwischen Veľký Meder und Zemianska Olča. Prüfen Sie vor der Abfahrt den aktuellen Fahrplan, denn Fahrpläne und Verkehrsangebote können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Kolárovo, Bajč, Martovce, Zlatná Na Ostrove, Imeľ, Buc, Kameničná, Nesvady.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Komárno.

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