Veľká Franková liegt in der Spišská Magura, im Tal des Frankovský potok. Zwei grenzüberschreitende Routen geben dem Ort einen konkreten Rahmen für Tage im Freien: Ein rot markierter Wanderweg verläuft durch die Gemeinde und verbindet Malá Franková über einen touristischen Grenzübergang mit Kacwin in Polen. Von Veľká Franková führt außerdem ein asphaltierter Radweg über den Grenzübergang in die benachbarte polnische Gemeinde Kacwin. Für Ihre Reiseplanung stehen damit eine Wanderroute und eine Radverbindung mit unterschiedlichen Zielpunkten zur Auswahl.
Wandern und Radfahren über die Grenze
Der rot markierte Weg führt von der Grenze über Malá Franková zum Kamm der Spišská Magura am Berg Magurka auf 1.193 m und anschließend weiter nach Ždiar. Der Verlauf vom Grenzbereich zum Kamm und die Fortsetzung bis Ždiar geben der Route eine klare räumliche Richtung. Wenn Sie diese Wanderung einplanen, prüfen Sie vor dem Aufbruch den Wegzustand und die Markierungen; beides kann sich ändern.
Die Radroute setzt einen anderen Schwerpunkt: Sie führt von Veľká Franková über den Grenzübergang nach Kacwin. Der Weg ist asphaltiert; Oberfläche und Zugang können sich ändern, deshalb prüfen Sie vor der Fahrt die Bedingungen. Entlang des grenzüberschreitenden Radwegs können Sie an der Ostrunianka zwei kleine Wasserfälle sehen, einen auf slowakischer und einen auf polnischer Seite. Wie gut sie zu sehen sind, kann variieren. Für die Wahl zwischen den Routen ist der Zielpunkt ein konkreter Unterschied: Der Radweg führt nach Kacwin, der rote Wanderweg setzt sich über Magurka bis Ždiar fort.
Bäche und Landschaft
Auch das Gewässernetz zeigt eine Verbindung über den Ort hinaus. Unterhalb von Veľká Franková vereinigen sich der Frankovský potok und der Osturniansky potok zur Kacwinianka. Diese mündet in Polen in den Dunajec. Der Bach im Tal ist damit Teil einer Wasserverbindung, die sich auf polnischer Seite bis zum Dunajec fortsetzt. So lässt sich die Landschaft auch über den Verlauf der Gewässer einordnen.
Geschichte, Kirche und Handwerk
Wahrscheinlich gründeten Mitglieder des Adelsgeschlechts Berzevici aus Veľká Lomnica Veľká Franková gegen Ende des 13. Jahrhunderts nach deutschem beziehungsweise šoltýsischem Recht. Der erste echte Originalbeleg für die Existenz von Franková stammt aus dem Jahr 1314. Die wahrscheinliche Gründungszeit und der erste Originalbeleg sind zwei verschiedene historische Angaben. Zu den früheren Erwerbstätigkeiten der Einwohner gehörten vor allem Landwirtschaft, Viehhaltung und Holzarbeit; diese prägten die historischen Lebensgrundlagen des Ortes.
Die Kirche des heiligen Nikolaus wurde 1784 im klassizistischen Stil erbaut. Ihr Hauptaltar ist spätbarock und mit Rokokoornamentik versehen. Bau und Altar stehen damit für unterschiedliche Stilbezüge; den guten Zustand der Kirche sollten Sie vor einem Besuch bestätigen. Die Kirche befindet sich in gutem Zustand und dient ihrem religiösen Zweck. Wenn Sie einen Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Bedingungen.
Der hölzerne Glockenturm stammt aus dem Jahr 1921. Seine vier Glocken wurden 1921 und 1924 von einer Metallgießerei aus Chomutov gegossen. Auch Wassermühle und Sägewerk geben Einblick in die technische Geschichte Veľká Frankovás: Sie bewahren ein originales Sägegatter, das noch heute funktionsfähig ist. Besuche sind dort nur nach vorheriger Vereinbarung möglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Mlynceky, Slovenská Ves, Osturna, Malý Slavkov, Červený Kláštor, Reľov, Spišská Belá, Lendak
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Kežmarok.