Belianske lúky, die Wege am Beliansky rybník und das J.-M.-Petzval-Museum setzen in Spišská Belá unterschiedliche Schwerpunkte: Natur, Bewegung und Fotografiegeschichte. Die konkreten Streckenlängen und Themen helfen Ihnen, passende Erlebnisse für Ihren Aufenthalt auszuwählen.
Moorlandschaft und Lehrpfade
Belianske lúky liegt im Katastergebiet von Spišská Belá und ist als Natura-2000-Gebiet von europäischer Bedeutung unter dem Kenncode SKUEV0144 ausgewiesen. Zugleich handelt es sich um ein nationales Naturreservat mit dem größten erhaltenen Kalkflachmoor der Slowakei. Das Moor begann vor etwa 11.000 Jahren zu entstehen. Auch botanisch ist das Gebiet besonders: Hier befindet sich das einzige bestätigte bekannte Vorkommen des Mooses Calliergon trifarium in der Slowakei.
Der Lehrpfad Belianske lúky ist ein 800 Meter langer Rundweg mit sieben Informationstafeln und einem 250 Meter langen hölzernen Hochsteg. Eine längere Rundstrecke bietet der forstliche Lehrpfad Fľak: Er ist 2.800 Meter lang, ganzjährig zugänglich und führt als geschlossener Rundweg an zehn Stationen mit Informationstafeln vorbei. Die Maße erleichtern den Vergleich der beiden Naturpfade, ohne dass dafür eine Gehzeit angesetzt werden muss.
Am Beliansky rybník: Erholung und Radfahren
Der Beliansky rybník ist ein stadtnahes Erholungsgebiet von Spišská Belá. Von dort reicht der Blick auf das Massiv der Hohen Tatra und teilweise auch auf die Belianske Tatra. Am Teich steht Besuchern ein Karpfenteich zum Angeln zur Verfügung. Vor dem Zugang befinden sich zwei Parkplätze mit zusammen etwa 80 Stellplätzen: Einer ist asphaltiert, der andere geschottert.
Am Beliansky rybník beginnt auch die Belianska cyklotrasa. Die neun Kilometer lange Strecke verläuft zwischen Spišská Belá und Tatranská Kotlina. Sie ist asphaltiert, für den Freizeitradverkehr ausgelegt und für beide Fahrtrichtungen geeignet; unterwegs gibt es vier überdachte Rastplätze. Damit lässt sich die Radroute nach einer eigenen Maßgabe planen: Startpunkt, Ziel und Streckenlänge sind benannt, ebenso die Rastmöglichkeiten entlang der Strecke.
Historisches Zentrum und Petzval-Museum
Das historische Zentrum von Spišská Belá ist als städtische Denkmalzone ausgewiesen. Die Bürgerhäuser stehen auf typischen schmalen, länglich in die Tiefe verlaufenden mittelalterlichen Parzellen. Diese Grundstücksform ist ein konkretes Merkmal des historischen Ortsbilds und ergänzt den Blick auf die ausgewiesene Denkmalzone.
Das J.-M.-Petzval-Museum ist seit 1964 im Geburtshaus von Jozef Maximilián Petzval zugänglich. Die Ausstellung behandelt das Leben und Werk von Jozef Maximilián Petzval und Otto Baltazár Petzval. Sie zeichnet außerdem die Entwicklung der Fototechnik nach: von den ersten Versuchen mit der Camera obscura bis zum ersten Foto aus dem Jahr 1826. Ein besonderes Ausstellungsstück ist die vollständig aus Metall gefertigte Replik eines Daguerreotypieapparats von Voigtländer & Sohn mit Porträtobjektiv. Dieses Objektiv berechnete J. M. Petzval 1840 als Erster weltweit.
Kaštieľ Strážky: Ausstellungen und Bildungsprogramme
Zu den Dauerausstellungen im Kaštieľ Strážky gehören Ladislav Mednyánszky und Strážky, Porträts aus dem 17. bis 19. Jahrhundert in der Region Spiš sowie die slowakische Bildhauerei des 20. Jahrhunderts. Die Slowakische Nationalgalerie bietet dort Bildungsprogramme für Schulgruppen mit 15 Schülerinnen und Schülern sowie pädagogischer Begleitung an. Dabei arbeiten die Teilnehmenden direkt mit originalen Kunstwerken.
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