In Leutschau (Levoča) stehen ein außergewöhnlicher spätgotischer Altar und eine historische Altstadt innerhalb ihrer Befestigungsanlage im Mittelpunkt. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und wurde innerhalb einer Befestigungsanlage im 13. und 14. Jahrhundert gegründet. Kirchen, Bürgerhäuser und die Stadtbefestigung geben Ihnen verschiedene Blickwinkel auf die Geschichte des Ortes.
Basilika und Stadtbild
Die Basilika St. Jakob stammt aus dem 14. Jahrhundert und besitzt elf gotische und Renaissancealtäre. Besonders markant ist der spätgotische Flügelaltar aus der Werkstatt von Majster Pavol z Levoče: Mit 18,62 Metern gilt er als höchster spätgotischer Flügelaltar der Welt. Wer den Turm besteigen möchte, nimmt 216 Stufen. Von oben reicht der Blick über die historische Altstadt, die Hohe und die Niedere Tatra, das Slowakische Paradies und Mariánska hora.
Auch die Befestigungsanlage ist ein prägendes Zeugnis der Stadtgeschichte. Sie ist 2,5 Kilometer lang und gilt als die besterhaltene der Slowakei; zwei Drittel ihrer ursprünglichen Länge sind erhalten. Im Minoritenkloster befindet sich ein Arkadengang, der als der einzige seiner Art in der Slowakei gilt. Das Máriássy-Haus zeigt einen für Levoča typischen Renaissancehof mit Arkaden. Der älteste Kern des Bürgerhauses mit der Breuer-Druckerei besteht aus zwei Saalhäusern aus dem 14. Jahrhundert.
Museen und weitere historische Einblicke
Wenn Sie neben Kirchen und Architektur auch Ausstellungen einplanen möchten, bietet das Historische Rathaus eine Dauerausstellung zur Geschichte von Levoča. Das Haus von Majster Pavol z Levoče bewahrt sein Erscheinungsbild aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Das Museum für Sonderschulwesen setzt einen anderen Schwerpunkt: Es ist interaktiv und erlebnisorientiert angelegt und hat eine landesweite Ausrichtung.
Weitere historische Besonderheiten reichen vom Stadttheater bis zu einem mittelalterlichen Pranger. Das Theater reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und gilt als zweitältestes der Slowakei. Der Pranger, ein sogenannter Schandkäfig, wurde Levoča 1933 von einer Familie geschenkt. Diese Orte ergänzen den Blick auf die Altstadt um Theatergeschichte und ein konkretes Objekt ihrer früheren Stadtgeschichte.
Besuch praktisch planen
Die Touristeninformation von Levoča bietet Stadtführungen mit qualifizierten Guides an. Führungen durch externe Guides organisiert sie auf Anfrage auch für reguläre Besucher. Erkundigen Sie sich bei Bedarf nach den aktuellen Buchungsmodalitäten. In der Wallanlage stehen zwei kostenlose Besucherparkplätze zur Verfügung; prüfen Sie die Parkregelung vor Ihrer Anreise.
Für die Wahl des Schwerpunkts können Sie zwischen einem Tag mit Bauwerken und Ausstellungen und einer längeren Aktivität außerhalb des historischen Stadtkerns unterscheiden. Eine 21,7 Kilometer lange Radroute führt von Levoča über Zbojnícka lúka, Brezová, Hradisko, Tvarožná und Ľubica nach Kežmarok. Wenn Sie diese Route einplanen, prüfen Sie Oberflächen und Beschilderung vor Ort.
Weitere Reiseziele entdecken: Korytné, Granč-Petrovce, Dravce, Bijacovce, Spišské Podhradie.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Levoča.