Zum Inhalt

Uhrovské Podhradie lässt sich über drei konkrete Themen erschließen: die Burgruine Uhrovec, das Naturreservat Rokoš sowie das bauliche und handwerkliche Erbe des Ortes. Das Dorf liegt in einem tief eingeschnittenen Seitental des Bachs Radiša. Wenn Sie zwischen Natur, Burg und Ortsgeschichte gewichten, finden Sie hier unterschiedliche Ansatzpunkte für die Reiseplanung.

Naturgebiet Rokoš und die Landschaft am Radiša

Das Natura-2000-Gebiet Strážovské vrchy umfasst das Katastergebiet von Uhrovské Podhradie. Auch das nationale Naturreservat Rokoš erstreckt sich auf dieses Katastergebiet. Es umfasst 4,6 km², wurde 1974 unter der Kennnummer 147 ausgewiesen und unterliegt der fünften Schutzstufe. Auf dem 1.010 Meter hohen Rokoš gibt es Wald- und wärmeliebende Pflanzengesellschaften. Die 4,6 km² bezeichnen die Fläche des Reservats, die 1.010 Meter dagegen die Höhe des Berges – zwei unterschiedliche Maßstäbe des Naturthemas.

Burg Uhrovec und Wanderwege

Die Ruine der Burg Uhrovec aus dem 13. Jahrhundert liegt in Uhrovské Podhradie und gilt als eine der wertvollsten romanischen Burgen der Slowakei. In den Ruinen sind eine spätromanische Kapelle und Türme erhalten. Die Datierung ordnet die Burg zeitlich ein; Kapelle und Türme benennen konkrete Elemente, die bis heute erhalten sind.

Von Uhrovské Podhradie führt ein grün markierter Wanderweg zur Burg. Am Ortsende befindet sich bei einem großen Felsen ein Parkplatz, von dem aus die Burg über den grün markierten Weg erreichbar ist. Eine zweite Wanderoption bietet die 10 km lange Route der Vojenskej päťdesiatky: Sie beginnt ebenfalls im Ort und führt über markierte Wege über Kňažinové lúky und Holý vrch zum Jankov vŕšok. Für die Wegwahl ergeben sich so zwei unterschiedliche Ziele: die Burg Uhrovec auf dem grün markierten Weg oder die Tour mit Zwischenpunkten und Endpunkt Jankov vŕšok. Da die Dokumentation der Vojenskej päťdesiatky älter ist, prüfen Sie deren markierten Verlauf vor Ort.

Eine Tourismusinformation nannte im August 2026 einen öffentlichen Zugang zur Burg an sieben Tagen pro Woche; der Eintritt erfolgte gegen eine freiwillige Spende für die Restaurierung. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Zugangsbedingungen.

Traditionelle Häuser und Holztruhen

Auch das historische Handwerk ist konkret beschrieben: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Uhrovské Podhradie ein Zentrum der Herstellung von Holztruhen mit kastenförmigem Deckel zur Aufbewahrung von Kleidung und Getreide. Die Truhen für Kleidung waren mit eingeritzten geometrischen Mustern verziert. Damit verbindet die Ortsgeschichte Gebrauchsgegenstände mit ornamentaler Gestaltung; die geometrischen Ritzungen gehörten ausdrücklich zu den Kleidertruhen.

Zur traditionellen Architektur gehören dreiräumige Häuser mit einem über dem gesamten Wohnteil erhöhten Wohnbereich. Vom Hof aus gelangt man über eine hölzerne Treppe und eine Laube dorthin. Die Häuser sind verputzt und weiß gekalkt; ihre Walmdächer haben eine harte Dachdeckung. Raumaufteilung und Höhenlage prägen die innere Anordnung, während Putz, Kalkung und Dachform die Außengestaltung kennzeichnen. Für kulturgeschichtlich Interessierte entsteht daraus ein konkreter Vergleich zwischen Grundriss, Zugang und äußerer Gestaltung – drei Aspekte, die sich getrennt betrachten lassen, aber zum selben traditionellen Haustyp gehören.

Weitere Reiseziele entdecken: Brezolupy, Zlatníky, Uhrovec, Kšinná, Trebichava, Dolné Naštice, Borčany, Malé Hoste

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bánovce Nad Bebravou.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.